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ARTE Journal

Das europäische Nachrichtenmagazin

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ARTE Journal bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages.

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Donnerstag, 4. März 2010 um 19.00 Uhr

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ARTE Journal
(2010, 15mn) ARTE G.E.I.E.

16:9 (Breitbildformat)

ARTE Info, das europäische Nachrichtenmagazin, bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages. Werktags um 12.45 Uhr und täglich um 19.00 Uhr.

ARTE Info und ARTE Kultur sind jetzt in einem neuen Nachrichtenformat vereint, dem ARTE Journal. Es wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur. Werktags um 12.45 Uhr, täglich um 19.00 Uhr.

19:30
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Wildes Südamerika

(4): Leben am Abgrund

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Donnerstag, 4. März 2010 um 19.30 Uhr

Wiederholungen:
11.03.2010 um 14:00
Wildes Südamerika
(Grossbritannien, 2000, 43mn)
ARTE
Regie: Tim Scoones

Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Südamerika ist geprägt von sehr unterschiedlichen Landschaftsformen und weist extreme klimatische Bedingungen auf. Außerdem lebt auf dem viertgrößten Kontinent der Erde eine Vielfalt einmaliger Tiere. Die Anden, einer der längsten Gebirgszüge der Welt, erstrecken sich über den gesamten südamerikanischen Kontinent, von den Tropen bis zur Subantarktis. Sie haben eine unglaubliche Vielfalt an Landschaftsformen und Tierwelten hervorgebracht. Der vierte Teil der Reihe führt den Zuschauer auf eine Reise entlang des gesamten Gebirgszugs, von seinen höchsten Gipfeln auf 7.000 Metern bis hinunter auf das Niveau des Meeresspiegels.

Die Anden sind erdgeschichtlich betrachtet relativ jung. Ihr anhaltendes Wachstum setzt enorme geologische Kräfte frei. Für die dort lebenden Tiere bedeutet das extreme Herausforderungen. Bären, Pumas, Guanakos, Vikunjas, Füchse, Viscachas, Kondore, Flamingos und Kolibris haben einzigartige Strategien gefunden, um in den Anden zu überleben.
Im Norden der Bergkette erheben sich Vulkane in den tropischen Himmel. Dichte Wälder haben die Berghänge erobert und eine Welt aus steilen Hängen und versteckten Tälern geschaffen. Hier ist der Brillenbär, der einzige Bär Südamerikas, zu Hause. Der Film zeigt, wie eine Bärenmutter ihren Jungen beibringt, sich in dieser komplexen Welt zurechtzufinden. Am Beispiel des Kolibris wird veranschaulicht, wie Tiere und Pflanzen im Lebensraum der Anden voneinander abhängig sind.
In Richtung Süden öffnet sich die Vulkankette zum Hochplateau Altiplano. In einer Salzwüste finden sich Geysire, kochend heiße Flüsse und Natronseen. Flamingos führen ihre faszinierenden Balztänze in 5.000 Metern Höhe auf, während Vikunjas, Viscachas, großohrige Darwinmäuse und Füchse in kleinen Sumpfoasen um ihr Überleben kämpfen. In dieser Höhe ist die Luft gefährlich dünn, nachts fällt die Temperatur auf 20 Grad unter Null. Sogar Flüsse frieren zeitweise ein. Die Tiere des Altiplano haben daher außergewöhnliche Überlebensstrategien entwickelt. Der hier lebende Kolibri beispielsweise fällt jede Nacht in eine Art Winterschlaf, um der eisigen Kälte zu widerstehen. Im Winter, wenn sogar die Salzseen zufrieren, erreicht der Überlebenskampf eine neue Stufe und zahlreiche Tiere verlassen das Hochplateau.
Ganz im Süden, in Patagonien, ist der Winter am härtesten. Guanakos, Pumas, Füchse, Kondore und Lappentaucher leben in diesem unbarmherzigen Klima am Rande des Patagonischen Eisschildes, der größten Eisfläche außerhalb der direkten Polarregionen. Dieses Eismeer ist so groß, dass es ganze Bergketten überdeckt und niemals schmilzt. Die hier lebenden Tiere trotzen heftigen Schneestürmen und eisigem Wind mit Orkanböen. Pumas begleiten die Wildherden, jederzeit wachsam und bereit, unvorsichtige Tiere zu reißen. Den Beutezügen der Pumas folgen wiederum Kondore und Füchse. Wie alle anderen kämpfen sie darum, während des kurzen Sommers ihre Jungen zu ernähren. Die eisige Macht der Anden ist allgegenwärtig.
Mit beeindruckenden Aufnahmen von riesigen Gletschern, die vom Patagonischen Eisschild ins Meer herunterbrechen, endet die Reise und veranschaulicht somit noch einmal die gewaltige Kraft der Berge.

