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Durch die Nacht mit ...

Stanley Tucci und Tom Rob Smith

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Classic goes Clubbing: Das neue monatliche Late-Night-Format „ARTE Lounge“ bringt frischen Wind in die scheinbar festgefügten Rituale der Klassikszene.

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Donnerstag, 23. Februar 2012 um 05.00 Uhr

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Durch die Nacht mit ...
(Deutschland, 2011, 52mn)
ZDF
Regie: Edda Baumann von Broen, Hasko Baumann

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Sowohl der Schauspieler Stanley Tucci als auch der Romanautor Tom Rob Smith verbinden ihre künstlerische Identität mit New York. So machen sie sich auf eine nächtliche Reise durch die amerikanische Metropole, die sie unter anderem zu Filmschauplätzen in so unterschiedliche Nachbarschaften wie Harlem und SoHo führt.

Stanley Tucci ist das, was man in Amerika einen "Supporting Actor" nennt - er lässt die Schauspieler in den Hauptrollen besonders hell erstrahlen. In den USA ist er seit Jahrzehnten ein Star, Europa erobert er aktuell als Banker mit einem Rest an Gewissen in dem Börsenthriller "Margin Call - Der große Crash". Tucci gilt als Mann mit großem Können und kleinem Ego, der auch Regie führt und Drehbücher schreibt und dessen Modestil nicht erst seit seiner Rolle als rechte Hand von Meryl Streep in "Der Teufel trägt Prada" Legende ist.
Thrillerautor Tom Rob Smith, Engländer mit schwedischen Wurzeln, ist mit den Büchern um den KGB-Agenten Leo Domidow der große Wurf gelungen. An seinem Erstling "Kind 44" sicherte sich Hollywood-Regisseur Ridley Scott umgehend die Rechte. Mit "Agent 6" ist nach "Kolyma" gerade der dritte Band um den Geheimdienstoffizier erschienen und hat sich direkt auf der "Spiegel"-Bestsellerliste plaziert. Smiths packende Actionthriller aus dem Geheimdienstmilieu der Stalinzeit nehmen es mit den großen ideologischen Verblendungen des 20. Jahrhunderts auf. "Du bist ja besessen von Diktaturen", stellt Tucci im Laufe ihrer Begegnung in New York im derzeit angesagten Restaurant "Pravda" fest. "Ich habe mich nicht getraut, neben Dir ein Sakko zu tragen", kontert Smith an anderer Stelle.
Beide eint, dass sie Geschichten erzählen wollen, die wahrhaftig sind. Gemeinsam erkunden sie New York auf den Spuren von Smiths neuestem Roman und auf der Suche nach den Dingen, die Tucci wichtig sind: Kunst, Mode und gutes Essen. Ihre Reise durch eine regnerische Nacht führt sie zu berühmten Filmschauplätzen der Stadt, zum UNO-Gebäude, zum Museum of Modern Art, nach Harlem, in das inzwischen sehr arrivierte SoHo und schließlich zu einem sozialistischen Buchladen, der eine lange Geschichte aufzuweisen hat. Die beiden gucken stets genau hin. Unter ihrer Leichtigkeit verbergen sich großes intellektuelles Wissen und die Nonchalance, Kaviar und Trotzki gleichermaßen goutieren zu können.

06:00
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Rolando Villazón präsentiert Stars von morgen

Valeriy Sokolov, Olga Peretyatko, Milos Karadaglic, Francisco Pacho Flores

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Donnerstag, 23. Februar 2012 um 06.00 Uhr

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Rolando Villazón präsentiert Stars von morgen
(Deutschland, 2011, 44mn)
ZDF
Regie: Elisabeth Malzer
Darsteller: Francisco Pacho Flores (Trompete), Milos Karadaglic (Gitarre), Olga Peretyatko (Sopran), Valeriy Sokolov (Violine)
Autor: Axel Brüggemann
Dirigent: Patrick Lange
Orchester: Junge Sinfonie Berlin
Moderation: Rolando Villazón
Produzent: Karl-Martin Lösch
Redaktion: Beatrix Conrad (Salve TV), Jörg Hitzemann (ZDF), Martin Schneider (ZDF)

