Schriftgröße: + -
Home > Kultur entdecken > Summer of the Sixties > TV-Programm > 19.08. - Explosiv

Donnerstag 19. August 2010, ab 20.15 Uhr - 17/08/10

Explosiv

Previous imageNext image
Auch schon vor 1968 experimentiert die Künstlerszene munter drauf los – im Film, in der Musik, an Ideen fehlt es nicht.



Montag, 23. August 2010

00:55
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Elf Uhr nachts

Gelangweilt von seinem monotonen Leben innerhalb der Pariser High Society, lässt Ferdinand sich auf ein Abenteuer mit seiner Ex-Freundin Marianne ein.

DETAILS

Montag, 23. August 2010 um 00.55 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Elf Uhr nachts
(Frankreich, Italien, 1965, 105mn)
ARD
Regie: Jean-Luc Godard
Kamera: Raoul Coutard
Musik: Antoine Duhamel
Schnitt: Françoise Colin
Darsteller: Anna Karina (Marianne Renoir), Dirk Sanders (Fred, Mariannes �Bruder'), Graziella Galvani (Maria, Ferdinands Frau), Hans Meyer (2. Gangster), Jean-Paul Belmondo (Ferdinand Griffon, �Pierrot'), Jimmy Karoubi (Jimmy, der Zwerg), Krista Nell (Mme Staquet), Pascal Aubier (Zweiter Bruder), Raymond Devos (Devos, Mann am Hafen), Roger Dutoit (1. Gangster), Samuel Fuller (Er selbst)
Autor: Jean-Luc Godard nach dem Roman "Obsession" von Lionel White
Produktion: Cinematografica SPA, Rome Paris Films, Société Nouvelle de Cinématographie
Produzent: Dino de Laurentiis, Georges de Beauregard

16:9 (Breitbildformat)

Gelangweilt von seinem monotonen Leben innerhalb der Pariser High Society, lässt Ferdinand sich auf ein Abenteuer mit seiner Ex-Freundin Marianne ein: Den Traum von Freiheit und rebellischem Gaunerleben vor Augen, entfliehen die beiden der großstädtischen Bürgerlichkeit.

Ferdinand Griffon, ein romantischer Bücherwurm und unverbesserlicher Träumer, ist genervt von seiner Frau Maria, einer reichen Italienerin, seinen falschen Freunden, allesamt Teil der Pariser Schickeria, und von seinem eintönigen, oberflächlichen Leben generell. Da taucht plötzlich seine frühere Geliebte Marianne auf und lockt Ferdinand mit der Aussicht auf Liebe, Leidenschaft und uneingeschränkte Freiheit in ein wildes Abenteuer.
Die Verliebten wollen vor der Monotonie des Lebens in die Welt der Autos, Revolver und Nachtlokale fliehen, landen aber schon bald auf einer einsamen Insel in Südfrankreich, wo sie für eine Weile friedlich inmitten paradiesischer Natur leben. Doch es dauert nicht lange, bis Marianne auch vom entspannten Aussteigerleben in sonniger Idylle die Nase voll hat. Sie, die sich stets von ihrem Gefühl treiben lässt, ist der ausschließlich verbalen Gefühlsbezeugungen Ferdinands überdrüssig und glaubt, ihr 'Pierrot' hege nur Worte statt Empfindungen für sie - Marianne will nicht länger zuhören, sie will leben. Angetrieben von der Sehnsucht nach Nervenkitzel verschwindet sie von der Insel und gerät noch tiefer in das kriminelle Milieu rund ihres vermeintlichen Bruders Fred. Doch schon bald bittet sie Ferdinand einmal mehr um Hilfe, der daraufhin erneut sein Leben für seine Muse riskiert. Das Abenteuer von neuem. Zunehmend grotesker fordert es auch tödliche Konsequenzen: Marianne zieht sowohl Ferdinand als auch sich selbst, beide auf der Suche nach der Ewigkeit, ins Verderben, bis schließlich beide die Sonne und das Meer wiederfinden ...