20:15
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The Golden Door

Sizilien, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eins mit der Natur und umgeben von den Geistern ihrer Vorfahren, bestellt die Bauernfamilie Mancuso seit Generationen das karge Land. Einzig Geschichten über die Neue Welt durchbrechen die harte Eintönigkeit ihres Lebens...

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Donnerstag, 4. März 2010 um 20.15 Uhr

Wiederholungen:
08.03.2010 um 14:45
17.03.2010 um 14:45
The Golden Door
(Frankreich, Italien, 2006, 111mn)
ARTE F / WDR
Regie: Emanuele Crialese
Kamera: Agnès Godard
Musik: Antonio Castrignanò
Schnitt: Maryline Monthieux
Darsteller: Andrea Prodan (Del Fiore), Aurora Quattrocchi (Donna Fortunata), Charlotte Gainsbourg (Lucy), Ernesto Mahieux (Dr. Zampino), Federica De Cola (Rita), Filippo Luna (Don Ercole), Filippo Pucillo (Pietro), Francesco Casisa (Angelo), Isabella Ragonese (Rosa), Massimo La Guardia (Mangiapane), Vincent Schiavelli (Don Luigi), Vincenzo Amato (Salvatore)
Autor: Emanuele Crialese
Kostüme: Mariano Tufano
Koproduktion: Arte France Cinema, WDR
Produktion: Memento Films Production, Respiro, Titti Film
Produzent: Alexandre Mallet-Guy, Emanuele Crialese, Fabrizio Mosca
Ton: Pierre-Yves Lavoué

16:9 (Breitbildformat)

Sizilien, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eins mit der Natur und umgeben von den Geistern ihrer Vorfahren, bestellt die Bauernfamilie Mancuso seit Generationen das karge Land. Einzig Geschichten über die Neue Welt durchbrechen die harte Eintönigkeit ihres Lebens: von Kartoffeln so groß wie Kutschen und Bäumen, auf denen Goldmünzen wachsen. Da trifft Salvatore eine Entscheidung: Mit seinen beiden Söhnen und seiner Mutter will er über den Ozean ins Gelobte Land und in ein besseres Leben reisen ...

Sizilien, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eins mit der Natur und umgeben von den Geistern ihrer Vorfahren, bestellt die Bauernfamilie Mancuso seit Generationen das karge Land. Einzig Geschichten über die Neue Welt - Amerika - durchbrechen die harte Eintönigkeit ihres Lebens: von Kartoffeln so groß wie Kutschen, Karotten so lang wie Kanus und Bäumen, auf denen Goldmünzen wachsen. Eines Tages trifft Salvatore Mancuso eine Entscheidung: Mit seinen beiden Söhnen und seiner Mutter will er über den Ozean ins Gelobte Land und in ein besseres Leben reisen.
Doch das "Goldene Tor" kann nicht jeder bedingungslos passieren. Um Bürger der Neuen Welt zu werden, müssen die Menschen ein Stück ihrer alten Identität zurücklassen und eine neue annehmen: Einfache Landmenschen haben sich in vornehme Stadtmenschen zu verwandeln. Immer wieder werden die Reisenden an Bord des Überseeschiffes Tests unterzogen, die Zeugnis von ihrer körperlichen und geistigen Eignung für den Eintritt in das Land ihrer Träume geben sollen.
Es gilt, körperlich kraftvoll und geistig befähigt zu sein und - vor allem - zu gehorchen. Auch die Mancusos können sich der erzwungenen Wandlung nicht entziehen, in der Hoffnung, bald ein besseres Leben zu erreichen. Auf der Reise über den Ozean lernen sie, traditionelle Gewohnheiten abzulegen und archaische Glaubenssätze zurückzulassen.
Während der vier Wochen an Bord des überfüllten Schiffes sind die Menschen unter unwürdigen Bedingungen auf engstem Raum zusammengepfercht. Salvatore jedoch hat nur noch Augen für die unnahbare und schöne Passagierin Lucy, die aus besseren Verhältnissen zu kommen scheint. Eine zärtliche Liebesgeschichte entspinnt sich inmitten des Elends und der großen Ungewissheit, die bis zum Ende des Films bleibt.