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Rolando Villazón präsentiert junge Künstler: In der neuen Sendereihe "Stars von morgen" stellt der mexikanische Weltklasse-Tenor Musiker vor, die auf dem besten Weg sind, eine international erfolgreiche Karriere zu machen. In der lockeren Werkstatt-Atmosphäre der Berliner "Kulturbrauerei" beweisen jeweils vier Gäste als Solisten oder im Zusammenspiel mit dem Orchester ihr außergewöhnliches Können. Vielsprachig, temperamentvoll und mit der souveränen Lockerheit, die Villazón auf der Bühne auszeichnet, bereitet er seinen jungen Gästen das Podium für ihren TV-Auftritt.

In der ersten Folge "Stars von morgen" begrüßt Rolando Villazón die Sopranistin Olga Peretyatko, den Geiger Valeriy Sokolov, den Gitarristen Milos Karadaglic und den Trompeter Francisco Pacho Flores.
Olga Peretyatko erhielt ihre erste musikalische Ausbildung in ihrer Heimatstadt Sankt Petersburg. Ab 2002 studierte sie Gesang an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Bei Plácido Domingos renommierten "Operalia"-Wettbewerb gewann sie 2007 den zweiten Platz. Peretyatko, in der einige Musikkritiker bereits die neue Netrebko sehen, begeistert ihr Publikum vor allem mit Koloraturpartien in den Opern von Rossini und Mozart.
Valeriy Sokolov, geboren im ukrainischen Charkow, begann bereits im Alter von fünf Jahren Geige zu spielen. Sechs Jahre später trat er zum ersten Mal mit Orchester auf. Nach zahlreichen erfolgreichen Teilnahmen an internationalen Wettbewerben zählt Sokolov mittlerweile schon zu den Topkünstlern unter den jungen Geigenvirtuosen. Sein Spiel wird mit dem Yehudi Menuhins verglichen. Die ARTE-Dokumentation über den jungen Valeriy Sokolov, die vor einigen Jahren ausgestrahlt wurde, nannte ihn den "Geiger der Seele".
Der Gitarrist Milos Karadaglic wuchs in Montenegro auf und war bereits mit 14 Jahren durch Auftritte in Funk und Fernsehen in seinem Heimatland bekannt. Mit 16 begann er an der Royal Academy of London sein Studium, das er mit Auszeichnung abschloss. Es folgten seine Debüts in der Wigmore Hall und bei verschiedenen Festivals wie in Luzern, Davos und Brighton. Inzwischen konzertiert Karadaglic weltweit.
Mit dem Trompeter Francisco Pacho Flores verbindet Rolando Villazón eine enge künstlerische Zusammenarbeit und Freundschaft. Flores kommt aus Venezuela und profitierte dort von der breiten musikalischen Förderung junger Menschen, dem vorbildhaften "El sistema". In seiner Heimat hat er in diversen Ensembles und Orchestern mitgespielt und trat immer häufiger solo auf, unter anderem mit dem Simón Bolivar Jugendorchester. Seine außergewöhnliche Musikalität und Virtuosität hat er auch bei zahlreichen Konzerten in Europa unter Beweis gestellt.
Die "Stars von morgen" werden bei ihrem Auftritt auch von einem jungen Orchester begleitet, der Jungen Sinfonie Berlin unter der Leitung von Patrick Lange, dem Chefdirigenten der Komischen Oper Berlin.
In der ersten Folge steht Rolando Villazón außerdem als kompetenter Gesprächspartner der Bassbariton Thomas Quasthoff zur Seite, um den jungen Künstlern Tipps und Ratschläge für ihre Zukunft zu geben.

Rolando Villazon appears courtesy of Deutsche Grammophon Gesellschaft
http://www.deutschegrammophon.com/artist/biography?ART_ID=VILRO

06:45
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Karambolage

Sonntags um 19.30 Uhr führt "Karambolage" in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten.

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Donnerstag, 23. Februar 2012 um 06.45 Uhr

Wiederholungen:
24.02.2012 um 06:45
25.02.2012 um 05:50
Karambolage
(Frankreich, 2004, 11mn)
ARTE F
Regie: Claire Doutriaux


Sonntags um 19.30 Uhr führt "Karambolage" in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: Ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück ... vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.

