La Clemenza di Tito von W.A. Mozart

Kunst & Kultur -
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    • Sendetermine:
    • Samstag, 6. Mai um 5.00 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 6. Mai bis zum 14. Mai 2017

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Der bekannte französische Schauspieler und Regisseur Denis Podalydès inszenierte am Pariser Théâtre des Champs-Elysées mit großem Erfolg eine Neuproduktion von Mozarts letzter Oper "La clemenza di Tito". Die spannende Handlung hat er in die 40er Jahre geholt. In dem herausragenden Sängerensemble glänzen Kurt Streit und Karina Gauvin in den Hauptrollen.

Denis Podalydès, bekannter französischer Schauspieler und Regisseur, brachte am Pariser Théâtre des Champs-Elysées im Dezember 2014 eine Neuproduktion von Mozarts letzter Oper „La Clemenza di Tito“ heraus. Mit diesem Werk griff Mozart auf das Genre der Opera seria zurück, das er zuletzt in seinem „Idomeneo“ (1781) verwendet hatte. Parallel zur „Zauberflöte“ und kurz vor seinem „Requiem“ komponiert, ist „La Clemenza di Tito“ ein glänzendes Beispiel dafür, wie Mozart das im Niedergang begriffene Repertoire der „ernsten“ Oper zu erneuern verstand. Dirigent Jérémie Rhorer setzt mit dieser neuen „Clemenza di Tito“ seine mit „Idomeneo“ begonnene Mozartreihe fort. In der Oper geht es um eine leidenschaftliche, aber enttäuschte Liebe, eine treue Freundschaft und ein politisches Komplott, Themen sind Großmut, Gnade und Vergebung: Zweifellos ist der Einfluss des französischen Tragödienautors Jean Racine spürbar. Denis Podalydès hat in seiner Inszenierung die Handlung in die 1940er Jahre verlegt. Titus hat sich in die gedämpfte Atmosphäre eines Luxushotels zurückgezogen, während sein Staat auseinanderbricht. Das Chaos im Lande und die Trennung von seiner Geliebten Berenice beunruhigen und verunsichern den Herrscher. Titus ist von einer Handvoll Getreuer umgeben; er wird die Komplotte vereiteln, die Vitellia wegen ihrer abgewiesenen Liebe zu ihm angezettelt hat; und am Ende wird er allen verzeihen. In Denis Podalydès‘ Inszenierung steht vor allem das Schauspiel und die Bühnenpräsenz der Sänger im Vordergrund. Olivier Simonnets Fernsehfassung fängt in jedem Augenblick die im Theatersaal spürbare dramatische Intensität ein. Die filmische Umsetzung der Bühnenaufführung hat Kinoqualität und steht in ihrem Erfindungsreichtum der Inszenierung in nichts nach.

Besetzung und stab
  • Dirigent/-in:Jérémie Rhorer
  • Chorleitung:Mathieu Romano
  • Kostüme:Christian Lacroix
  • Chor:Choeur Aedes
  • Choreographie:Cécile Bon
  • Komponist/-in:Wolfgang Amadeus Mozart
  • Bühnenbild / Ausstattung / Bauten:Eric Ruf
  • Libretto:Caterino Mazzolà
  • Licht:Stéphanie Daniel
  • Inszenierung:Denis Podalydès
  • Orchester:Le Cercle de l’Harmonie
  • Regie:Olivier Simonnet
  • Mit: Kurt Streit (Titus)
    Kate Lindsey (Sextus)
    Julie Boulianne (Annius)
    Robert Gleadow (Publius)
    Julie Fuchs (Servilia)
    Karina Gauvin (Vitellia)
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2014
  • Herkunft:ARTE F
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