"Golden Door" ist das neue, vielfach ausgezeichnete Werk des italienischen Erfolgsregisseurs Emanuele Crialese. Zutiefst poetisch gibt das Drama die bedrückende Stimmung auf einem italienischen Auswandererschiff wieder und nimmt den Zuschauer auf eine ungewöhnliche Reise, in der sich fantasievolle mit erschreckend realistischen Momenten vereinen. Der Film erzählt die Geschichte von einer abgelegten Vergangenheit und einem verwandelten Volk - und von einer historischen Leistung.
Der 1965 in Rom geborene Regisseur Emanuele Crialese entwickelte sich mit nur drei Kinofilmen innerhalb weniger Jahre zu einem der weltweit renommiertesten Filmemacher Italiens. Nach "Lampedusa" (2002) markiert "Golden Door" bereits die dritte Zusammenarbeit Crialeses mit dem Sizilianer Vincenzo Amato. Beide verbinden Erfahrungen als Einwanderer im modernen Amerika, die ihnen immer wieder als Inspirationsquelle für ihre Filme dienen. Vincenzo Amato hat als Künstler und Architekt nie eine Schauspielausbildung genossen und besticht vor allem durch seine Natürlichkeit und Authentizität. An seiner Seite brilliert die französische Schauspielerin Charlotte Gainsbourg.
Der Zauber von "Golden Door" beruht maßgeblich in der außergewöhnlichen ästhetischen Umsetzung, die die Schauspieler niemals erdrückt, sondern im Gegenteil ihr verhaltenes Agieren unterstreicht. Crialese, ein Meister der Bildsprache, inszeniert in seinen Filmen Landschaften und Menschen als einzigartige Kompositionen aus Formen und Farben, die jedoch nie künstlich wirken. In "Golden Door" bedient er sich häufig auch surrealistischer Bilder: Sie spiegeln die Träume und Sehnsüchte der emigrierten Menschen wider.
Die besondere Brisanz des Films liegt darin, dass die gezeigten Szenen als universelle Flüchtlingsszenarien gelesen werden können und damit eine Thematik berühren, die gerade in Italien, als einem Zuwanderungsstaat, von hoher Aktualität ist. Er erinnert an die Flüchtlings- und Einwandererschicksale der Süditaliener zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ist zugleich übertragbar auf die Flüchtlinge, die sich heute zu Tausenden von anderen Kontinenten auf die lebensgefährliche Reise nach Europa machen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.
"Golden Door" wurde 2006 unter anderem bei den Filmfestspielen in Venedig als beste Neuentdeckung gefeiert und für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie "Beste Regie" nominiert.

22:05
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Let the Sun Shine in

Die Dokumentation unternimmt einen Rückblick auf die 60er Jahre.

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Donnerstag, 4. März 2010 um 22.05 Uhr

Wiederholungen:
12.03.2010 um 05:00
13.03.2010 um 12:00
Let the Sun Shine in
(Frankreich, 2007, 54mn)
ARTE F
Regie: Pola Rapaport, Wolfgang Held

16:9 (Breitbildformat)

Die Dokumentation unternimmt einen Rückblick auf die 60er Jahre. Zu sehen sind Archivbilder sowie Interviews mit den wichtigsten Machern und Schauspielern des Originalmusicals "Hair". Eine Dokumentation, in der auch die Musik dank zahlreicher Auszüge nicht zu kurz kommt.

1967 schrieb Clive Barnes, Theaterkritiker bei der "New York Times", über die Premiere des Musicals "Hair" im Public Theater: "'Hair' ist keine Geschichte, sondern ein Fest. Gefeiert werden der menschliche Körper, Marihuana, Liebe und Sex. Es ist brillant, neu, bewegend, subtil ... Ein Augenblick reiner Freude. Das aufrichtigste Stück, das derzeit in der Stadt gespielt wird. Das beste Stück. Das freieste Stück."
Die Dokumentation ist kein Musikfilm, sondern ein Film über ein Musikphänomen. Sie beleuchtet die Entstehungsgeschichte der Musicalverfilmung "Hair", zeichnet ein Bild der damaligen Zeit und stellt Orte sowie an der Produktion beteiligte Personen vor. Daneben wird gezeigt, wie an der Neuproduktion des Musicals gearbeitet wird, ein Zeichen dafür, dass das Phänomen "Hair" bis heute fortlebt.

23:00
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Tracks

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Tracks, das Magazin für Popkultur ! Themenvorschau und Archiv, Bonusmaterial und Links zu den Themen der Sendungen.