Drehbuch nach dem Roman "Obsession" von Lionel White
Mit "Elf Uhr nachts" hat Regielegende Jean-Luc Godard ("Week End", "Notre Musique") ein Meisterwerk der französischen Nouvelle Vague inszeniert. Längst ist die eigenwillig erzählte Hommage an den Film Noir und das amerikanische Genrekino zum Kultfilm unter Cineasten avanciert. Auch für Frankreichs Schauspiel-Ikone Jean-Paul Belmondo ("Außer Atem", "Der Profi"), damals noch am Anfang seiner Karriere, markiert der Film einen Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. An Belmondos Seite glänzt die dänisch-französische Anna Karina, Model, Schauspielerin und zeitweilig Ehefrau von Godard.
Für "Elf Uhr nachts" erhielt der Regisseur bei den British Film Institute Awards 1965 die Sutherland Trophy sowie im gleichen Jahr eine Nominierung bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig. "Ein zwischen Improvisation und Reflexion, zwischen Komödie und Tragödie schwankender, mit Anspielungen und Zitaten gespickter Film, in dem Jean-Luc Godard Eigenes und Fremdes mit der Allüre des nur seiner Inspiration verpflichteten Poeten durcheinandermischt." .




Samstag, 26. Mai 2012

03:50
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Erinnere mich
Erinnere mich

British Blues Explosion

Als in England der Rock ausbrach

DETAILS
ansehen Dossier
Schließen

Wie hat es eine Subkultur von Informatik, Science-fiction, Comic books und Videospielen geschafft, sich als dominante Jugendkultur der westlichen Welt durchzusetzen?

Zum Dossier Nerd-Alarm! Von Gamern, Geeks und großen Brillen

Samstag, 26. Mai 2012 um 03.50 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
British Blues Explosion
(Frankreich, 2010, 59mn)
ARTE F
Regie: Philip Priestley

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Der Film erzählt die Geschichte der "British Blues Explosion", die den britischen Rock 'n' Roll und emblematische Bands wie die Rolling Stones und die Beatles hervorbrachte. Der erfolgreiche Fernsehauftritt der Beatles am 9. Februar 1964 in der US-amerikanischen "Ed Sullivan Show" leitet schlagartig die sogenannte "British Invasion" in Amerika ein.

Tommy Steele, Adam Faith und Cliff Richard, die drei wichtigsten Vertreter des britischen Rock 'n' Roll, verloren Anfang der 60er ihr Image des Rebellen. Auch ihr Vorbild Elvis Presley war nach seiner Rückkehr vom Militärdienst nicht mehr der Bürgerschreck von Memphis, sondern entwickelte sich zu einer Stütze des Establishments. Viele britische Jugendliche wurden dieses gezähmten, angepassten Rock 'n' Rolls langsam überdrüssig und wollten wieder die "echte", "wilde" Musik.
Von London über Liverpool bis Newcastle spielten sie amerikanische Blues-Platten (Muddy Waters, Howlin' Wolf, John Lee Hooker) und übten die Stücke eifrig auf der Gitarre ein. Aus dieser Liebe zum amerikanischen Blues entstanden beeindruckend viele Bands unterschiedlicher geografischer und künstlerischer Herkunft, darunter die Rolling Stones, die Animals, die Yardbirds, Herman's Hermits und die Hollies. Sie ehrten nicht nur das Genre, sondern erneuerten es auch für ein junges Publikum und lösten damit eine wahre musikalische Revolution aus. Vor allem die Rolling Stones wurden zu den Anführern dessen, was man später das "Swinging London" nannte - vielleicht weil sie aus London - genauer gesagt aus dem Londoner Vorort Richmond - kamen.
Der Film erzählt die Geschichte der "British Blues Explosion", die den britischen Rock 'n' Roll hervorbrachte und zur "British Invasion" in Amerika führte. Die Dokumentation setzt Ende der 60er Jahre ein und schildert in einer kurzen Rückblende das verschlafene, vom Zweiten Weltkrieg noch wie gelähmte Großbritannien der 50er Jahre.
Anschließend beschreibt sie das musikalische Erwachen, ausgelöst durch den Sound der amerikanischen Bluesmen. Das Herzstück des Films bildet die Blütezeit der Bewegung mit den vielen neu entstehenden Formationen, allen voran die Beatles und die Rolling Stones.
Die Reise endet Mitte der 60er Jahre, als die britischen Gruppen auf USA-Tournee gingen und internationale Stars wurden. Ihr Erfolg machte die amerikanischen Bluesmen einem breiteren Publikum im eigenen Land und dann weltweit bekannt. Danach war alles anders: Vitalität und Unschuld dieser Erneuerer erloschen in den kulturellen Umwälzungen, welche die Festivals von Woodstock und Altamont sowie das Ende der 60er-Jahre-Träume darstellten.

