Oh Boy

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  • Sendetermine und Verfügbarkeit Offen

    • Sendetermine:
    • Mittwoch, 14. Juni um 22.45 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 14. Juni bis zum 21. Juni 2017

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Niko (Tom Schilling) ist ein bisschen verloren in seinem Leben. Und doch steht er genau an dem Punkt, an dem andere zielstrebig nach vorne preschen - so die Ansicht seines Vaters. Doch Niko lässt sich treiben ... Der Film von Jan-Ole Gerster (2012) wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2013 mit dem Deutschen Filmpreis in sechs Kategorien sowie dem Europäischen Filmpreis.

Niko ist Ende 20, aber statt eine gewisse Sicherheit in seinem Leben erreicht zu haben, wie es sein Vater von ihm erwartet, mit dem Studium in der Tasche und einer festen Beziehung, ist Niko ein wenig verloren in seinem Dasein: Sein Jurastudium hat er bereits vor zwei Jahren abgebrochen, seine Freundin hat er verlassen und lässt sich nun planlos treiben. Eigentlich ist er an diesem Tag auch nur auf der Suche nach einer gewöhnlichen Tasse Kaffee, doch diese soll ihm vorerst verwehrt bleiben. Stattdessen führt ihn seine Suche auf einen Streifzug durch Berlin. Es folgen 24 Stunden, reich an verschiedenen Stimmungen und komischen Ereignissen. Wie ein Zuschauer seiner eigenen Welt scheint Niko wehrlos von einer Situation in die nächste zu geraten. Von der lieblosen Begegnung mit seinem Vater, mit den Fahrkartenkontrolleuren, die kein Pardon zu kennen scheinen, einem Schauspieler, einem jungen Drogendealer und dessen Großmutter über die Klassenkameradin aus der Schulzeit bis hin zu dem alten Mann in einer Bar, der plötzlich tot umfällt. All diese Begegnungen tauchen ihn in ein Wechselbad der Gefühle. Der Streifzug formt gleichzeitig ein Porträt Berlins, das – so diffus es erst einmal erscheinen mag – doch einer ganz eigenen Ästhetik folgt, ein wenig so wie auch Nikos Leben. Tragik, Komik, Obskures wechseln sich ab in einem stillen Stakkato, und der Antiheld der Geschichte scheint sich in diesem eigenwilligen Berlin doch auf seine ebenfalls sehr eigenwillige Weise zurechtzufinden – oder zumindest an sein Ziel, eine gewöhnliche Tasse Kaffee, schließlich doch noch zu gelangen.

Besetzung und Stab
  • Kamera:Philipp Kirsamer
  • Schnitt:Anja Siemens
  • Musik:Cherilyn MacNeil, The Major Minors
  • Produktion:Schiwago Film, Hessischer Rundfunk, Chromosom Filmproduktion, ARTE
  • Produzent/-in:Marcos Kantis, Alexander Wadouh, Martin Lehwald, Michal Pokorny
  • Regie:Jan Ole Gerster
  • Drehbuch:Jan Ole Gerster
  • Mit: Tom Schilling (Niko Fischer)
    Marc Hosemann (Matze)
    Friederike Kempter (Julika Hoffmann)
    Ulrich Noeten (Walter Fischer)
    Justus von Dohnanyi (Karl Speckenbach)
    Michael Gwisdek (Friedrich)
    Katharina Schüttler (Elli)
    Arnd Klawitter (Phillipp Rauch)
    Martin Brambach (Jörg)
    Andreas Schröders (Psychologe)
    Frederick Lau (Ronny)
    RP Kahl (Stefan)
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2012
  • Herkunft:HR
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