Ich mache nur das sichtbar, was in unserer Welt sehr abstrakt geworden ist, womit man keine Berührung mehr hat.
>> Bonus: Iris Schieferstein und die Schwierigkeiten, Hufschuhe zu machen
Letztlich wurde man sich einig: Die Künstlerin darf nicht mehr alles verwenden, was sie an Material auf der Straße findet, sondern nur noch Tiere, die man halten, schießen oder essen kann. Damit kann sie gut leben und erfindet permanent neue Fabelwesen für Ausstellungen auf der ganzen Welt. Das Interesse daran ist für Iris Schieferstein ganz logisch:
Iris Schieferstein
Ich bringe halt Dinge zu Tage, die die Menschen nicht sehen, vielleicht haben sie damit dann eine Berührungsangst. Oder denken, ich würde die irgendwie nicht respektvoll behandeln. Das ist aber…also das stimmt einfach nicht. Ich mache nur das sichtbar, was in unserer Welt sehr abstrakt geworden ist, womit man keine Berührung mehr hat, und das ist ja in unserer Gesellschaft, explizit in Deutschland, eh der Fall, dass man mit dem Tod seltenst konfrontiert wird.
Privat hat Iris Schieferstein nicht nur jede Menge tote Tiere in der Tiefkühltruhe, sondern auch lebendige: sie hat zwei Pferde vor dem Schlachter gerettet und würde an sie niemals Hand anlegen. Selbst, wenn der elegante Trab zu einem weiteren Paar Hufschuhe inspiriert. Die trägt dann der Tod, in der neuen Installation „Der Tod und das Mädchen“ Übrigens, wen wunderts, ihr Lieblingsthema.
>> Bonus: Iris Schieferstein erklärt die Installation "Der Tod und das Mädchen"
Tracklist:
- ‘Oblivion’ – Grimes (4 AD/ Beggars/ Indigo)
- ‘Gold on the ceiling’ - Black Keys (Warner)
- ‚On the Lake‘ – Triosk/Jan Jelinek (Scape Music)
- ‘Keep it for you own’ – Pop etc (Universal)






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