Blindes Hühnersterben
Klimakiller Kuh-Rülpser
Und es bleibt ein Umweltproblem. Die heutige Viehhaltung trägt bedeutend zum Klimawandel bei. 18 Prozent der Treibhausgase kommen aus der Landwirtschaft, davon wiederum 80 Prozent aus der Tierzucht. Täglich geben die Rindviecher beim Atmen große Mengen CO2 ab, täglich entweichen aus den Mäulern und Hintern der Wiederkäuer tonnenweise klimaschädliches Methan. Hinzu kommen Bodenerosion, Wassermangel und Trinkwasserverseuchung. Und das ökologische Desaster: Es werden 16 Kilogramm Getreide benötigt, um 1 Kilogramm Fleisch zu produzieren. D.h. im Klartext: Die Tiere werden durch Unmengen an Getreide dickgezüchtet, fressen also weg, was viele hungernde Menschen auf dieser Welt ernähren könnte. Und die Fleischindustrie schluckt Wasser in rauen Mengen: In einem Kilo Fleisch stecken rund 15.500 Liter Wasser - damit könnte man ein Jahr lang täglich duschen.
Der ungesunde Biss
Im Welt-Wurstland BRD wird mehr ungesund vollgestopft, als gedurstet oder gehungert. Wie die Tiere, so erleiden auch immer mehr Menschen durch „Fleischeslust“ einen Herzinfarkt. Oder sie erkranken an Krebs, bekommen Diabetes oder Kreislaufprobleme. Besonders ungesund ist rotes Fleisch, vor allem weiterverarbeitet zu salz- und nitrithaltiger Wurst. Der regelmäßige Verzehr von rotem Fleisch verdoppelt das Darmkrebsrisiko, das Lungenkrebsrisiko steigt um 20 Prozent. Fisch halbiert das Krebsrisiko - bringt aber die gleichnamigen Schalentiere in Gefahr und mit ihnen die Fische. Die Meere um Europa sind schon zu großen Teilen leergefischt, Thunfisch und Makrele schwinden überall rapide und der weltweite Sardinenbestand steht bereits kurz vor dem Zusammenbruch. Wenn schon Tiere essen, dann also nur noch das gesündere Biofleisch, ohne Tiermehl, Hormone und Antibiotika und mit dem doppelten Anteil an lebenswichtigen ungesättigten Fettsäuren? - Auch die werden nicht totgestreichelt. Und dürfen wir überhaupt Tiere töten, um sie zu essen?
Der Mensch ist, was er isst (Feuerbach)
Die Entscheidung, Tiere zu essen treffen die meisten Menschen mit den Zähnen und nicht mit dem ganzen Kopf. Kein Mensch würde heutzutage ohne Fleischverzehr hungern - es geht um Gier, trieb- und instinktgesteuertes Essen. Das Gesicht auf der Mortadella lacht uns unwiderstehlich an, Intelligenz und Gefühle der Tiere werden erfolgreich verdrängt. Darf ein Lebewesen ein anderes töten? - Nein, aber der Mensch kann sich für viel Geld sündenfrei kaufen, mit Pseudotieren aus Pflanzenfleisch, mit Tofu-Wiener und Hühnchen aus Sojaeiweiß. Die Tofu-Tiere werden mittlerweile sogar in Buddhismus und Hinduismus als Opfergaben anerkannt. Also, gesegnete Mahlzeit!
Die Besseresser
Trotzdem oder genau wegen dieses reinen Gewissens werden Vegetarier oft als Gutmenschen verschrien, die ihre moralische Überlegenheit ausspielen, nur, damit sich andere schlecht fühlen. Sie müssen nicht einmal ihren Mund aufmachen, um für eine ethisch korrekte Ernährung zu sprechen oder Andersgesinnte gar als Fleischfresser oder Massenmörder zu bezeichnen. Schon als stumme Mitesser sind sie die reine Provokation. Oder sie werden als Mode- oder Wochenend-Vegetarier verlacht, als Pseudo-Ethiker, die immer mal wieder am Hot Dog Stand rückfällig werden. - Und wenn schon: Alles ist besser, als so weiterzumachen.





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