(1): Der Gegenstand
Corinne Delvaux nimmt heute das Papier zum Zigarettendrehen unter die Lupe.

(2): Das Wort
Waltraud Legros untersucht heute das französische Wort "rendez-vous".

(3): Der Alltag
Vincent Lecoq stellt uns ein ganz besonderes Geschäft vor, das im Alltag der Franzosen eine wichtige Rolle spielt: der Araber vom Eck.

(4): Das Rätsel
Und zum Schluss der Sendung wie immer ein Rätsel - wie auch die Lösung des Rätsels der vorangegangenen Woche.

07:00
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Mit Schirm, Charme und Melone

Fahrkarten in die Vergangenheit

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Donnerstag, 23. Februar 2012 um 07.00 Uhr

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Mit Schirm, Charme und Melone
(Grossbritannien, 1967, 49mn)
ARTE F
Regie: John Krish
Musik: Laurie Johnson
Darsteller: Diana Rigg, Patrick Macnee
Autor: Philip Levene
Produktion: Associated British Pictures Corp.


"Mit Schirm, Charme und Melone" löst das Agentenduo John Steed und Emma Peel die skurrilsten Fälle. Spionage, Science-Fiction, Krimi oder Komödie? In dieser Folge: Emma und Steed heften sich an die Fersen eines Diktators, der über eine von Schleusern professionell genutzte Fluchtroute untertauchen will. Um den genauen Weg der Verbrecher ausfindig zu machen, doubelt Steed selbst einen Banditen und entdeckt, dass sich auf der mysteriösen Fluchtstrecke eine Zeitmaschine befindet, die es mit den Reisenden alles andere als gut meint...

Zwei Agenten - Paxton und Vincent - werden mit äußerst antiquierten Waffen ermordet: einer Pistole aus dem 16. und einem französischen Dolch aus dem 18. Jahrhundert. Die beiden sollten eine Fluchtroute ausfindig machen, auf der bereits einige Gangster unwiederbringlich aus England verschwunden sind. Ein Blatt Papier, das Emma in Vincents Fingern findet, bietet zwei Hinweise. Offenbar will sich Josino, ein nach England geflohener Diktator, der Fluchtstrecke bedienen, um endgültig unterzutauchen.
Treffpunkt mit den Kontaktleuten des Fluchtunternehmens ist eine Einkaufsstraße. Steed und Emma beobachten Josino, der mit einem auffälligen Spielzeugkrokodil in der Straße auftaucht, bei seiner ersten Kontaktaufnahme mit einer Frau, Vesta. Steed folgt Josino, Emma nimmt sich Vesta an. Doch beide haben Pech: Steed wird durch ein Double Josinos getäuscht und Emma überlebt nur knapp einen Mordanschlag.
Nun gibt Steed vor, ein gesuchter Verbrecher zu sein und geht denselben Weg wie Josino. Er wird in das Landhaus von Thyssen gebracht, der ihm ein perfektes Versteck anbietet: die Vergangenheit. Steed darf sich probeweise eine Epoche aussuchen und wählt das 18. Jahrhundert. Steed steigt in die Zeitmaschine, einen seltsam ausgestatteten Gang, und wird bewusstlos. Er erwacht im Jahre 1790 - ebenfalls in Thyssens Landhaus. Dieselbe Prozedur bringt ihn dann wieder in die Gegenwart zurück.
Er verlässt Thyssen, um das Geld für die endgültige Flucht zu besorgen. Unterdessen hat sich Emma ebenfalls der Kontaktleute bedient und wird zu Thyssen gebracht. Auch sie wählt eine Epoche. Als Emma zu sich kommt, sieht sie sich offenbar einem Vorfahren Thyssens und der Leiche Josinos gegenüber. Emma soll zu Tode gefoltert werden. In letzter Sekunde erscheint Seed, er hat herausgefunden, dass die Zeitmaschine ihre Reisenden manchmal auch auf einen Trip in den Tod schickt...