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Donnerstag, 4. März 2010 um 23.00 Uhr

Wiederholungen:
06.03.2010 um 03:00
09.03.2010 um 05:00
Tracks
(Deutschland, 2010, 52mn)
WDR

16:9 (Breitbildformat)

(1): Yoko Ono
Im Sommer 2009 bekam Yoko Ono bei der Kunstbiennale in Venedig den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk. Die Jury meinte wohl, ihr Werk sei vollbracht - nicht so Yoko Ono. Sie schob Ende September gleich ihr erstes Studioalbum seit neun Jahren nach. Zusammen mit ihrem Sohn Sean Lennon, der auf "Between My Head and the Sky" auch an Gitarre, Klavier und Drums zu hören ist, hat sie es produziert und auf dessen Label Chimera veröffentlicht. Bei den Aufnahmesessions fühlte sich die 76-Jährige an ihre Zusammenarbeit mit John Lennon erinnert. "Tracks" hat Yoko Ono in New York getroffen, mit ihr über ihr Leben geplaudert und über das, was noch kommen kann.

(2): Donk
Kombiniere 150 Beats pro Minute mit oberflächlichen Rap-Texten, drehe dazu Videos, in denen Mädchen in kurzen Röcken tanzen - und Du bist ein neuer Star im Nordwesten Englands. Die Donk-Szene, die rund um die Städte Bolton, Wigan und Liverpool entstanden ist, hat ihren sehr eigenen musikalischen Charme. Die Songs klingen mit ihrem simplen Aufbau, schlau eingesetzten Pop-Samples, Trance-Anleihen und hartem Sprechgesang verdächtig nach den deutschen Technosauriern Scooter. Die führende Boygroup des Donk ist die Boltoner Blackout Crew, bestehend aus sechs MCs, deren Texte aus ihrem Alltag zwischen Party und Sonnenbank, Handy und Sportklamotte erzählen. Von der britischen Presse belächelt, feiert die Boltoner Jugend ihre Helden, die sie am Wochenende aus der Perspektivlosigkeit herausholen und ihnen die perfekte Party liefern. "Tracks" hat die Blackout Crew in ihrem Studio und zu Hause in Bolton besucht.

(3): Live: Them Crooked Vultures
Eine Supergroup entsteht, wenn sich gestandene Musiker langweilen oder sich noch einmal selbst verwirklichen wollen. So geschehen bei Josh Homme, Frontmann von Queens of the Stone Age, Dave Grohl, Sänger der Foo Fighters, auch bekannt als bester Schlagzeuger der Welt und John Paul Jones, vor allem berühmt als ehemaliger Bassist von Led Zeppelin. "Tracks" fragte, wer denn eigentlich das Sagen habe, und war beim Gitarreninferno live in Berlin dabei.

(4): Tim Burton
Mit Filmen wie "Edward mit den Scherenhänden" (1990), "Nightmare Before Christmas" (1993) und "Charlie und die Schokoladenfabrik" (2005) schrieb Tim Burton Film-, Animations- und Gruselgeschichte. Mit seinem neuesten Werk einer schrillen Adaption von "Alice im Wunderland" setzt er jetzt noch eins drauf. Grund genug, für das New Yorker Museum of Modern Art Burtons Werk mit einer Retrospektive genauer unter die Lupe zu nehmen. Kurator Ron Magliozzi hat dafür in den dunkelsten Ecken des Burtonschen Kellers gewühlt und dabei Notizbücher, Modelle und frühe Filme des Meisters zu Tage gefördert. Herausgekommen ist dabei eine ganz spezielle Freakshow. "Tracks" reiste nach New York und sah sich das Gruselspektakel an.

(5): Fast Foot Challenge
"Räuber und Gendarm" gilt landläufig als Kinderspiel, doch bald kann man auch als Erwachsener die Bösen jagen und vor den Guten flüchten, ohne dabei rot zu werden. Bremer Informatikstudenten haben ein Programm entwickelt, mit dem GPS-fähige Handys dem Spiel eine neue Dimension geben. Die Jäger sehen den Gejagten alle fünf Minuten auf ihren Handy-Displays, während der flüchtige Räuber immer sieht, wer ihm wo auf den Fersen ist. Das Beste daran: Bald kann jeder mitspielen, denn die Bremer Entwickler planen die Veröffentlichung der Software als iPhone-App. "Tracks" ist schon mal eine Runde mit den Pionieren des real-digitalen Versteckspiels durch die Bremer Innenstadt gerannt.

