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TRACKS - Donnerstag, den 11. Februar 2010

Kunst braucht Stadt!? - Stadt braucht Kunst!?
Die Mieten in den deutschen Innenstädten steigen. Büros und Geschäftshäuser breiten sich aus. Die Räume für lebendige Kreativität werden dagegen rar. Schluss damit! - zahlreiche Künstler und Kreative setzen sich zur Wehr. Ob sie nun mit gestalten möchten, sich aktiv gegen die Vetreibungsmechanismen der modernen, kommerzialisierten Stadt wenden oder sich einfach bei der Suche nach bezahlbaren Wohn- und Atelierräumen nicht mehr nur auf die Gunst anderer verlassen wollen - Künstler werden aktiv: In Hamburg werden Häuserkomplexe besetzt und in München blüht das Antlitz der Stadt durch Guerillagardening auf. Das aber auch Städte selbst anders handeln können, versucht Leipzig zu zeigen. Hier wird versucht, Künstler aus anderen Regionen anzulocken. 
Tracks zeigt verschiedene Wege, wie  Stadt und Kunst zusammen kommen - weil sie zusammen gehören.
 
Muse
Die Nuss ist geknackt, endlich: Seit zehn Jahren sind Muse in Europa eine der erfolgreichsten Bands, ihre Konzerte sind bombastisch, ihre Alben wahre Pop-Sinfonien. Nur ein Kontinent hat sich immer verwehrt: Amerika. Im selbsternannten Land der unbegrenzten Möglichkeiten war es für Muse unmöglich, die Charts zu stürmen. Trotz unzähliger Touren.
Mit ihrem neuen Album „The Resistance“ ist der Widerstand gebrochen: die drei Briten erobern die USA. Jawohl. Schließlich haben sie an England auch eine Menge zu bemängeln und tun das melodisch kund: „The Resistance“ ist ein politisches Protest-Album geworden. Jetzt nehmen Muse also die letzten Treppenstufen auf dem Weg in die Galerie der Indie-Superstars. Zeit, über ihre musikalischen Wurzeln zu sprechen!
Im Psycho Vinyl gräbt TRACKS heute die Musen von Muse aus. Widerstand zwecklos!
 
Dancing Shoes
Zeig‘ mir deine Schuhe und ich sag’ dir, wer du bist! Im Rampenlicht sehen die Großen des Pop perfekt aus: Gestylte Frisur, edler Fummel und makelloses Make-up. Das Spannendste aber entgeht den Spots: Die Schuhe. Dabei geben die so viel über die Persönlichkeit Preis. Gerrit Starczewski liegt unzähligen Bands und Sängern zu Füßen – und zwar wortwörtlich. Der Fotograf hat mit „Dancing Shoes“ ein Buch über die Fußbekleidung der Stars vorgestellt und ist zu dem Schluss gelangt: Das Schuhwerk sagt – völlig unbemerkt der großen Scheinwerfer – jede Menge über den Menschen aus. „Dancing Shoes“ zeigt große Gesten und kleine Eigenarten, schicke Pumps, durchtanzte Sneaker und – ganz Punkrock - jede Menge dreckige Füße.
TRACKS trifft den Fotografen und guckt ganz genau, wo der Schuh drückt!
 
White Rabbits
In New Yorks Künstlerviertel Brooklyn trägt man Karo-Hemden, Strickwesten und große Verantwortung: denn gerade erst hat die 6-köpfige Band „White Rabbits“ beim Plattenlabel Mute unterzeichnet – der Heimat von Bands wie Depeche Mode,  Moby und Goldfrapp. Einschüchtern lassen sich die Jungs von den großen Namen nicht, freuen sich viel mehr über die namhafte Gesellschaft. Mit ihrem von zwei Drummern getriebenen Sound mischen sie den Pop so richtig auf. Erinnern dabei zuweilen an The Specials und 10CC.TRACKS zeigt die White Rabbits live.
 
Jay Brannan
"There is no place like home" - das denkt sich auch Singer/Songwriter Jay Brannan, schnappt sich in den eigenen vier Wänden die Gitarre und 
stellt seine selbst gefilmten Folk-Perlen ins Netz. Schnell machen ihn  seine melancholisch bis ironischen Songs zum Szene-Liebling, nicht nur bei der surfenden Gay Gemeinde. Doch vereinnahmen lassen will er sich  gerade von ihr nicht. Vielmehr meidet er eher große Menschenansammlungen und den Hype um seine Person.
Denn der ist groß: nicht erst seit der ungewöhnlichen Kuss-Sequenz aus dem Kultstreifen "Shortbus".
Mit TRACKS plaudert der charismatische US-Künstler über Leben, Liebe und Leid aus Promi-Sicht.
 

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Donnerstag 11. Februar 2010 um 23.15 Uhr
Wiederholung am Samstag 13. Februar um 03.00 Uhr und Dienstag 16. Februar um 05.00 Uhr
(Deutschland, 2010, 52mn)
ZDF

Erstellt: 04-02-10
Letzte Änderung: 04-02-10


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