Archivmaterial, Spielfilmauszüge, Bilder von historischen Orten sowie Aussagen von damaligen Protagonisten und Musikjournalisten bilden die Grundlage des Films. Das Archivmaterial umfasst Bilder vom England der 50er Jahre, von amerikanischen Bluesmen, vom Swinging London der 60er und von Fernsehauftritten britischer Bands im US-Fernsehen sowie in so berühmten britischen Sendungen wie "Thank Your Lucky Stars" und "Juke Box Jury".




Freitag, 15. Juni 2012

05:00
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Erinnere mich
Erinnere mich

Mods & Rockers

Rückblick auf der legendären Auseinandersetzung zwischen Mods und Rockers im Jahr 1964.

DETAILS
Dossier
Schließen

Wie hat es eine Subkultur von Informatik, Science-fiction, Comic books und Videospielen geschafft, sich als dominante Jugendkultur der westlichen Welt durchzusetzen?

Zum Dossier Nerd-Alarm! Von Gamern, Geeks und großen Brillen

Freitag, 15. Juni 2012 um 05.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Mods & Rockers
(Frankreich, 2009, 53mn)
ARTE F
Regie: Kamel

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Zweikanalton Nativ HD

Ein Generationenporträt der 60er Jahre in England anhand des Konflikts zweier Subkulturen: Mods versus Rockers. Während Mods in schicken Anzügen und aufgemotzten Motorrollern durch die Stadt fuhren, trugen Rocker Lederkleidung, lange Haare und fuhren auf schweren Motorrädern. Mods und Rockers konnten sich nicht riechen und gingen sich aus dem Weg. 1964 kam es jedoch zu einer legendären Auseinandersetzung, die internationale Schlagzeilen machte.

1964: Tausende Jugendliche aus dem ganzen Land liefern sich im südenglischen Badeort Brighton brutale Straßenschlachten. Das Ereignis nimmt Ausmaße an, die sich nicht mehr unter reinem Hooliganismus verbuchen lassen. Die feindlichen Lager bestehen aus Anhängern zweier unterschiedlicher Jugendsubkulturen, den Mods und den Rockern.
In ihrem Konflikt geht es um Kleidung, Reviere, Musikgeschmack und eine diametral entgegengesetzte Lebenseinstellung: Die Rockers erwarten nichts von der Gesellschaft, die sie als Maschine zur Zerstörung ihres Außenseiter-Individualismus verstehen; die Mods hingegen wollen das System mitprägen, sich einen Raum schaffen, in dem sie ihre Codes, ihre Vorlieben und ihre Ästhetik ausleben können.
Die Dokumentation deckt die Hintergründe dieser Eskalation auf und veranschaulicht die Wünsche und Motivationen dieser radikalen Jugend. Außerdem wird erzählt wie sehr die britische Jugend nicht nur die Paradigmen ihrer Eltern über den Haufen warfen, sondern auch die internationale Musikszene und Mode prägten.




