Sie hat große Konzertsäle zum Jubeln gebracht, in München, Brüssel, Frankfurt, Helsinki. Vor kurzem hatte sie ihren ersten Soloauftritt bei den Salzburger Festspielen. Vor ihr liegen Konzerte in Berlin und Köln, in Washington und Jerusalem.
Das Geheimnis der Baiba Skride: Sie spielt glasklar, ehrlich, ganz unangestrengt, ja sie singt auf ihrer Geige. Sie spielt, was alle spielen: Bach, Schubert, Mozart. Doch die 23 jährige hat ihren eigenen Ton gefunden, einen Ton, der aufhorchen läßt. Der ist Ergebnis eines Lebens, in dem sich alles um das eine dreht, um die Geige.
In Riga hat Baiba Skride als 4jährige zu spielen begonnen. Auch die Eltern sind Musiker. Die schicken sie mit 15 auf die Musikhochschule nach Rostock. Im selben Jahr spielt sie bereits beim Eurovisionswettbewerb in Lissabon. Und schließlich als 20jährige das große Karriere-Ereignis: Gewinnerin des Königin-Elisabeth -Preises in Brüssel. Ihren schönen Sound erzeugt sie auf einem Juwel: einer Stadiwari von 1708. Drei Jahre darf sie die leihweise spielen. Eine Art erotische Kurzzeitbeziehung.
Scheu vor den schwierigen vertrackten Partituren hat sie nicht. Bartoks Sonate. Die ist, neben anderem, auf der neuen Platte. Für das Plattencover haben Stylisten sie in Typen zerlegt. Und ihr hats Spaß gemacht.
Ihr Gott heisst natürlich Bach. Dessen Partita Nummer 2 hat nun auch sie eingespielt: voller Ruhe, Licht, Natürlichkeit. Ein musikalisch wie technisches Meisterstück. Die Karriere der Baiba Skride: nicht mehr aufzuhalten.
CDs
Baiba Skride Violin
W. A. Mozart & M. Haydn Violinkonzerte
Künstler: Baiba Skride, Hartmut Haenchen, Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach
Beide bei Sony Classical
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>> Weitere Hörproben
Links
>> Artikel und CD-Kritik - www.klassik-heute.com
>> Informationen zu Baiba Skride - www.kdschmid.de
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Metropolis
Bericht: Reinhold Jaretzky
Samstag, den 28. August 2004 um 23.35 Uhr
Wiederholung am Sonntag, 29. August um 17.50 Uhr
Redaktion: ZDF
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