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Glenn Gould

Fast ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod scheint der Pianist Glenn Gould lebendiger als je zuvor. Interview mit Tim Page | Goulds Klavierstuhl | Ein Mythos (...)

Glenn Gould

13.05.05 um 22.05 Uhr

Glenn Gould: Jenseits der Zeit

Dokumentarfilm von Bruno Monsaingeon


Fast ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod scheint der Pianist Glenn Gould lebendiger als je zuvor. In den 60er Jahren hatte er sich aus dem Konzertbetrieb und öffentlichen Leben zurückgezogen und nur noch für Studioaufnahmen gespielt. Bruno Monsaingeon erweckt ihn mit diesem posthum entstandenen Porträt neu zum Leben: Die Dokumentation beleuchtet die Person, das Werk und die Lebensphilosophie dieses außergewöhnlichen Musikers. Am Sonntag, den 14. Mai 2006, um 19.00 Uhr, zeigt ARTE außerdem den Konzertfilm "Glenn Gould - Rezital J.S. Bach".

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Glenn Gould bewegte die Gemüter: Für die einen galt er als Scharlatan, für die anderen war er der Inbegriff des "modernen Interpreten". Unbestritten allerdings blieb seine Vielseitigkeit. Bekannt war er als Autor und Regisseur für Radio- und Fernsehsendungen, aber vor allem als Pianist mit unkonventioneller Spieltechnik. Als er sich mit 30 Jahren entschied, nur noch für Studio-, Fernseh- und Filmaufnahmen zu spielen, rebellierte er auch gegen die Tradition des bürgerlichen Konzertbetriebs. Nach seinem frühen Tod in den 80er Jahren begann seine posthume Medienkarriere. Auch heute noch gilt er als eine der ausgefallensten Persönlichkeiten der klassischen Musikwelt. Als Verfasser von vier Büchern und Regisseur mehrerer Filme über Gould kann Bruno Monsaingeon als Gould-Kenner bezeichnet werden. Mit seinem filmischen Porträt wirft er ein neues Licht auf das Leben des Künstlers, bringt die Person mit der Musik und dem lebensphilosophischen Hintergrund zusammen und versucht dabei auch Fragen zu beantworten, die sich aus heutiger Sicht stellen: Zahlreiche musikalische Ausschnitte, Konzerte und Studioaufnahmen, die zwischen 1948 und 1982 gefilmt wurden, untermalen das Programm und bieten die Gelegenheit, Bach, Beethoven, Brahms, Schubert und Weber, aber auch Prokofjew, Chopin und Hindemith zu hören. Außerdem wird ein kurzer Ausschnitt aus einer Komposition von Glenn Gould selbst gezeigt, dargeboten am Klavier von Emile Naoumoff.

Die Dokumentation von Bruno Monsaingeon ist aus einer langjährigen Zusammenarbeit und Freundschaft entstanden und wurde mit dem FIPA d'or 2006 in der Kategorie Musik und darstellende Kunst ausgezeichnet.


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Samstag, den 13.05.2006 um 22.05 Uhr

Glenn Gould: Jenseits der Zeit
106 Min.
Dokumentarfilm, Frankreich 2005, ARTE F, Synchronfassung, Erstausstrahlung
Regie: Bruno Monsaingeon

Erstellt: 04-05-06
Letzte Änderung: 04-05-06


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