(6): John Niven
Als A&R Man nahm John Niven in den 90ern die Indieheroen Mogwai und den Britpopcrooner Mike Flowers Pops unter Vertrag. Doch dann verließ er das Musikgeschäft, um sich ganz der Literatur zu widmen. Heute schreibt John Niven die blutigsten und spermalastigsten Romane der englischen Literaturszene. In seinem Romandebüt "Kill Your Friends" metzelt sich ein fiktiver A&R-Kollege durch das englische Popbusiness, sein zweites Werk "Coma" spielt im Golf- und Kleinganoven-Milieu Schottlands. "Tracks" trifft den Hobbygolfer und Meister des Splatterpop-Romans in Berlin.

(7): Pantha du Prince
Hendrik Weber alias Pantha du Prince hat sich musikalisch einiges vorgenommen: Der in Berlin und Paris lebende Produzent und DJ will mit seinem dritten Album "Black Noise" nicht weniger als Stille hörbar machen. Dafür sammelte der Elektrobastler in den Schweizer Bergen Geräusche und fabrizierte aus Klopfen, Klackern, Klicken und Klimpern elektronische Klanginstallationen irgendwo zwischen Techno, Kunst und Folklore. - "Tracks" hat sich das mal angehört.

23:55
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Jamsession mit Manu Katché und Alice Tumler

Diesmal zu Gast: Rickie Lee Jones, Hindi Zahra und Richard Bona sowie Okou.

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Donnerstag, 4. März 2010 um 23.55 Uhr

Wiederholungen:
08.03.2010 um 05:00
Jamsession mit Manu Katché und Alice Tumler
(Frankreich, 2010, 52mn)
ARTE F
Regie: Fred Fiol

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Die Musiksendung "Jamsession mit Manu Katché und Alice Tumler" bringt Rock-, Pop- und Worldmusic-Konzerte im Clubformat auf den Bildschirm. Wöchentlich, immer donnerstags, macht ARTE nach 23.30 Uhr die Bühne frei für unterschiedliche Stars und Newcomer der Musikszene. Empfangen werden sie von dem französischen Schlagzeuger Manu Katché und seiner Ko-Moderatorin Alice Tumler. Diesmal zu Gast: Rickie Lee Jones, Hindi Zahra und Richard Bona sowie Okou.

(1): Rickie Lee Jones
Rickie Lee Jones begeistert schon seit 30 Jahren das Publikum mit ihrer einfühlsamen, raffiniert-diskreten Musik. Seit ihrem Debüt-Album, das 1979 erschien und auf dem unter anderem ihr Hit "Chuck E's in Love" - eine Hommage an den Sänger Chuck E. Weiss - zu hören ist, gilt sie als Erbin einer anderen großen Musikerin: Joni Mitchell. Rickie Lee Jones' Privatleben hatte schon immer großen Einfluss auf ihre Musik; ein Beispiel ist ihre chaotische Beziehung mit Tom Waits in den 80er Jahren. Ebenfalls in den 80ern ließ sich die Sängerin in Frankreich nieder und nahm ein Jazzalbum auf. 1997 experimentierte Rickie Lee Jones mit avantgardistischen Elektroklängen wie dem "Trip Hop". Ihr jüngstes Album, "Balm in Gilead", erschien im Oktober 2009 unter Mitwirkung von Musikern wie Ben Harper oder Vic Chesnutt. (1): Hindi Zahra

(2) Hindi Zahra und Richard Bona
Hindri Zahras musikalische Wurzeln liegen in Blues und Jazz ebenso wie in der orientalischen Musik. Die junge französische Sängerin stammt von Berbern und Tuareg ab. Sie wurde in Marokko geboren, und in ihrer Familie finden sich zahlreiche berberische Künstler. Ihre Mutter und ihre Onkel machten sie mit der traditionellen Musik der Gnawa bekannt, außerdem mit Bob Dylan, Reggae und den populärsten Melodien aus dem ägyptischen Repertoire. Hindi Zahra bezaubert durch ihre bald sanfte, bald raue Stimme und nicht zuletzt auch durch ihr Äußeres.

(3): Okou
Tatiana Heintz und Gilbert Trefzger zeigen mal wieder, dass Folk und Stilmischung auch in Berlin etabliert sind. Ihre Wurzeln haben die beiden in Frankreich, der Schweiz, der Elfenbeinküste und Ägypten. Begegnet sind sie sich vor drei Jahren in Berlin. In ihrer Welt ohne Grenzen entsteht ganz selbstverständlich ein eigener beseelter Stil akustischer Musik. Das Duo nimmt sein Publikum durch die ebenso einfache wie anspruchsvolle, stets mit entrückter Begeisterung gespielte Musik für sich ein.