Beide waren Mitglied der Schweizer Sterbeorganisation „Exit“ und sind mit deren Hilfe freiwillig aus dem Leben geschieden. Den selbst gewählten Tod seiner Eltern hat der 46-Jährige jetzt in seinem bewegenden Debütroman "Schlemm" verarbeitet. Eine fiktive Geschichte zwar, dennoch mit einem großen biografischen Anteil. Er werde sterben, erklärt der 75-jährige Bridgemeister und Mathematiker Paul Salamun seinem Sohn Luca, nachdem bei ihm Krebs diagnostiziert wurde. Nicht er allein, sondern Mama und er gleichzeitig. Während Luca versucht, die Beweggründe seiner Eltern zu begreifen, lässt Paul bei der letzten Wanderung mit seiner Frau das gemeinsame Leben Revue passieren.
Aus den Perspektiven von Vater und Sohn nähert sich Nicola Bardola wie in einer literarischen Partie Bridge den entscheidenden Ereignissen und entwirft damit ein fesselndes Familienporträt. Mit „Schlemm“ hat Nicola Bardola ein Tabuthema aufgegriffen, das gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion um Patientenautonomie und Sterbehilfe leistet. Ute Hoffarth hat Nicola Bardola im Haus seiner Eltern im Engadin getroffen.
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Buch
Schlemmvon Nicola Bardola
A 1 Verlagsgesellschaft, 2005
ISBN 3-927743-79-8
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LinksUnser Dossier zum Themenabend "In Würde sterben"
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Metropolis
Autorin: Ute Hoffarth
Samstag, den 25. Februar 2006 um 00.30 Uhr
Wiederholung am Sonntag, 26. Februar um 18.05 Uhr
Redaktion: SWR
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