Schriftgröße: + -
Home > Film > Sandrine Bonnaire, Natürlich und frei

Sandrine Bonnaire, Natürlich und frei

Mit Mitte 40 hat Bonnaire in zahlreichen Filmen mitgewirkt und auch selbst bei einem Dokumentarfilm Regie geführt.

> Das Programm

Sandrine Bonnaire, Natürlich und frei

Mit Mitte 40 hat Bonnaire in zahlreichen Filmen mitgewirkt und auch selbst bei einem Dokumentarfilm Regie geführt.

Sandrine Bonnaire, Natürlich und frei

Samstag, 30. September ab 20.15 Uhr - 08/01/13

Themenabend

Als Sandrine Bonnaire ihren ersten César erhielt, war sie gerade 17 Jahre alt. Mit Mitte 40 hat sie nun in zahlreichen Filmen mitgewirkt und auch selbst bei einem Dokumentarfilm über ihre autistische Schwester Regie geführt. ARTE widmet der großen französischen Schauspielerin einen Themenabend.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

02:10
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Die Verlobung des Monsieur Hire

Auf Monsieur Hire lastet die Einsamkeit. Der Schneider hat keine Freunde, ist nicht gesellig und den Nachbarn verhasst...

DETAILS

Mittwoch, 17. Oktober 2012 um 02.10 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Die Verlobung des Monsieur Hire
(Frankreich, 1989, 76mn)
ARTE F
Regie: Patrice Leconte
Drehbuch: Patrice Leconte, Patrick Dewolf
Kamera: Denis Lenoir
Musik: Michael Nyman
Schnitt: Joëlle Hache
Darsteller: Michel Blanc (Monsieur Hire), Sandrine Bonnaire (Alice), Luc Thuillier (Emile), André Wilms (Polizeiinspektor)
Autor: Georges Simenon
Produktion: Cinéa, France 3 Cinéma, Europe 1, Hachette Première
Produzent: Philippe Carcassonne, René Cleitman

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Auf Monsieur Hire lastet die Einsamkeit. Der Schneider hat keine Freunde, ist nicht gesellig und den Nachbarn verhasst. Patrice Lecontes spannender Film mit Sandrine Bonnaire und Michel Blanc basiert auf dem Kriminalroman "Die Verlobung des Monsieur Hire" von Georges Simenon.

Bei der Aufklärung des Mordes an einem jungen Mädchen führt die Spur schon bald zu Monsieur Hire, dem seltsamen Schneider, der den Nachbarn ein Dorn im Auge ist. Er könnte der mysteriöse Unbekannte im schwarzen Mantel sein, der am Tatabend gesehen wurde.
In der Dunkelheit beobachtet Monsieur Hire abends das Fenster gegenüber, wo Alice sich entkleidet oder Emile, ihren Liebhaber, empfängt. Als diese merkt, dass der Nachbar sie ausspioniert, reagiert sie nicht etwa mit Wut, sondern versucht im Gegenteil Monsieur Hire kennenzulernen. Zunächst weist dieser sie brutal ab, doch schon bald knüpfen sich seltsame Bande zwischen den beiden. Schließlich gesteht er Alice, dass er den Mörder, der niemand anderes als Alices Geliebter Emile ist, gesehen hat. Allerdings kann er diesen nicht anzeigen, ohne Alice zu kompromittieren. Er bittet sie deshalb, mit ihm nach Lausanne zu gehen, wohl wissend, dass sie seine Gefühle nicht erwidert. Doch vergeblich wartet er am Bahnhof auf Alice. Als er zu seiner Wohnung zurückkehrt, wartet dort die Polizei auf ihn. Man hat die Leiche des Mädchens bei ihm gefunden ...

