ARTE Reportage

Benin: Verrückt ist ein Tabu / Frankreich: Flucht nach Paris

Aktuelles & Gesellschaft -
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    • Sendetermine:
    • Samstag, 4. Februar um 16.50 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 4. Februar bis zum 11. Februar 2017
    • Weltweit verfügbar

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(1) Benin: Verrückt ist ein Tabu - Grégoire Ahongbonon holt seit 30 Jahren Menschen mit psychischen Störungen von der Straße. Sie gelten in Afrika als verhext. (2) Frankreich: Flucht nach Paris - Nach dem "Dschungel" von Calais ist die Hauptstadt der Franzosen zu einem  Brennpunkt in der "Flüchtlings-Krise" geworden.

(1): Benin: Verrückt ist ein Tabu

Grégoire Ahongbonon holt seit 30 Jahren Menschen mit psychischen Störungen von der Straße. Sie gelten in Afrika als verhext …

Noch immer ist eine psychische Krankheit für viele Menschen in Afrika ein Grund, davon betroffene Angehörige aus der Familie auszuschließen. Da es nicht nur in Benin an Psychiatern und psychiatrischen Kliniken mangelt, landen viele Kranke als Obdachlose auf der Straße oder – schlimmer noch – angekettet in einem Camp mit vielen anderen Leidensgenossen.

Grégoire Ahongbonon erschütterte ihr Leid so sehr, dass er ohne jede psychiatrische Ausbildung vor 30 Jahren die NGO „Saint-Camille de Lellis“ gründete, ein Behandlungs-Zentrum für die von ihren Familien verstoßenen Kranken. Dort kümmern sich ehemals Erkrankte um ihre Leidensgenossen, helfen ihnen mit Medikamenten und mit Fürsprache. Die Methoden von „Saint-Camille“ sind auch umstritten – aber der Erfolg gibt den Helfern immer wieder recht. Denn inzwischen kümmern sich schon elf Zentren von „Saint-Camille“ in vier Ländern um die „Verrückten“, außer in Benin auch noch an der Elfenbeinküste, in Burkina Faso und in Togo.

(2): Frankreich: Flucht nach Paris

Nach dem „Dschungel“ von Calais ist die Hauptstadt der Franzosen zu einem Brennpunkt in der „Flüchtlings-Krise“ geworden …

Tausende Migranten zelteten über Monate hinweg an der Place Stalingrad im 19. Arrondissement, ehe die Stadtregierung sich entschloss, das wilde Lager zu räumen und die Migranten auf Notunterkünfte zu verteilen. Eines davon ist das „Centre d’hébergement d’urgence Jean-Quarré“, in dem die Mitarbeiter der bekannten französischen NGO „Emmaüs Solidarité“ sich um 145 Männer zwischen 20 und 30 Jahren kümmern. Es sind vor allem Flüchtlinge aus dem Sudan und aus Afghanistan, die auf eine Aufenthaltsgenehmigung in Frankreich hoffen. Die beiden Sozialarbeiterinnen Karine und Tiphaine kümmern sich um ihre Behördengänge, die ärztliche Versorgung und um Sprachkurse in Französisch. Kein einfacher Job für die beiden. ARTE-Reporter durften sie über eine längere Zeit in ihrem Alltag mit den Migranten begleiten.

Besetzung und stab
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2016
  • Herkunft:ARTE
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