Die Maisinsel

Kino -
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  • Sendetermine und Verfügbarkeit Offen

    • Sendetermine:
    • Mittwoch, 19. April um 22.50 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 19. April bis zum 26. April 2017

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Der georgische Regisseur George Ovashvili gilt nach einigen Kurzfilmen und drei Spielfilmen als einer der herausragenden Filmkünstler seines Landes. Sein Spielfilmdebüt "Gagma napiri" ("Das andere Ufer", 2009) kam in zahlreichen Ländern in die Kinos und gewann rund 30 internationale Preise.

Seit dem Waffenstillstand von 1994 bildet der mächtige Fluss Enguri eine natürliche Grenze zwischen Georgien und der autonomen Republik Abchasien. Jedes Frühjahr bilden sich in diesem Fluss kleine Inseln. Sie bestehen aus Treibgut, Gestein und Geröll. Der Boden ist fruchtbar, ideal für den Anbau von Getreide. Ein alter Bauer macht gemeinsam mit seiner 16-jährigen Enkelin auf einer dieser Inseln sein Boot fest und nimmt sie in Besitz. In mühsamer Arbeit schaffen sie Werkzeug und Bretter auf die Insel und bauen eine Hütte. Sie bearbeiten den Boden, säen das Getreide, ruhen sich aus, fangen Fische und grillen sie auf einem Feuer. Die Idylle und Einsamkeit wird lediglich gestört durch vereinzelte Grenzpatrouillen von Soldaten, die der Großvater misstrauisch beobachtet. Die Soldaten ihrerseits beobachten das Mädchen vom Ufer aus. Großvater und Enkelin arbeiten einträchtig in Harmonie. Die Wochen vergehen, inzwischen steht der angebaute Mais mannshoch. Eines Tages fallen Schüsse, wenig später entdeckt das Mädchen im Kornfeld versteckt einen jungen Mann. Er bittet sie, ihn nicht zu verraten. Sie läuft zu ihrem Großvater. Er sieht nach dem Jungen und entdeckt seine blutende Schusswunde. Wenig später nähert sich ein Boot mit abchasischen Milizen der Insel. Sie sind offensichtlich auf der Suche nach dem jungen Mann und stellen den Großvater zur Rede ... „Die Maisinsel“ ist eine archaische Geschichte von elementarer Wucht, eine Meisterleistung in emotional aufgeladenem Minimalismus. Der Film schaffte es 2014 auf die Shortlist für den Auslands-Oscar.

Besetzung und Stab
  • Kamera:Elemer Ragalyi
  • Schnitt:Sun-Min Kim
  • Musik:Iosif Bardanashvili
  • Produktion:42film, Alamdary Film, Arizona Productions, Axman Production, Kazakhfilm
  • Produzent/-in:Nino Devdariani, Guillaume de Seille, Eike Goreczka, George Ovashvili, Karla Stojakova, Sain Gabdullin
  • Regie:George Ovashvili
  • Drehbuch:Roelof Jan Minneboo, George Ovashvili, Nugzar Shataidze
  • Mit: Ilias Salman (Alter Mann)
    Mariam Buturishvili (Mädchen)
    Tamer Levent (Abchasischer Offizier)
    Irakli Samushia (Soldat)
  • Land:Georgien, Deutschland, Frankreich
  • Jahr:2014
  • Herkunft:ZDF
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