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Dürfen wir Tiere essen?

Der Themenabend klärt über die globalen Folgen des Fleischkonsums auf und diskutiert Lösungsansätze.

Dürfen wir Tiere essen?

Dienstag, 27.03.2012 um 20.15 Uhr - 23/03/12

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Dürfen wir Tiere essen? - Themenabend


Am Beispiel des Hummers von David Foster-Wallace
Kiepenheuer und Witsch (2009)
Ist es eigentlich in Ordnung, aus reiner Freude am Genuss ein fühlendes Wesen in einen Topf mit kochendem Wasser zu werfen? David Foster Wallaces Reportage über das Hummerfestival in Maine könnte man auch als einen bösartigen Essay bezeichnen. Der Autor, selbst ein bekennender Fleischesser, lässt die hartnäckige Behauptung, „Hummer empfinden keinen Schmerz“, nicht gelten. Emphatisch erzählt er mit stilistischer Vielfalt vom Schicksal des Hummers, der tausendfach im Kochtopf landet. Und er kritisiert damit unsere heutige Esskultur.
"Am Beispiel des Hummers" ist das letzte Werk, des sprachmächtigen Gesellschaftskritikers, Literaturdozenten und Autors von "Unendlicher Spaß", der sich 2008 das Leben nahm.


Tiere essen von Jonathan Safran Foer
Kiepenheuer und Witsch (2010)
Dürfen wir Tiere essen? Diese Frage wirft Jonathan Safran Foer in seinem ersten Sachbuch auf. Nach zwei Roman-Bestsellern legt der amerikanische Autor einen solide recherchierten Essay über die Fleisch-Industrie vor - er schreckte hierfür nicht einmal davor zurück, nachts in Schlachthöfe einzubrechen.


Wir haben es satt! hrsg. von Iris Radisch und Eberhard Rathgeb
Residenz Verlag (2011)
"Gründe gäbe es viele. Aber ist nicht der eine schon genug: Dass wir kein Recht haben, Tiere zu essen, weil wir kein Recht haben, sie zu töten." Die beiden Herausgeber versammeln Texte aus Literatur und Philosophie, in denen es weder um Massentierhaltung, noch um ökologische oder soziale Fragen geht. Es geht um ein Naturgesetz der Liebe, Mitleid, Zivilisation oder Religion. Mit kurzen Texten führen Iris Radisch (Die Zeit) und Eberhard Rathgeb (FAZ) in Textausschnitte von u.a.Ovis, Canetti, Schopenhauer, Musil oder Gernhardt ein und versuchen damit eine Antwort zu geben auf die Frage: Wer darf wen töten? Eine sehr interessante Zusammenstellung durch die Jahrzehnte.


Wurst und Wahn - Ein Geständnis von Jakob Hein
Galiani Berlin (2011)
"Der Mensch ist nicht von den Bäumen heruntergeklettert, um sich wie ein Gibbon zu ernähren." - Jakob Heins Buch ist eine Satire, eine Abrechnung mit Mode-Vegetariern. In einer Welt der "Vegetarier der reinen Lehre" versucht ein junger Mann sich anzupassen und geht auf Fleischentzug. Vergeblich, denn die Folgen sind fatal: Aufwachen mit einem Teddybären im Mund, Zahnausfall, weil es nichts mehr zu beißen gibt. Verlust der erotischen Ausstrahlung und (...). Schließlich geht der Mann "in den karnivoren Untergrund" und versucht die Vegetarier zu erlösen. Der studierte Mediziner und Berliner Autor hat Humor - und ist selbst bekennender Mode-Vegetarier.
Jakob Hein liest aus seinem bitterbösen Buch.
Schauen Sie sich eine Lesung von "Wurst und Wahn" auf Youtube an!


Peace Food: Wie der Verzicht von Fleisch und Milch Körper und Seele heilt von Rüdiger Dahlke
Gräfe und Unzer (2011)
Unsere Ernährung kann uns krank machen - oder heilen. Das neuste Buch des Ernährungsexperten, Arztes und Psychotherapeuten Rüdiger Dahlke ist ein Plädoyer für eine rein pflanzliche Ernähung und für den Verzicht auf Milchprodukte. Wenn wir tote Nahrungsmittel zu uns nehmen, d.h. Nahrung aus stark raffinierten oder tierischen Produkten, so essen wir das Leid der Tiere mit, was sich krankhaft auf unseren Körper auswirkt. Dieses Buch verbindet wissenschaftlich fundierte Fakten über Gesundheit oder Umweltschutz mit Anleitungen zu einem gesunden und friedlichen Essen, unter anderem durch 30 vegane Rezepte von Dorothea Neumayr.


Anständig essen von Karen Duve
Galiani (2010)
"Bio-Schweine werden nicht totgestreichelt..." Erst Bio-Esserin, dann Vegetarierin, Veganerin und schließlich Frutarierin: Am Ende eines einjährigen Selbstversuchs in anständiger Ernährung isst die Autorin nur noch Gemüsesorten, die lebendige Pflanzen abschmeißen. Ein großartiges Buch über ethischen Konsum, das persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und fundierten Recherchen verbindet. Wo kommen die Lebensmittel her? Wie sieht die industrielle Landwirtschaft aus und was bedeutet sie für die Tiere?
Karen Duve liest aus "Anständig essen". Schauen Sie sich die Lesung auf Youtube an!



Erstellt: 05-03-12
Letzte Änderung: 23-03-12