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28.10.2004 - 23.15 : tracks - 27/10/04

Interview mit Hakim Bey

Sein Buch „TAZ“ machte Hakim Bey über Nacht zur Legende. Seitdem zählt er zu den Helden der Anti-Kultur. Für Globalisierungsgegner, Raver, Hacker und andere Rebellen ist er längst Kult, denn laut Bey hat die Revolution bereits begonnen. Dieses Tracks-Special zeigt euch, wo es auf der Welt überall abgeht.

1985: Die Lunte ist entzündet. Mit dem Buch „TAZ“ fällt auch zum ersten Mal der Name Hakim Bey. Einer roch sofort das Potential des Werkes: Jim Flemming, Gründer von „Autonomedia“, einem independent-Verlag in Brooklyn. Seit seinem Erscheinen 1985 wurde „TAZ“ in zwölf Sprachen übersetzt und 20.000 mal verkauft. Ganz zu schweigen von den zig Exemplaren, die im Internet runtergeladen wurden, denn alles, was Hakim Bey schreibt ist frei von Urheberrechten. Sufismus, Anarchismus, poetischer Terrorismus sind nur einige der Themen, die das Arbeitstier in unzähligen Essays abgehandelt hat. Auf persönlichen Ruhm kann der subversive Autor aber getrost verzichten.

Hakim Bey lebt zurückgezogen von den Medien. Wer sich ihm nähern will, muss nach seiner Pfeife tanzen. Den Ort, an dem wir uns treffen sollen, erfahren wir in letzter Minute per Telefon. Das Interview findet bei ihm zu Hause statt. Der gebürtige New Yorker lebt seit sechs Jahren in einem ruhigen Kaff, dessen Namen wir natürlich verschweigen, 200 km vom Big Apple entfernt. Die Anweisungen sind klar: Die Kamera wird auf dem Wohnzimmertisch platziert und darf höchstens seine Hand filmen.

Tracks : Sag mal Hakim, was soll eigentlich diese ganze Geheimnistuerei?

Hakim Bey : "Das Buch hatte ich gar nicht so geplant. Ich fing einfach an zu schreiben und je weiter ich voran kam, desto besser gefiel es mir. Ich fand, dass einige meiner Ideen ziemlich subversiv waren, und dachte mir, dass es vielleicht besser sei, einen fiktiven Autor dafür zu erfinden. Außerdem würde es die ganze Sache mysteriöser und interessanter machen. Ich hatte ja keine Ahnung, wie interessant. Es war nie meine Absicht, einen neuen Guru oder einen geistigen Führer zu erfinden. Ich hatte niemals vor, ein Star zu werden. Man hat mich einfach dazu hochgejubelt. Dabei ist mir das völlig egal. Ruhm finde ich einfach grässlich. Ich dachte, durch das Pseudonym Hakim Bey würde der ganze Rummel an mir vorüber gehen."

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Hakim Bey
TAZ - Die temporäre autonome Zone
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Jürgen Schneider
erschienen beim ID-Verlag (1994), aber leider zurzeit vergriffen

>> ist aber auch im Internet zu finden auf nadir.org - http://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Anarchistische_Bewegungen/taz/taz.html

Die Originalfassung wurde 1991 veröffentlicht unter dem Titel
T.A.Z. - The Temporary Autonomous Zone.
Ontological Anarchy, Poetic Terrorism.
von Autonomedia - http://www.autonomedia.org/

>> Andere Schriften von Hakim Bey (engl.) - http://www.hermetic.com/bey/



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TRACKS
Donnerstag, den 28. Oktober 2004 um 23.15 Uhr
Wiederhol. am Samstag, den 30. Oktober um 17.45 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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Erstellt: 27-10-04
Letzte Änderung: 27-10-04


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