Home > Programm
TV Guide

01:35
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Nerd-Alarm!

Von Gamern, Geeks und großen Brillen

Dossier
Schließen

Ob als Nahrungsmittel oder Produkt zur Mundhygiene, als Süßigkeit oder weiche Droge - das Kaugummi ist in aller Munde.

Zum Dossier Kau Gummi, Baby !

Donnerstag, 17. Mai 2012 um 01.35 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Nerd-Alarm!
(Frankreich, 2011, 52mn)
ARTE F
Regie: Jean-Baptiste Péretié

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Schulisch begabt, aber jämmerlich im Umgang mit Mädchen und Nieten im Sport - "Geeks" galten in den 70er Jahren als Verlierer schlechthin. Dann entdeckten sie den Computer, vertieften sie sich ins Programmieren von Videospielen und identifizierten sich schließlich mit den Figuren dieser Fantasiewelten. Mit dem riesigen Erfolg der "Star-Wars"-Reihe - Geek-Figuren tauchen immer häufiger in Film und Fernsehen auf - und der Verbreitung des Internets wurde die Computertechnik zum festen Bestandteil des Lebens. Und das Image der Geeks wandelte sich. Einige von ihnen wurden ungeheuer reich. Andere waren plötzlich "cool" und angesagt. Für die Geeks war die Stunde des Triumphes gekommen.

Das Wort "Geek" stammt aus der amerikanischen Umgangssprache, und seine ursprüngliche Bedeutung von "Streber" oder "Stubengelehrter" hat sich im Laufe der letzten 40 Jahre stark verändert. In den 60er- und 70er Jahren wurde das Wort in den Vereinigten Staaten abwertend gebraucht. Es bezeichnete einen zwar sehr intelligenten, aber sozial völlig unbeholfenen Wissenschaftler oder Informatiker.
Unter "Geek" versteht man im heutigen Sprachgebrauch jemanden, der verrückt ist nach Computern und neuen Technologien. Mit der Entwicklung und massenhaften Verbreitung von Video- und Computerspielen seit Mitte der 70er Jahre, der Adaption ihrer Science-Fiction- und Fantasywelten durch Hollywood und dem Siegeszug des Internets begann für einige bislang belächelte "Geeks" eine ungeahnte Erfolgsgeschichte. In den USA und Europa haben sich viele Menschen den Begriff "Geek" zu eigen gemacht und bekennen sich dazu. Er kann auf einen Technologie- oder Science-Fiction-Fan angewandt werden, aber sein Sinn wurde erweitert. Ein "Geek" ist nunmehr jemand, der sich sehr intensiv, manchmal sogar zwanghaft, für irgendein Thema interessiert. Das Wort wird kaum noch im negativen Sinne gebraucht.
Dann gibt es da im Unterschied zum "Geek" noch den "Nerd". In den 70er- und 80er Jahren waren diese beiden Wörter fast synonym. Das eine war genauso beleidigend wie das andere. Aber während in den letzten Jahren die "Geeks" erfolgreich geworden sind und eher bewundert als bedauert werden, blieben die "Nerds" mit den ursprünglichen negativen Eigenschaften behaftet und gelten weiterhin als zwar hochintelligente, aber kontaktarme Sonderlinge. Manche von ihnen kämpfen dafür, dass beide Ausdrücke weiterhin gleichwertig verwendet werden. Andere, die Wert auf ihren Status als Angehörige einer Minderheit legen, definieren sich selbst lieber als "Nerd", denn in ihren Augen ist "Geek" schon zu angepasst.
Der Dokumentarfilm erzählt, wie eine Subkultur aus Informatik, Science-Fiction, Comics und Videospielen sich durchsetzen und zur tonangebenden Kultur werden konnte.

Filmemacher Jean-Baptiste Péretié realisierte seinen Dokumentarfilm nach einer Idee von Dimitri Kourtchine.