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In Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung - 14/12/05

Grenzgänger

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Ein Schwerpunkt des Programms am ARTE Stand der Buchmesse 2005 steht unter dem Motto "Grenzgänger":
Dagmar Schwelle, Uwe Rada, Artur Becker und Marica Bodrožić sind in Richtung Osten gefahren, um ihren ganz eigenen Blick auf die Länder Mittel- und Osteuropas zu werfen. Auch Orhan Pamuk, der diesjährige Friedenspreisträger, ist ein Grenzgänger zwischen zwei Welten: zwischen Orient und Okzident; ebenso die Comiczeichnerin Marjane Satrapi, die in Teheran aufgewachsen ist und heute in Paris lebt.

Blättern Sie in den literarischen Reisereportagen von
Artur Becker und Marica Bodrožić

und kommen Sie mit auf einen interaktiven Spaziergang
- mit Orhan Pamuk durch seine Heimatstadt Istanbul,
- mit Uwe Rada an der Oder entlang,
- mit Marjane Satrapi nach Teheran
- mit Dagmar Schwelle zu 5 geteilten Grenzstädten


Artur Becker

Sie kennen Bartoszyce nicht? Das ist ein Ort im polnischen Ermland/Warmia, Ostpreußen, dicht an der Grenze zu Russland. Dort ist Artur Becker, Prosaist und Lyriker polnischer Muttersprache und deutscher Literatursprache, 1968 geboren. Seit 1985 lebt er in Deutschland. Er veröffentlichte u.a.: »Der Dadajsee« (Roman, 1997), »Der Gesang aus dem Zauberbottich« (Gedichte, 1998), »Dame mit dem Hermelin« (Gedichte, 2000) und im Hoffmann und Campe Verlag »Onkel Jimmy, die Indianer und ich« (Roman, 2001), »Die Milchstraße« (Erzählungen, 2002), »Kino Muza« (Roman, 2003). In Vorbereitung: »Die Zeit der Stinte« (Novelle, 2006) und »Das Herz von Chopin« (Roman, 2006). Mehr Informationen unter: www.arturbecker.de oder treffen Sie Artur Becker auf der Buchmesse bei uns am ARTE Stand am 21.10. im Gespräch mit dem Journalisten Jörg Plath.



Marica Bodrožić

Marica Bodrožić, geboren 1973 in Dalmatien, heutiges Kroatien, lebt seit 1983 in Deutschland. Sie studierte Kulturanthropologie, Psychoanalyse und Slawistik in Frankfurt am Main. Ihre ersten literarischen Arbeiten, Prosa, Essays und Lyrik, veröffentlichte sie in Zeitungen und Zeitschriften (FAZ, Manuskripte, Lettre Internationale) und im Hörfunk. Marica Bodrožić lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Zuletzt veröffentlichte sie im Suhrkamp Verlag den Roman "Der Spieler der inneren Stunde".




Orhan Pamuk

Am 7. Juni 1952 wurde Orhan Pamuk, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller der Türkei, in Istanbul geboren. Bevor er sich dem Schreiben zuwandte, studierte er Architektur und Journalismus. Der Autor, der mit seiner Tochter in Istanbul lebt, bekommt am 23. Oktober in Frankfurt den Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen. Am ARTE-Stand der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wird am 19. Oktober um 15.00 Uhr die Vorabpremiere des Filmporträts "Die Entdeckung der Einsamkeit - Orhan Pamuk" präsentiert, das demnächst auf ARTE ausgestrahlt wird.



Uwe Rada

Der Journalist und Schriftsteller Uwe Rada, der 1963 in Göppingen geboren wurde, hat bis zu seiner heutigen Profession eine abwechslungsreiche berufliche Laufbahn hinter sich. So war er bereits LKW- und Gabelstaplerfahrer, Redakteur bei der taz und ist seit 2000 in der Berlin-Redaktion der taz für Debatten und Serien zuständig. Im Rahmen des „Grenzgänger-Programms“ der Robert Bosch Stiftung hat er sich auf eine Reise in Grenzstädte entlang der Oder begeben und präsentiert die Ergebnisse seiner Reise am 20. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse am ARTE-Stand. Mehr Informationen zu Uwe Rada finden Sie auf seiner Homepage.



Marjane Satrapi

Marjane Satrapi wurde 1969 in Rasht geboren und wuchs in Teheran auf. Heute lebt sie in Paris und arbeitet dort als Illustratorin.
In ihrem ersten Comic "Persepolis" erzählt Marjane Satrapi ihre eigene Geschichte vom Aufwachsen im Iran. "Persepolis" hat in Frankreich rasch begeisterte Zustimmung sowohl bei den Lesern als auch bei der Kritik ausgelöst und gewann dort zahlreiche Preise. Die Frankfurter Buchmesse hat "Persepolis" als Comic des Jahres 2004 ausgezeichnet. In diesem Jahr präsentiert sich Marjane Satrapi am 20. Oktober auf dem ARTE-Stand der Buchmesse mit ihrem neuen Comic "Sticheleien". Hier liefert sie einen Einblick in vertraute Gespräche iranischer Frauen. Respektlos, überraschend und scharfzüngig reden diese über ihre Ehen, Sex und die Liebe. Marjane Satrapi relativiert damit auf eindrucksvolle Weise das Bild der sprachlosen, geduckten Frau unter dem Schleier.



Dagmar Schwelle

Dagmar Schwelle wurde 1970 in Wien geboren. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften war sie Redakteurin bei der österreichischen Tageszeitung “Die Presse” und anschließend bei dem Nachrichtenmagazin “profil”. Später absolvierte sie noch ein Fotografiestudium in Vancouver und lebt heute als freie Fotografin in Hamburg. Im Rahmen des "Grenzgänger-Programms" der Robert Bosch Stiftung besuchte sie fünf geteilte Grenzstädte. Die Kindheit in Wien - nah am Eisernen Vorhang, nah an einer Welt, von der man nichts wußte - hat sie neugierig gemacht auf die fremden Nachbarn im Osten. Bei ihrem neuen Projekt zu den fünf Grenzstädten mit dem Arbeitstitel "Die da drüben" interessiert sie sich dafür, wie sich innere Landkarten mit der Zeit ändern. Mehr Informationen auf ihrer Homepage.


Erstellt: 14-10-05
Letzte Änderung: 14-12-05