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Zoom europa

In unserer letzten Sendung wollen wir noch einmal zurückschauen auf die vergangenen drei Jahre Zoom Europa.

Zoom europa

Mittwoch, 14. November 2007 um 22.10 Uhr

Der Vormarsch der Rechtsradikalen in Europa

Hunderte Neonazi-Konzerte jährlich in ganz Europa, mit antisemitischer Hetze und Aufruf zu Rassenhass, Gründung rechtsnationaler Bewegungen wie der „Ungarischen Garde“, die schwarzen Uniformen, die an die faschistischen Pfeilkreuzler erinnern oder die rechtsextreme bulgarische Volksunion, die zur Hatz auf die Roma aufruft – drei Beispiele für das Vordringen rechtsradikalen Gedankengutes und entsprechender Organisationen, mit denen sich Zoom Europa in dieser Woche beschäftigt.

Weitere Artikel zum Thema

> Europa:
Ein Undercover Reporter hat vier Jahre lang in acht europäischen Ländern mit versteckter Kamera die Skinhead-Konzerte beobachtet, bei denen immer noch die Parolen des eigentlich längst verbotenen Netzwerkes „Blood & Honour“ verbreitet werden. Die politisch Verantwortlichen in Europa und die EU selbst sowie die Polizei gehen nur sehr uneinheitlich und inkonsequent gegen die immer zahlreicheren Veranstaltungen vor. „Zoom Europa“ zeigt, wie Neonazis mit Musik europaweit ihre Ideologie propagieren und Nachwuchs rekrutieren.

> Ungarn:
Harmloser auf den ersten Blick ist die Ende August in Budapest gegründete „Ungarische Garde“. Es ist der paramilitärische Flügel der rechtsextremen Partei Jobbik in Ungarn. Kleidung und Fahnen erinnern an die Pfeilkreuzler, die ungarischen Nazis im 2. Weltkrieg, die Hundert- tausende ungarischer Juden in die NS-Vernich- tungslager deportierten. Die hinter der Garde stehende Jobbik-Partei, die in einigen Stadträten vertreten ist, tritt mit Hetze gegen Juden, Roma und Homosexuelle in Erscheinung. Jüdische Organisationen forderten ein Verbot der Gruppe.

> Bulgarien:
Mit einer Nationalgarde will der Chef der rechts- extremen Bulgarischen Volksunion, Bojan Rasate, gegen die Roma im Lande vorgehen. In Presse- mitteilungen wurde zu einer regelrechten Hatz auf die Roma in Bulgarien aufgerufen, die dort etwa 10% der Bevölkerung ausmachen. Rund tausend Roma protestierten nach dem gewalt- samen Tod eines jungen Roma Ende August gegen die Anti-Roma-Miliz. In Teilen des Parlaments finden die Parolen der Rechtsextremen aber durchaus Zustimmung. Und zwei Vertreter der Bulgarischen Volksunion sitzen seit den Wahlen im Frühjahr im Europaparlament.

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Außerdem in Zoom Europa:

Eine Reportage berichtet aus den Niederlanden über ehemalige Muslime, die sich in einem „Komitee für Ex-Muslime“ organisieren und zu einem harten Vorgehen gegen alle islamistischen Tendenzen auffordern. Ein Verein, der insbe- sondere nach der Rückkehr von Ayaan Hirsi Ali Aufsehen erregt.

Europa hautnah: Ein Beitrag über die hungern- den Geier Spaniens, denen nach einem EU-Beschluss kein Aas mehr vorgelegt werden darf. Folge des Kadaververbots: Die Geier greifen lebende Tiere an, die betroffenen Bauern fordern von der EU, das Kadaververbot zu streichen.


Europäer der Woche ist Srdjan Aleksic, ein bosnischer Serbe, der während des Balkan-Krieges einen jungen Muslim vor Angriffen seiner Landsleute schützte und dies mit seinem Leben bezahlte. Jetzt wollen die Politiker in Bosnien-Herzegowina über alle ethnischen Grenzen hinweg ein Denkmal für den jungen Helden errichten.

Im Rückblick erinnert „Zoom Europa“ an den riesigen Auflauf europäischer Politiker bei der Beerdigung von Tito, dem Gründer der "Föderativen Volksrepublik von Jugoslawien".

Der "überraschende Blick" zeigt, dass Bio-Fisch in jüngster Zeit den billigeren Zuchtfisch vom Markt verdrängt. Wie Lachs gesundheitlich unbedenklich gezüchtet werden kann, zeigt die Reportage aus Schottland.
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ZOOM europa
Das europäische Reportagemagazin auf ARTE
jeden Mittwoch gegen 21.35 Uhr
Wiederholung samstags um 12.15 Uhr
Moderation: Judith Schulte-Loh

Erstellt: 15-10-07
Letzte Änderung: 07-12-07


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