Ihre Lebensmittel können die Schenker nicht alle im eigenen Garten anbauen. Bei so genannten Restetouren bekommen sie das Nötige geschenkt. Auch die Müllcontainer der Supermärkte mit abgelaufenen Lebensmitteln gehören zur Restetour. Wühlen im Müll für die gute Sache. Der örtliche Recyclinghof trägt ebenfalls zu Versorgung bei. Als Nutznießer einer Wegwerfgesellschaft fühlen sich die Schenker aber nicht. Andreas Leblang, katholischer Pfarrer: "Unser ganzes Finanzsystem ist im Grunde darauf aufgebaut, was Geld für Geld abwirft, und insofern völlig unbiblisch. Ich denke schon, dass wir als Gläubige und die Kirchen in ihrer Verkündigung und solche Bewegungen da noch mal in gewisser Weise einen Einspruch einlegen können und sollen. Wir können das nicht erzwingen, wir können das nicht völlig ändern, aber man kann dann andere Wege bezeugen.“
Abgesehen vom Haus der Gastfreundschaft, das ihnen ein Unterstützer kostenlos überlassen hat, leben die Schenker nicht in Häusern. In selbstgebauten Jurten oder in Erdhöhlen versuchen sie naturnahes Wohnen ohne Geld.
Öff! Öff!: "Ich nenn das Ganze Visionshöhle, weil ich sozusagen in die Tiefe gebuddelt habe, damit sich die Visionen des Menschen in die Höhe des Himmels weiten mögen. Das ist eine einfache, sehr naturgemäße Weise, sich eine Wohnung zu machen. Es verschwindet in der Landschaft, es verbraucht keine Fläche, man kann obendrauf wieder was anpflanzen, wenn man möchte, es verringert den Aufwand an Heizmitteln, dadurch, dass es hier so einen Kellereffekt gibt. Im Sommer ist es bisschen kühler hier, im Winter ist es ein bisschen wärmer.“
Links>> Website zur Schenker-Bewegung
>> Offizielle Homepage des Schenker-Ashram-Projektes
>> Das Haus der Gastfreundschaft








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