08:00
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Nächster Halt - Peking (4/5)

Die Kulturszene

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Donnerstag, 23. Februar 2012 um 08.00 Uhr

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Nächster Halt - Peking (4/5)
(Frankreich, 2011, 26mn)
ARTE F

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Die Reihe "Nächster Halt" reist in Metropolen der Welt mit glanzvoller Vergangenheit und vielversprechender Zukunft. Die französische Journalistin Emmanuelle Gaume führt jeweils in Stadtviertel, die entweder radikalen Wandel verkörpern oder fest in der Geschichte verankert sind. In der aktuellen Ausgabe der Reihe stehen fünf Touren durch Chinas Hauptstadt Peking auf dem Programm. Für die vierte Folge der Reihe hat sich Emmanuelle Gaume in der Kunst- und Kulturszene Pekings umgesehen.

Peking ist nicht nur die politische, sondern auch die kulturelle und künstlerische Hauptstadt Chinas. Die Museen der Stadt gelten als die bedeutendsten des Landes und bergen klassische Kulturschätze sowie jahrtausendealtes Wissen. Aber auch die aktuelle Kultur ist in Peking stark vertreten. Sie lebt vor allem auf der Straße, in den Geschäften und in den großen Galerien, in denen hochkarätige nationale wie internationale Künstler ausstellen. Das heutige China bringt neue Talente hervor. So macht sich das Reich der Mitte nicht nur in der Welt der Wirtschaft, sondern auch in der internationalen Kunst- und Kulturszene einen Namen.

08:25
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X:enius

Babys - Wie fördern wir sie richtig?

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Abwechslungsreich und spielerisch - Das neue Wissensmagazin auf ARTE ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenschaftssendung zugleich.

Zum Dossier X:enius

Donnerstag, 23. Februar 2012 um 08.25 Uhr

Wiederholungen:
24.02.2012 um 13:00
27.02.2012 um 17:55
X:enius
(Deutschland, 2010, 26mn)
ZDF
Regie: Eva Schmidt

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Die Sendung "X:enius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "X:enius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.

Bis vor 20 Jahren glaubte man noch, dass Babys im Mutterleib wenig bis nichts von ihrer Umwelt wahrnehmen und weitgehend reflexgesteuert sind. Heute jedoch wissen die Forscher, wie viel die Kleinen schon im Mutterleib von ihrer Umwelt mitbekommen und sich nach ihrer Geburt sogar noch daran erinnern können.
Darüber hinaus scheinen Babys - nach ersten Erkenntnissen - mit einem angeborenen Wissen auf die Welt zu kommen, das neuerdings von Entwicklungspsychologen untersucht wird. Babys sind geradezu geboren, um zu lernen: Vom Säugling hin zum Kleinkind - nie wieder lernen wir so viel, so schnell und so spielerisch wie in den ersten drei Lebensjahren.
Aber wie fördern wir Babys und Kleinkinder in den ersten Lebensjahren von null bis drei am besten, und wie sieht die frühkindliche Förderung in anderen Ländern aus? Dörthe Eickelberg und Pierre Girard sind heute in einem Waldkindergarten in der Nähe von Frankfurt und treffen dort die Kindheitsforscherin Doktor Donata Elschenbroich. "X:enius" über kleine Forscher und Entdecker und Kinder als die besten Lerner der Welt.

Zwei Moderatoren-Teams führen abwechselnd durch die Sendung:
Dörthe Eickelberg arbeitet als Regisseurin, steht als Kabarettistin auf Berliner Bühnen und wurde bekannt als freche Moderatorin auf dem Internetportal Watchberlin. Der Franzose Pierre Girard arbeitet seit 2006 als Journalist und Nachrichtenkorrespondent in Berlin.
Carolin Matzko und Gunnar Mergner präsentierten von 2008 bis 2009 in Doppelmoderation das Jugendmagazin "freiraum" in BR-alpha. Caro Matzko moderiert zudem jeden Freitag das Radio-Szenemagazin "Zündfunk" auf Bayern2. Gunnar Mergner arbeitet als Autor für das BFS-Kinoformat "Kino Kino".

