Für die Black Velvets ist Musik ein Full-Time Job. Seit anderthalb Jahren sind die Black Velvets die Anführer der Scouse-Szene. Die Black Velvets haben eine England-Tournee als Vorgruppe von The Who und The Killers hinter sich.Es ist kein Zufall, dass die Beatles gerade aus Liverpool stammen. In den 50er Jahren war es die erste englische Stadt die von Rock’n Roll Fieber gepackt wurde. Das lag an den amerikanischen GIs, die in einer Basis vor den Toren der Stadt stationiert waren von ihrem Heimaturlaub die ersten Scheiben von Bill Haley ins Land brachten. Aber Liverpool hat noch andere Spezialitäten. Wer auf deftige Eintöpfe steht, kann sich im Pub einen Scouse bestellen. Vom Scouse, der eine wilde Mischung aus verschiedenen Zutaten ist, stammt auch der Name der Musikrichtung, die sämtliche Stile in einen Topf wirft.
Die Dead 60s, zum Beispiel, spielen ein Mischung aus Ska und Rock die verdächtig an The Clash erinnert. Geprobt wird, keinen Kilometer von Penny Lane entfernt, bei den Eltern des Bassisten, die für die Dead Sixties ihren Dachboden geopfert haben. Der Bandname ist eine Anspielung auf die Vergangenheit. Alle Band-Mitglieder der Dead Sixties haben ihr Studium abgebrochen, um sich ganz der Musik zu widmen. Dabei werden sie von einem Label unterstützt, das sogar ihre Proben finanziert, denn in Liverpool sieht man Musik noch als Wertanlage.
The Coral waren 2002 die eigentlichen Erfinder der Scouse-Music. Mit einem Durchschnittsalter von gerade mal 19 Jahren füllt die Band aus Liverpool in England ganze Stadien.Das Geheimnis ihres Erfolges: Der legendäre Produzent mit der goldenen Nase, Ian Broudie.
Ian Broudie: "Mein erstes treffen mit The Coral - damals waren sie alle noch so um die 20 - hat mir das Vertrauen in die Menschheit zurück gegeben. Das waren Typen, die voll auf Gitarrensound abfuhren, Captain Beefheart hörten und sich massig Platten reinzogen. Ich dachte damals, so etwas gäbe es gar nicht mehr."
Ian Broudie wurde in Penny Lane geboren. Zuerst war er Gitarrist bei der Punk-Kapelle Big in Japan aber schon 1979 produzierte er die Band Echo and the Bunnymen, ebenfalls aus Liverpool, mit denen er zwei Scheiben aufnahm. Schließlich übernahm er 1989 das Mikro bei den Lighning Seeds. Inzwischen ist Ian Broudie 47. Er gilt als einer der größten Produzenten der britischen Pop-Szene und bringt demnächst seine erste Solo-Scheibe raus.
Ian Broudie: "Wenn du in Liverpool in ein Pub gehst, findest du in der Juke-Box alles Mögliche. In London dagegen, haben sie nur die Songs, die im Moment gerade angesagt sind. Bei denen zählt nur der Trend, während man in Liverpool viel offener ist. Dort hören die Leute nicht das was "in" ist, sondern das, was sie wirklich mögen."
Auch die Zutons sind ein Exportschlager der Scouse-Music. Neben „Franz Ferdinand“ zum „Mercury Prize“ nominiert, planen sie eine Tournee durch die USA. Auch sie hat Ian Broudie in die Charts gepusht. Scouse-Kapellen schießen in Liverpool wie Pilze aus dem Boden. Neueste Entdeckung sind The Little Flames.
In der Reportage zu sehen
Black Velvets
Dead 60’s
The Little Flames
The Coral
The Zutons
Echo and the Bunnymen
Links
>> Homepage der Dead 60’s
>> Homepage der Black Velvets
>> Homepage der Little Flames
>> Homepage der Zutons
>> Homepage der Coral
>> Homapeg des Labels Deltasonic
>> Homepage Ian Broudie
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TRACKS
Donnerstag, den 14. April um 23.15 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 16.04 um 17.50 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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