Dienstag, 19. Juli 2011

03:15
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

One Plus One

Die Entwicklung von "Sympathy for the Devil" der Rolling Stones, verfilmt von Godard.

DETAILS

Dienstag, 19. Juli 2011 um 03.15 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
One Plus One
(Grossbritannien, 1968, 96mn)
ARTE F
Regie: Jean-Luc Godard
Kamera: Anthony Richmond
Musik: The Rolling Stones
Schnitt: Ken Rowles
Darsteller: Anne Wiazemsky, Bill Wyman, Brian Jones, Charlie Watts, Keith Richards, Mick Jagger, Anne Wiazemsky (Eve Democracy/ anonyme Frau/ Filmschauspielerin am Strand), Danny Daniels (Black Power-Aktivist), Frankie Dymon Jr. (Black Power-Aktivist), Iain Quarrier (faschistischer Buchhändler), Roy Stewart (Black Power-Aktivist), Sean Lynch (Sprecher)
Autor: Jean-Luc Godard
Produktion: Cupid Productions Ltd.
Produzent: Iain Quarrier, Michael Pearson

Stereo Nativ HD

Was haben die Rolling Stones, die Black Panthers, eine liberale Revoluzzerin namens Eve Democracy und ein faschistischer Pornobuchhändler gemeinsam? "One Plus One" gibt die Antwort, per Addition, jedoch ohne kalkulierbares Ergebnis ...

"One Plus One" ist die Summe aus den musikbesessenen Rolling Stones bei der Entwicklung ihres wohl größten Songs "Sympathy for the Devil" und den aggressiven Black Panthers im Kampf um die Emanzipation des schwarzen Volkes. Hinzuaddiert wird das Interview einer passiven Frau namens Eve Democracy, die vorgibt, sich für die Revolution zu engagieren, sowie die Lesung aus Hitlers "Mein Kampf" durch einen faschistischen Pornoheftverkäufer, der die herrschenden patriarchalischen Machtstrukturen verkörpert und verteidigt.
Als Schnittstelle der verschiedenen Elemente zeigt "One Plus One" jedoch keine Gemeinsamkeiten der Additoren auf: Der Bildlichkeit des Titels entsprechend, addiert "One Plus One" seine Bestandteile, ohne auf ein Ergebnis zu kommen. In den aneinandergereihten Szenen werden gesellschaftliche Missstände offenbart, ohne dass nach einer durch Zusammenführung der Einzelteile entstehenden Lösung gesucht wird. So bleibt jede Sequenz des Films, separat für sich bestehen - in ihrer eigenen Abfolge, in ihrer eigenen narrativen Struktur, an ihrem eigenen Ort.
Darüber hinaus liest eine Erzählerstimme aus einem politischen Pornobuch und eine Frau malt innerhalb kurzer Einstellungen sloganartige Schlagwortkompositionen an Wände, Scheiben und Autos - es geht um Freudemocracy, Cinemarxism, Sovietcong, MaoArt und viel mehr.
Die einzelnen Kapitel selbst sind kreativ und suggestiv betitelt: So tragen die Studioaufnahmen in 13 verschiedenen Einstellungen Überschriften wie "The Stones Rolling", "Sight and Sounds", "HiFictionScience", "1 Plus 1 Makes 2" und "Changes in SoCIAty". Auf dem Areal eines Autofriedhofs wird das Black-Power-Sprechstück von der "Outside Black Novel" zur "Inside Black Syntax" samt blutiger Einlagen vorgetragen. Das lange Interview mit der einsilbig "Ja" oder "Nein" antwortenden Eve Democracy in freier Natur heißt "All about Eve", wohingegen "The Heart of Occident" in der künstlichen Welt eines Porno-Comic-Ladens in Soho schlägt. Schließlich wird eine bewaffnete Filmschauspielerin unter dem Titel "Under The ST one S The Beach" von einem Filmteam am Strand gejagt. Danach wehen eine rote und eine schwarze Fahne im Wind.