08:55
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Moderne Ruinen (4/5)

Fordlândia - Henry Fords Utopia im Amazonas

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Donnerstag, 23. Februar 2012 um 08.55 Uhr

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Moderne Ruinen (4/5)
(Deutschland, 2011, 43mn)
ZDF
Regie: Christiane von Schwind

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Verfallende Denkmäler der Moderne, die von Aufstieg und Fall, von wirtschaftlicher Blüte, geplatzten Träumen und utopischen Visionen sowie von strukturellen Veränderungen und politischen Umwälzungen im 20. Jahrhundert erzählen, stehen im Mittelpunkt der fünfteiligen Dokumentationsreihe. Die einzelnen Folgen demonstrieren, wie sich die Natur - unbeeindruckt von allen menschlichen Eingriffen - den verlorenen Lebensraum zurückerobert. Die vierte Folge der Reihe stellt die einstige Musterstadt Fordlândia vor, die der amerikanische König des Automobils Henry Ford im brasilianischen Dschungel errichten ließ.

Ende der 20er Jahre realisiert der amerikanische Autokönig Henry Ford mitten im brasilianischen Dschungel seinen Traum: Er baut eine Musterstadt, in der die Menschen nach seinen Idealen leben sollen. Gepflegte Einfamilienhäuser mit Strom und Wasser, ein modernes Krankenhaus und eine Kleinindustrie mit Stechuhren und Werkssirenen entstehen. Die einheimische Presse feiert Henry Ford als "Jesus Christus der Industrie", der endlich Wohlstand und Fortschritt in den Urwald bringt. Urwald bringt.
Vordergründig dient die Siedlung Fordlândia dem Anbau von Kautschuk, dessen Saft Ford für seine Reifenproduktion braucht. Doch wichtig ist dem Autokönig auch das zivilisatorische Experiment. Sein Ideal sind kleinbürgerliche Städte, die in seiner Heimat durch die Industrialisierung immer mehr verschwinden. In Fordlândia soll das alte Amerika weiterleben. Doch die Menschen gewöhnen sich nicht an sein strenges Reglement , und auch die Natur lässt sich nicht zähmen. Trotz Millioneninvestitionen endet die Kautschukplantage nach 20 Jahren in einem Desaster. Kein einziger Liter Kautschuk wird jemals geerntet.
Noch heute leben Menschen in Fordlândia. Die Werkssirenen sind verstummt, doch die Gebäude des Visionärs Ford und die Geschichten seiner Ära existieren noch. Die Dokumentation begleitet Menschen, die sich in diesem skurrilen Ort mit dem Erbe der Amerikaner arrangiert haben. Da ist der Kleinbauer Duca dos Santos, der einige Schätze aus der Ford-Zeit bunkert. Eliseu Nogueira wohnt in einer der Ruinen, er plant ein Hotel und möchte als Bürgermeister kandidieren. Und da sind der Reporter Elias Junior und der ehrenamtliche Ortsvorsteher Expedito Duarte, die versuchen, die Gebäude vor dem endgültigen Verfall zu bewahren und zu retten, was von Fordlândia noch zu retten ist.

09:40
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Mit Schirm, Charme und Melone

Vorsicht Raubkatzen!

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Donnerstag, 23. Februar 2012 um 09.40 Uhr

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01.03.2012 um 07:00
Mit Schirm, Charme und Melone
(Grossbritannien, 1967, 49mn)
ARTE F
Regie: Sidney Hayers
Musik: Laurie Johnson
Darsteller: Diana Rigg, Patrick Macnee
Autor: Philip Levene
Produktion: Associated British Pictures Corp.


"Mit Schirm, Charme und Melone" löst das Agentenduo John Steed und Emma Peel die skurrilsten Fälle. Spionage, Science-Fiction, Krimi oder Komödie? ARTE zeigt die britische Kultserie "Mit Schirm, Charme und Melone" - im englischen Original "The Avengers" - aus den 60er Jahren mit Patrick Macnee und Diana Rigg in den Hauptrollen.

