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Sonntags um 17.45 Uhr auf ARTE

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Sonntags um 17.45 Uhr auf ARTE

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Samstag, 28. Juni um 13.00 Uhr - 26/06/08

Die Wachau

Ob im Knödel, als Marmelade oder als Schnaps - die Marille ist vielseitig und äußerst schmackhaft. In der Wachau ist sie neben Kirschen, Äpfeln, Birnen und Trauben die bekannteste Obstsorte der Region. "Zu Tisch in..." schaut der Familie Grossinger bei der Marillenernte über die Schulter. Hier muss die ganze Familie mithelfen beim Pflücken, Verarbeiten und Verkauf der schnell verderblichen Frucht.

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In der Wachau, 50 Kilometer vor den Toren Wiens zu beiden Seiten der Donau gelegen, werden seit alters her Wein und Obst angebaut. Die Erntesaison beginnt im Juni mit den Kirschen, dann folgen Marillen, Äpfel, Birnen, schließlich der Wein, dessen Reben das Bild der Donauhänge bestimmen. Die Wachauer Marille ist unter den Obstsorten der Region die Bekannteste. Dabei stammt sie ursprünglich gar nicht aus der Region, sondern aus Nordchina. Sie ist orange-rot und wird „vollreif“ gepflückt, das heißt, sie muss innerhalb eines Tages verarbeitet werden, sonst wird sie matschig. Sie gelangt kaum in den normalen Handel, sondern wird meist ab Hof direkt an jahrelange Stammkunden verkauft, die am Vorabend bestellen und am darauffolgenden Nachmittag die frisch gepflückte Ware abholen. So auch bei Familie Grossinger.

Zur Zeit der Marillenernte heißt das: Alle müssen mithelfen beim Pflücken, Verarbeiten und Verkaufen der schnell verderblichen Frucht.
Marillen sind schwierig zu ernten: Marillenbäume werden nicht alt, die Äste brechen leicht. Und weil die oberen Früchte eher reifen als die unteren, muss jeder Baum drei bis fünf Mal abgeerntet werden.
Zum Einsammeln verwenden die Bauern wie eh und je Zisteln, konisch zulaufende Bastkörbe, deren Form an die der Bäume angepasst ist. Die Marillen, die sie nicht verkaufen können – oder die zu Boden gefallen sind, werden zu schmackhaften Marmeladen, Likör oder Schnaps verarbeitet.
Nicht nur zur Erntezeit kocht Großmutter Maria leckere Speisen mit den Marillen: Knödel, Kuchen, Strudel. Während sie auf Bewährtes schwört, probiert Tochter Barbara auch einmal etwas Neues wie Marillenchutney aus.

Erstellt: 26-06-08
Letzte Änderung: 26-06-08


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