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50 Jahre deutsch-französische Freundschaft

Als deutsch-französischer Sender ist ARTE ein wichtiger Bestandteil dieser einmaligen Freundschaft und feiert den 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags daher mit einem großen Sonderprogramm.

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50 Jahre deutsch-französische Freundschaft

Als deutsch-französischer Sender ist ARTE ein wichtiger Bestandteil dieser einmaligen Freundschaft und feiert den 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags daher mit (...)

50 Jahre deutsch-französische Freundschaft

16/01/13

Marlene Dietrich: Die mutige Diva

Themenabend, Sonntag, 20. Januar 2013 um 20.15 Uhr




Marlene Dietrich ist einer der wenigen bis heute weltweit bekannten deutschen Filmstars. Bereits in den 20er Jahren arbeitete sie als Schauspielerin am Theater und in Stummfilmen, doch ihren endgültigen Durchbruch erreichte sie 1930 in „Der blaue Engel“. Gemeinsam mit dem Regisseur dieses Films, Joseph von Sternberg, ging sie Anfang der 30er Jahre nach Hollywood, um in Deutschland nicht von der nationalsozialistischen Propaganda vereinnahmt zu werden. ARTE widmet der großen deutschen Künstlerin einen Themenabend mit einer Dokumentation, die Marlene Dietrichs Beziehung zu Jean Gabin in den Mittelpunkt stellt und die Beziehung dieser beiden eigenwilligen Persönlichkeiten eingehend beleuchtet. Darüber hinaus beweist Marlene Dietrich in „Zeugin der Anklage“, dass sie nicht nur die unnahbare Diva spielen konnte, sondern durchaus zur Darstellung von Gefühlsausbrüchen in der Lage war.

Zeugin der Anklage (Krimi)
Sonntag, 20. Januar 2013 um 20.15 Uhr
Wiederholung: 23. Januar 2013 um 13.55 Uhr
(USA, 1957, 111mn), ARTE
Regie: Billy Wilder
Drehbuch: Billy Wilder, Harry Kurnitz

Eigentlich ist Sir Wilfrid Robarts gesundheitlich noch gar nicht imstande, Leonard Vole vor einem Londoner Schwurgericht zu verteidigen. Aber der berühmte Anwalt kann dem Reiz des Falls nicht widerstehen: Leonard Vole wird beschuldigt, sich aus Habgier an die reiche Witwe Emily French herangemacht und sie ermordet zu haben. Und ausgerechnet Voles Frau Christine tritt als Zeugin der Anklage auf.
Sir Wilfrid Robarts, Londons wohl berühmtester Strafverteidiger, kehrt niedergeschlagen in sein Haus zurück. Sein Arzt hat ihm geraten, seinen Beruf aufzugeben, und ihm strikt das Rauchen und Trinken verboten. Außerdem hat er ihm die strenge Schwester Plimsoll zur Seite gestellt. Die Zukunftsaussichten erscheinen dem alten Herrn also düster. Doch da kommt Sir Wilfrid der Zufall zu Hilfe, der ihn aus dem Dilemma eines Lebensabends ohne Aufregungen befreien könnte. Ein befreundeter Rechtsanwalt berichtet von einem nahezu aussichtslosen Fall. Ein gewisser Leonard Vole ist angeklagt, die reiche Witwe Mrs. French ermordet zu haben. Tatsache ist, dass Vole seit Wochen häufiger Gast der Witwe war und von ihr bewundert wurde. Wenige Tage, bevor sie tot aufgefunden wurde, hatte sie ihm ihr beträchtliches Vermögen vermacht. Vole streitet den Mord ab. Er behauptet, von dem Testament und dem Reichtum der Toten nichts gewusst zu haben. Aber er hat kein Alibi für die Mordzeit. Diese Sachlage ist ganz nach Sir Wilfrid Robarts Geschmack. Er übernimmt den Fall trotz aller Ermahnungen seines Arztes. Zunächst bittet er die Frau des Angeklagten, Christine Vole, zu sich. Sie ist der einzige Mensch, der Vole entlasten kann, wozu sie jedoch nicht bereit ist. Ganz im Gegenteil: Sie tritt am ersten Verhandlungstag sogar als Zeugin der Anklage auf!

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Eine unvollendete Liebe (Dokumentarfilm)

Sonntag, 20. Januar 2013 um 22.10 Uhr
Wiederholung am 31.01.2013 um 13.55 Uhr
(Deutschland, 2012, 52mn), WDR

Bis heute ist Marlene Dietrich ein Weltstar des deutschen Films. Als Marlene 1938 in Paris Jean Gabin erstmals kennenlernte, war Gabin seinerseits bereits der berühmteste Filmschauspieler Frankreichs. Und da das Leben mitunter jedes Drehbuch in den Schatten stellt, wurden die extrovertierte, schrille Dietrich und der bodenständige, wortkarge Gabin, als sie sich Anfang der 40er Jahre im amerikanischen Exil wiedertrafen, ein Liebespaar. Die Dokumentation erzählt von dieser deutsch-französischen Liebesgeschichte.
Die Liebesgeschichte der beiden Kinostars begann im Sommer 1941 in Hollywood. Die extravagante schrille Deutsche und der schweigsame, bodenständige Franzose waren ein so romantisches wie ungleiches Paar, vereint im Kampf gegen die Nazis. Beide zogen sie in den Krieg: sie als Frontfrau der Truppenunterhaltung, er als Panzerkommandant. Eine gemeinsame Zukunft in Frieden gelang ihnen nicht.
"Er war ein zärtlicher und liebevoller Mann und er hat mich geliebt, wie ich ihn geliebt habe. Es ist ein Verlust, an den ich Tag und Nacht denke.“ Erst mit Jean Gabins Tod im November 1976 gab Marlene Dietrich endgültig die Hoffnung auf, ihre große Liebe noch einmal wiederzusehen. Fast 30 Jahre lang hatte sie vergeblich auf eine Versöhnungsgeste des früheren Geliebten gehofft. Doch Gabin – stur wie immer – hatte jeden weiteren Kontakt mit Marlene abgelehnt. Im Gespräch mit Vertrauten Marlene Dietrichs wie Louis Bozon und Jean-Jacques Debout sowie Gabins Kindern Florence und Mathias erzählt die Dokumentation von der deutsch-französischen Liebesgeschichte zwischen „La Grande“ und Gabin.


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Erstellt: 11-01-13
Letzte Änderung: 16-01-13