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On Jack's Road

Vier junge Künstler auf den Spuren von Jack Kerouac...

On Jack's Road

25/09/12

On Jack's Road

Eine Dokumentation von Hannes Rossacher - Teil 1 und 2: Samstag 29. September 2012 ab 22:10 Uhr


Vier junge Menschen machen sich auf die Reise zurück zu den Ursprüngen, auf den Spuren von Jack Kerouacs „On The Road“ quer durch Amerika. Sie lernen einander und sich selbst kennen, lernen Land und Leute kennen, schließen Freundschaften, erfahren viel über ihr Idol…

Und ganz nebenbei ist ein fesselnder Roadmovie aus der Hand des preisgekrönten Filmemacher Hannes Rossacher entstanden!

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1951 – vor 60 Jahren – schrieb Jack Kerouac „On The Road“. Der Roman erfasste das Feeling einer Generation von jungen Menschen, die schon damals die „Beat Generation“ genannt wurde. Dieser Beat, der Lebensrhythmus, schlägt laut in Kerouacs Roman, der von seinen Reisen durch das Amerika der späten Vierzigerjahre erzählt.

Jack Kerouac formuliert darin die Fragen und Bedürfnisse junger Menschen aller Jahrzehnte. Wie viele seiner Altersgenossen war er immer auf der Suche: nach der großen Freiheit, nach sich selbst, nach Drogen, nach Sex, nach dem nächsten großen Abenteuer. Auf seinen Reisen begegnete er anderen Suchenden, aber auch Menschen, die die Antworten auf ihre eigenen Fragen schon gefunden hatten. Er malt für den Leser mit seinen Worten das Bild von einem Land und einer Generation im Aufbruch und trifft damit nicht nur den Nerv seiner eigenen Generation sondern auch den vieler junger Menschen bis heute.

Im Jahr 2010 erschien erstmals eine Abschrift des Originalmanuskripts (die so genannte „Urfassung“), das Jack Kerouac 1951 in einem dreiwöchigen Rausch auf eine 40 Meter lange, selbst gebastelte Papierrolle geschrieben hatte. Die Verleger zwangen ihn damals, Namen und allzu anstößige Passagen zu ändern, sie überredeten ihn zu einem biederen Format mit Absätzen und Kapiteln. Die Urfassung ist aber viel spontaner, viel fließender, viel echter. Die wichtigsten Menschen in Kerouacs echtem Leben kommen nun namentlich vor, und die aufregendsten Geschichten werden nicht mehr verschleiert. Es ist keine andere Geschichte, aber es ist ein anderes Buch.

Der Titel sagt schon alles: „On the Road“ erzählt vom Leben auf der Straße, aber auch von der Reise des Lebens. Und von Anfang an war es ein Auslöser für junge Menschen, sich wie Kerouac auf die Reise und auf die Suche zu machen.

Am 04. Oktober 2012 kommt die erste Verfilmung des Buches ins deutsche Kino (Kinostart Frankfreich war Mai 2012): Walter Salles, der Regisseur von „Motorcycle Diaries“, hat „On the Road“ mit einer hochkarätigen Mannschaft verfilmt. Mit diesem anstehenden Film und der Neuveröffentlichung des Originaltextes ist das Buch dieses Jahr wieder besonders aktuell.

Aus diesen Anlässen sind die preisgekrönten Filmemacher Hannes Rossacher mit vier jungen Künstlern aus Europa nach Amerika aufgebrochen. Wie Kerouac damals haben sie sich auf die Reise von Ost nach West, von New York nach San Francisco begeben. Sie sind mit Autos, dem Greyhound-Bus und per Anhalter gefahren, sie haben Menschen getroffen, neue Freundschaften geschlossen und spontane und überraschende Erfahrungen gemacht.

Ausgehend von ihrem Wissen über Kerouac und ihren Treffen mit Zeitgenossen und Experten haben sie dann etwas gefunden, das viel wichtiger ist, viel näher an ihrem Vorbild: das Leben „on the road“. Immer mehr haben sie sich vom Inhaltlichen, vom Dokumentarischen gelöst und stattdessen einander und sich selbst befragt, haben wild gefeiert und erschöpft diskutiert. Jack Kerouac wäre stolz gewesen.

Dabei ist ein fesselnder Roadmovie entstanden, eine Collage aus Originalschauplätzen, Poetry Slams, Cinema Verité, Jam Sessions und neuen Abenteuern.

On Jack's Road (1/2)
Donnerstag 18. Oktober 2012 um 02.50 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, 2012, 52mn)
ZDF

Erstellt: 18-09-12
Letzte Änderung: 25-09-12