In dieser Folge: Ist ein Löwe oder ein Tiger entflohen, der Geschäftsleute und Preisbullen zerfleischt? Steed geht auf Safari, um die „Großkatze“ aufzuspüren, aber sein Jagdkollege wird getötet, und zwar in einem Schutzkäfig! Die dürftigen Hinweise führen Steed schließlich zu P.U.R.R.R., der „Philantrophischen Union zur Rettung, Rekreation und Rekonvaleszenz von Katzen“.

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Mikrobe

Lettland

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Donnerstag, 23. Februar 2012 um 10.30 Uhr

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Mikrobe
(Frankreich, 2011, 13mn)
ARTE F
Regie: Dzintars Dreibergs

Original mit Untertitel Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Schnappschüsse aus der Ex-UdSSR ist eine Reihe von 15 13-minütigen Kurzfilmen (Dokumentationen und Animationen), die von 15 jungen Regisseuren der ehemaligen Sowjetrepubliken gedreht wurden. Sie spiegeln den Blick einer neuen Generation auf ihre im Umbruch begriffene Welt wider. Diese Generation traf der Wechsel des Systems, in dem sie sozialisiert wurde, mit voller Wucht. Ganz unvorbereitet war sie mit Problemen wie Identität, Arbeitslosigkeit und Krise konfrontiert.

Mikrobe, knapp 15 Jahre alt, geht noch zur Schule. Er ist intelligent, aber undiszipliniert. Seine Leidenschaft gilt dem Skaten. Unablässig vollführt er dieselben Figuren und fällt dabei immer wieder auf die Nase. Beim Flirten stellt er sich ungeschickt an, obwohl er viel über Sex redet. Mikrobe raucht und trinkt. Eines Tages wird er bewusstlos und volltrunken auf der Straße aufgefunden. Er verspricht, sich zu bessern - falls er es schafft ...

Der 30-jährige Regisseur Dzintars Dreibergs zeichnet sich unter den Nachwuchstalenten der baltischen Staaten durch seine besondere Gabe aus, die Wirklichkeit vorurteilslos einzufangen.

10:45
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Wege aus der Arbeitslosigkeit

Die Wirtschaftskrise erreicht den Arbeitsmarkt - ein weithin gefürchtetes Szenario. Doch erzwingt wirtschaftliche Rezession Massenentlassungen, wie sie in Frankreich stattgefunden haben? Nicht unbedingt, wie der Themenabend am Beispiel von Baden-Württemberg zeigt...

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ARTE F

Donnerstag, 23. Februar 2012 um 10.45 Uhr

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Wege aus der Arbeitslosigkeit
(104mn)
ARTE F


Die Wirtschaftskrise erreicht den Arbeitsmarkt - ein weithin gefürchtetes Szenario. Doch erzwingt wirtschaftliche Rezession Massenentlassungen, wie sie in Frankreich stattgefunden haben? Nicht unbedingt, wie der Themenabend am Beispiel von Baden-Württemberg zeigt. Ist doch die Finanzkrise von 2007/2008 am "Ländle", Deutschlands Musterregion, scheinbar spurlos vorübergegangen. Doch auch hier öffnet sich die soziale Schere, und der Widerstand gegen Soziallabbau und einseitige Entscheidungen von oben wächst, wie Proteste gegen Hartz IV und "Stuttgart 21" bezeugen.

Das Thema Arbeitslosigkeit ist derzeit aktueller denn je. Die weltweite Finanzkrise hat für sinkende Beschäftigtenzahlen in verschiedenen europäischen Ländern gesorgt. Aber wirtschaftliche Rezession ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit massenhaftem Verlust von Arbeitsplätzen. Das hat die vergangene Krise, die im Herbst 2007 begann, zumindest für Deutschland gezeigt. Ein großangelegtes Konjunkturprogramm und die flächendeckende Einführung von Kurzarbeit haben vielen Beschäftigten in Deutschland ihren Arbeitsplatz erhalten.
Dennoch gab es Leidtragende unter den Arbeitnehmern. Vor allem befristete Arbeitsplätze entfielen, und sinkende Löhne sowie gestrichene Sozialleistungen haben die Anzahl derer steigen lassen, die in Armut zu geraten drohen.
Der Themenabend dokumentiert in zwei Beiträgen die Situation in Frankreich - hier gibt es immer mehr Menschen, die sich in einem Teufelskreis von Teilzeitarbeit, Zeitarbeit und Arbeitslosigkeit bewegen. In Deutschlands Musterregion Baden-Württemberg ist die Arbeitslosigkeit zwar rückläufig, doch auch hier droht immer größeren Kreisen die Verarmung.