"Ein trister Film über ein erstarrtes Leben, undurchsichtige Gefühle und trügerische Hoffnungen, der geschickt die Sympathie der Zuschauer lenkt", so urteilt das Lexikon des Internationalen Films. Der Film basiert auf dem Roman von Georges Simenon "Die Verlobung des Monsieur Hire". Simenon, der geistige Vater des berühmten Kommissars Maigret, schrieb über 400 Bücher, von denen sich weltweit mehr als sechs Millionen Exemplare verkauft haben und die in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden.
Patrice Leconte beginnt seine Karriere als Regisseur 1975 mit einer Comic-Verfilmung; der Durchbruch gelingt ihm dann mit "Monsieur Hire". Für seinen Film "Ridicule" wird er 1997 für einen Oscar nominiert. Zu seinem Werk zählen ebenfalls die bekannten "Les Bronzés"-Filme, bei denen er nicht nur Regie führte, sondern auch am Drehbuch mitarbeitete.
Patrice Leconte wurde 1989 als bester Regisseur für eine Goldene Palme in Cannes nominiert, 1990 erhielt "Monsieur Hire" einen César für die beste Filmmusik.



Montag, 8. Oktober 2012

11:50
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Sandrine Bonnaire

Die Rolle ihres Lebens

DETAILS
ARTE F

Montag, 8. Oktober 2012 um 11.50 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Sandrine Bonnaire
(Frankreich, 2011, 57mn)
ARTE F
Regie: Juliette Cazanave

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Sandrine Bonnaire wuchs mit zehn Geschwistern in einer Arbeiterfamilie auf. Mit 16 wurde sie von Maurice Pialat, den sie als ihren Ziehvater betrachtet, für den Film entdeckt. Das war der Anfang einer großen Karriere, die sie inzwischen auch auf eigene Projekte ausgedehnt hat. Bei der Berlinale 2008 stellte sie einen eigenen Dokumentarfilm vor, und 2012 dreht sie ihren ersten eigenen Spielfilm.

Sandrine Bonnaire gehört zu den beliebtesten und geachtetsten Schauspielerinnen Frankreichs. Von sich selbst sagt sie, dass sie ihre eigentliche Erziehung dem Kino verdanke. Die Darstellerin entstammt einer kinderreichen Arbeiterfamilie und wollte eigentlich Friseurin werden. Als sie mit 16 Jahren ihre Schwester zum Casting begleitete, wurde sie jedoch von Maurice Pialat entdeckt und für den Film "Auf das, was wir lieben" verpflichtet. Das war der Startschuss für eine große Karriere, die sie nicht zuletzt ihrem höchst authentischen Spiel verdankt. Zu ihren Mentoren gehörten Claude Chabrol, Jacques Rivette, Raymond Depardon und natürlich Maurice Pialat, den sie als ihren Ziehvater betrachtet.
Strahlend, geheimnisvoll und für ihr Alter erstaunlich reif, arbeitete Sandrine Bonnaire mit den Meistern des französischen Kinos zusammen, darunter mit Agnès Varda. So spielte sie in deren Film "Vogelfrei" eine Frau, die in absoluter Freiheit leben will und als Landstreicherin durch Südfrankreich zieht, jedoch in den Sog alltäglicher Gewalt gerät und physisch wie moralisch scheitert. Für ihre schauspielerische Leistung in diesem Film wurde die 18-Jährige mit ihrem zweiten César ausgezeichnet.
Sandrine Bonnaire hat einen ganz eigenen schauspielerischen Stil entwickelt. Der instinktive Wagemut und wilde Stolz der ersten Jahre sind einer starken inneren Kraft und Ausstrahlung gewichen; gleichzeitig hat sie sich ihre Natürlichkeit und Wahrhaftigkeit bewahrt. Ein Jahr lang begleitet die Dokumentation die Schauspielerin, die mittlerweile auch hinter der Kamera steht, beim Dreh ihres ersten Spielfilms: "J'enrage de son absence" kommt demnächst in die französischen Kinos.



Ausschnitt 1: Sandrine Bonnaire spricht mit ihrer Mutter über das Leben und ihren Film.



Ausschnitt 2: In diesem Ausschnitt spricht Sandrine Bonnaire über ihre Herkunft: "Wenn du aus so einem Milieu stammst dann weißt du nachher was du hast."



Ausschnitt 3: Sandrine Bonnaire spricht über ihren Film "Ihr Name ist Sabine".


Sandrine Bonnaire - Natürlich und frei
Sonntag 30. September 2012 um 20.15 Uhr
Keine Wiederholungen
(mn)
ARTE F

Erstellt: 24-09-12
Letzte Änderung: 08-01-13