Mit zielloser Neugierde treibt es den Starfotografen Thomas und seine Kamera durch ein Swinging London, das gerade den Style erfindet. Eines Tages macht Thomas in einem Park Fotos von einem Liebespaar. Als die Frau ihn entdeckt, verlangt sie erregt die Herausgabe des Films. Sie verfolgt ihn sogar bis in sein Atelier und macht ihm dort ein unzweideutiges Angebot. Zum Schein geht der junge Fotograf darauf ein, händigt ihr jedoch einen falschen Film aus, denn der richtige Film interessiert ihn jetzt umso mehr. Als er ihn entwickelt, entdeckt er auf den Vergrößerungen fatale Details, unter anderem das verschwommene Gesicht eines Mannes, einen Revolver und schließlich einen Körper, der verkrümmt unter einem Baum liegt. Thomas glaubt, einen Mordanschlag entdeckt zu haben, doch als er an den Tatort zurückkehrt, ist die Leiche verschwunden.
Das Swinging London veranlasste 1965 den italienischen Regisseur Michelangelo Antonioni, seinen Film Blow up in London mit englischen Schauspielern und der Youthquake-Band The Yardbirds zu drehen. Das Drehbuch entstand nach einer Erzählung von Julio Cortázar. Der Film lässt daran zweifeln, ob das, was wir sehen, wahr oder falsch ist. Antonioni fängt die Atmosphäre des Swinging London perfekt ein. Es ist die Zeit der Carnaby Street, der knabenhaften Models und der Pop-Art. Legendär ist auch der Auftritt der Yardbirds, bei dem Jeff Beck seine Gitarre vor einem apathischen Publikum zerlegt. Blow up erhielt 1966 die Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes. Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "In Inszenierung, Fotografie und Darstellung hervorragender Film von Antonioni, der die Faszination des Bildes als Abbild tatsächlicher oder vermeintlicher Wirklichkeit und die Möglichkeiten der Manipulation aufzuzeigen versucht und zugleich ein Porträt der 'Beat-Generation' zeichnet."
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Blow Up (IMDb)
Michelangelo Antonioni (IMDb)--------------
23.15 Blow up
Blow Up 16:9 / 107 Min.
Spielfilm, Großbritannien 1966, Original mit deutschen Untertiteln
Regie: Michelangelo Antonioni
Drehbuch: Michelangelo Antonioni, Tonino Guerra, Edward Bond
Kamera: Carlo di Palma
Musik: Herbie Hankock, The Yardbirds
Produktion: Premier
Produzent: Carlo Ponti, Pierre Rouve
Mit: Jane Birkin ("Die Blonde"), Gillian Hills ("Die Brünette"), David Hemmings (Thomas), Vanessa Redgrave (Jane), Sarah Miles (Patricia), Veruschka Gräfin Lehndorff (Verushka), Peter Bowles (Ron), Jeff Beck, The Yardbirds






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