10:45
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Volkskrankheit Arbeitslosigkeit

Während in den 50er und 60er Jahren der Arbeitsmarkt boomte sieht die Lage heute ganz anders aus.

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ARTE F

Donnerstag, 23. Februar 2012 um 10.45 Uhr

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Volkskrankheit Arbeitslosigkeit
(Frankreich, 2011, 62mn)
ARTE F
Regie: Anne Kunvari

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Während in den 50er und 60er Jahren der Arbeitsmarkt boomte und zahlreiche Unternehmer mit allerlei Angeboten Beschäftigte in ihre Firmen lockten, sieht die Lage heute ganz anders aus. Zeitverträge, Teilzeitarbeit, Kurzarbeit und prekäre Beschäftigungen mit aufstockenden Sozialleistungen halten viele Arbeitnehmer gefangen in einem Zyklus zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Da diese Entwicklung schon über einen längeren Zeitraum anhält, scheinen sich Gesellschaft und Politik daran zu gewöhnen. Schon zwei Drittel aller auf dem Arbeitsmarkt angebotenen Beschäftigungen sind befristet, und massiver Protest bleibt aus.

In den 50er Jahren beschäftigte Peugeot im Stammwerk Sochaux bis zu 42.000 Mitarbeiter. Stadt- und Unternehmensentwicklung bedingten sich gegenseitig. Schulen, Verkehrsmittel, Geschäfte, Restaurants und sogar die Wohnungen für die zu Tausenden aus Nordafrika und Osteuropa angeheuerten Arbeiter waren auf Peugeot und seine Beschäftigten zugeschnitten. Wer eingestellt wurde, hatte ausgesorgt. Heute arbeiten im Werk von Sochaux noch 12.000 Beschäftigte. Aus den Kindern der einstigen Arbeiter sind Arbeitslose oder Zeitarbeiter geworden. Und direkt an den Fließbändern stehen nur noch 6.000 Arbeiter, von denen jeder Dritte befristet eingestellt wurde.
Teilzeitarbeit, Kurzarbeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse halten die Arbeitssuchenden in einem ewigen Zyklus zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit gefangen. Von dieser diskriminierenden Form der Beschäftigung sind insbesondere Frauen, junge Arbeitssuchende, nicht qualifizierte und ältere Arbeitnehmer betroffen. Der Dokumentarfilm schildert die Lebensbedingungen dieser Arbeitnehmer zweiter Klasse, die von Unternehmensbossen, Gewerkschaftern und Jobmanagern im Stich gelassen werden, und schenkt zugleich Soziologen und Volkswirten Gehör. Sie zeigt Ursachen und Auswirkungen dieser Ausdünnung der Beschäftigung und legt die wirtschaftlichen Mechanismen bloß, die diese Entwicklung begünstigen.
Welchen Stellenwert hat die Arbeit für diese enorme Anzahl von Kurzzeitarbeitslosen? Inwieweit bedienen sie die Interessen der Arbeitgeber in der vom Finanzkapitalismus regierten Wirtschaft? Welche Rolle spielt der Staat bei diesem sozialen Ausverkauf? Der Dokumentarfilm konfrontiert das Gefühl der Isolation der in prekären Beschäftigungsverhältnissen Lebenden mit dem Diskurs über die Freiheit der Unternehmer, das Unbehagen der Jobmanager mit den Zielvorgaben der Arbeitsagenturen und die besessene Arbeitssuche der Erwerbslosen mit dem Bild des ewig faulen Arbeitslosen.
Seit langem schon scheint die Arbeitslosigkeit für die Politik keine Priorität mehr zu haben. Über die Jahre hat der dauerhafte Arbeitsplätzemangel eine erhebliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zur Folge und damit eine zunehmend ungewisse Zukunft für alle. Heute gibt es in Frankreich, alle statistischen Kategorien zusammengenommen, mehr als fünf Millionen Erwerbssuchende. Auf dem Stellenmarkt sind 60 Prozent, also zwei Drittel der Angebote, auf weniger als einen Monat befristet.

