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ARTE KULTUR

Die "Meistersinger von Nürnberg"

Wagneropern haben meist einen mythologischen Hintergrund. Nicht so seine "Meistersinger von Nürnberg". Sie stützen sich auf Berichte über wirkliche Personen aus der Zeit des bekannten Meistersingers Hans Sachs.

Auf der Bühne

Die Reportage sehen (real video - 3mn31)

Die "Meistersinger von Nürnberg" sind ein gefürchtetes Monstrum im Repertoire: eine Riesenproduktion von viereinhalb Stunden, mit 115 Sängern. Klaus Weise, der Generalmusikdirektor des Opernhauses Halle hat sich nun in Genf ihrer angenommen.

Die Meistersinger, das waren Mitglieder der früheren Musikgilden (15. und 16. Jahrhundert). Ihre Gedichte und Lieder leiteten sich aus dem Minnegesang ab. Die meisten Künstler dieser Gilden waren Handwerksmeister. Wagner karikiert in der Oper "Meistersinger von Nürnberg" einige Auswüchse dieser Gilden. Die Hauptfigur ist Hans Sachs, Sohn eines Schneidermeisters aus Nürnberg: Der Spruchdichter, Dramatiker und Meistersinger verbreitete mit seinen Werken ("Die Wittembergische Nachtigall", 1523) die Lehre Martin Luthers. In Genf wird er von Albert Dohmen dargestellt. Mit seinen Meistersingern hoffte Wagner, den Kern des deutschen Lebens seiner Zeit zu treffen. Das ist ihm gelungen.
Und Klaus Weise hat es in seiner bescheidenen Art geschafft, dem Orchester des Genfer Theaters eine grosse Wagner-Oper schmackhaft zu machen.
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Aufführungen
Les Maîtres chanteurs de Nuremberg
bis zum 31. Dezember 2006
im Grand théâtre von Genève
>> Offizielle Website

Die Oper
Les Maîtres chanteurs de Nuremberg
Musikalische Leitung: Klaus Weise
Inszenierung: Pierre Strosser
Mit: Albert Dohmen, Walter Fink, Josef Wagner, Dietrich Henschel...
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ARTE Kultur
Dezember 2006

Erstellt: 19-12-06
Letzte Änderung: 19-12-06