"One Plus One" ist allegorischer Spielfilm und experimentelles Rolling Stones-Musikvideo zugleich, geschrieben und inszeniert von Regie-Legende Jean-Luc Godard. In seinem sozialkritischen Film hat Godard die Entwicklung des Songs "Sympathy for the Devil" (1968) festgehalten, der die Rolling Stones bei der Arbeit im Studio zeigt und diese montageartig mit absurd anmutenden, radikal gesellschaftskritischen Szenen verknüpft. Der legendäre Stones-Song steht als Metapher für die Aufbruchstimmung der 68er Jahre: Die Musik wechselt sich ab mit einem im Off verlesenen Politporno.
"Sympathy for the Devil", veröffentlicht 1968 auf dem Studioalbum "Beggars Banquet", ist eines der bekanntesten und komplexesten Stücke der Rolling Stones. Der Song entstand während einer über mehrere Tage verteilten Session in den Londoner Olympic Studios. Die Band kam ohne Vorbereitung ins Tonstudio und improvisierte ihr Lied Stück für Stück - 'One Plus One'. Der Songtext, geschrieben von Stones-Sänger Mick Jagger, erzählt vom Wesen des Teufels, der als Mann von Welt bei zentralen historischen Ereignissen mit seiner Anwesenheit glänzte - bei der Kreuzigung Jesus', bei der russischen Oktoberrevolution, beim deutschen Blitzkrieg sowie bei den Kennedy-Morden.
In den 60er Jahren bewegte sich Jean-Luc Godard, auf der Suche nach neuen, subversiven Ausdrucksformen, immer weiter weg vom realistischen Erzählkino hin zu experimentellem Umgang mit Musik, Schrifttafeln und dokumentarischen Sequenzen. Nach verschiedenen Erfahrungen mit Dreharbeiten im Kollektiv, etwa bei seinen Beiträgen zum Vietnamkrieg, war "One Plus One" der erste Film, in dem Godard seine Intention, "politische Filme politischer Art zu machen", realisieren konnte. Es war der Abschied des Meisters der Nouvelle Vague vom bürgerlichen Kino, zu dem er erst 1980 mit "Rette sich, wer kann " zurückkehren sollte.
Insbesondere nach den Ereignissen des Pariser Mai 1968 provozierte Godard immer wieder durch radikale Gesellschaftskritik in seinen Filmen. Zudem sah sich der eigenwillige Regisseur selbst als Gefangener der in der Filmindustrie herrschenden Zwänge. In "One Plus One" stellte er seine negativen Erfahrungen mit einengenden Codes, kulturellen Szenen und gesellschaftlichen Klassen dar und ging davon aus, dass die Reproduktion der künstlerischen Unfreiheiten zu deren revolutionärer Überwindung führe. Durch "One Plus One" - eine Ohrfeige an die kapitalistische Filmindustrie - geriet Godard in Konflikt mit seinen Produzenten. Als Konsequenz und in beiderseitigem Einverständnis sollten seine Werke nicht mehr dem allgemeinen Kinopublikum über den Filmverleih zugänglich gemacht werden. Die Zusammenarbeit des Regisseurs mit den Produzenten, deren Kapital und der gesamten Filmindustrie, war beendet, und die Ära der unkommerziellen, "unsichtbaren" Godard-Filme begann.
Michael Pearson, der Produzent von "One Plus One", brachte den Film später unter dem Titel "Sympathy for the Devil" heraus, kürzte die Flaggen-Einstellung am Schluss und ersetzte sie durch das fertige Stones-Stück. ARTE zeigt die Originalfassung des einzigartigen Godard-Stones-Meisterwerks "One Plus One", in der das unfertige Lied für die fragmentarische Realität steht - eine fiktionale Trash-Doku musikalischer wie konzeptioneller Art.


Erstellt: 03-05-10
Letzte Änderung: 17-08-10


+ aus Kultur entdecken