11:50
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Gemeinsam sind wir stark!

Warum ist es in Deutschland zu weniger Entlassungen gekommen als in anderen europäischen Ländern?

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ARTE F

Donnerstag, 23. Februar 2012 um 11.50 Uhr

Wiederholungen:
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Gemeinsam sind wir stark!
(Frankreich, 2011, 31mn)
ARTE F
Regie: Nadya Charvet

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Warum ist es in Deutschland während der Rezession als Folge der Wirtschaftskrise 2007 zu weniger Entlassungen gekommen als in anderen europäischen Ländern? Neben dem Rückgriff auf flächendeckende Kurzarbeit griffen in Deutschland Maßnahmen, die bereits in den 90er Jahren zwischen den Tarifparteien ausgehandelt worden waren. Dabei geht es vor allem um den Verzicht auf Gehaltssteigerungen und Sozialleistungen im Gegenzug zu Arbeitsplatzgarantien. Die Dokumentation zeigt am Beispiel Baden-Württembergs, dass die geringe Arbeitslosenquote in Deutschland allerdings keine Garantie gegen Prekarität und Verarmung ist.

Obwohl Deutschland härter von der Rezession getroffen wurde als Frankreich, wurden hier zwischen 2008 und 2010 fünfmal weniger Menschen entlassen als im Nachbarland. Die Arbeitslosigkeit ist weiterhin rückläufig. Doch die Sicherung der Arbeitsplätze wäre allein durch den massiven Einsatz von Kurzarbeit nicht möglich gewesen. Seit den 90er Jahren haben deutsche Unternehmen bei den Tarifverhandlungen im Gegenzug zu Arbeitsplatzgarantien mehr Flexibilität ausgehandelt und die Gewerkschaften den Verzicht auf Sozialleistungen akzeptiert, um Entlassungen zu vermeiden.
20 Jahre später zeigt sich, wie wirksam diese Maßnahmen in einer der schlimmsten Krisen waren. Während Europa mühsam versucht, aus der Talsohle zu kommen, und überall erschreckend hohe Arbeitslosenzahlen gemeldet werden, scheint das deutsche Modell Stärke zu zeigen. Dennoch wird es in Frankreich häufig mit Skepsis betrachtet. Die Dokumentation zeigt die Grundphilosophie dieses Modells sowie seine Licht- und Schattenseiten am Beispiel des Wirtschaftswunderlandes Baden-Württemberg. Das "Ländle" wurde von der Rezession besonders schwer getroffen und erlebt derzeit einen umso spektakuläreren Aufschwung. In der Industrie ziehen Unternehmer und Gewerkschaften an einem Strang, wenn es um den Arbeitsmarkt und die Bewahrung von Know-how geht.
Doch anderswo sieht die Realität weniger rosig aus. Die Hartz-Reform hat in den Jahren nach 2000 Millionen Beschäftigte in prekäre Verhältnisse gestürzt. Deutschland habe, so ist in der Dokumentation zu hören, sein weltweit als besonders fortschrittlich geltendes Sozialmodell geopfert. Selbst im wohlhabenden, bürgerlichen Stuttgart steigt die Empörung. Im Sommer 2010 wurde die Stadt zur Hochburg einer beispiellosen Protestbewegung gegen das ambitionierte Verkehrs- und Städtebauprojekt "Stuttgart 21". Der Widerstand steht auf seine Weise auch für den Kampf der vom System Ausgeschlossenen. Es bleibt die Frage, wie viele solcher Protestbewegungen Deutschland noch braucht, um zu erkennen, dass seine Wettbewerbsfähigkeit und seine Arbeitslosenrate von 6,9 Prozent nicht zuletzt mit dem Abrutschen eines wachsenden Teils seiner Bürger in die sogenannte Prekarität, die verringerte soziale Sicherheit durch kurzfristig und leicht lösbare Beschäftigungsverhältnisse, und in die Verarmung erkauft sind.