Verschollene Filmschätze
Mittwoch, 10. Februar 2010 um 21.40 Uhr
Montag, 1. Juli 1946 am Vormittag: Über dem Bikini-Atoll im Pazifischen Ozean detoniert eine Atombombe, abgeworfen von einem Flugzeug der US-Air-Force. Einige Tage später, am 23. Juli 1946, explodiert eine zweite Bombe mit gleicher Stärke, ebenfalls am Bikini-Atoll, dieses Mal unter der Wasseroberfläche. Die US-Regierung sendet der UdSSR damit eine deutliche Botschaft: Es ist der Beginn des Kalten Krieges.
In der gesamten Geschichte des Films hatte kein anderes Ereignis eine solche Aufmerksamkeit erregt und wurde von so vielen Kameras gleichzeitig in Bildern festgehalten. Es scheinen außergewöhnlich viele Objektive - die auf Schiffen, Flugzeugen und Inseln in der Umgebung installiert waren - auf die Atomexplosionen gerichtet gewesen zu sein. Insgesamt waren knapp 700 Kameramänner und Fotografen vor Ort. Nach dem immensen Medienrummel um die Atomversuche taufte ein Franzose in Paris das neueste Modell seiner Bademodenkollektion "Bombe anatomique", "anatomische Bombe". So verwundert es nicht, dass die knappe Schwimmbekleidung später ganz selbstverständlich den Namen Bikini trug.
Nächste Woche
Mittwoch, 17. Februar 2010
| 20:15 |
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Erinnere mich
Amerikas geheimer Krieg in LaosVor über 30 Jahren erschütterten die Bilder des Vietnamkrieges die Weltöffentlichkeit und machten ihn zum ersten Fernsehkrieg der Geschichte. Dagegen steht der parallel im Nachbarland Laos geführte Konflikt in keinem Geschichtsbuch... |
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Dossier
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Mittwoch, 17. Februar 2010 um 20.15 UhrWiederholungen:
Vor über 30 Jahren erschütterten die Bilder des Vietnamkrieges die Weltöffentlichkeit und machten ihn zum ersten Fernsehkrieg der Geschichte. Dagegen steht der parallel im Nachbarland Laos geführte Konflikt in keinem Geschichtsbuch und ist bis heute ein vergessenes und ungeklärtes Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1965 und 1973 regneten 2,1 Millionen Tonnen amerikanischer Bomben auf "das Land der Millionen Elefanten", mehr als auf Deutschland und Japan während des Zweiten Weltkrieges. Bis heute ist ein Großteil des Landes mit Blindgängern und dem Entlaubungsmittel Agent Orange verseucht. Der Vietnamkrieg fand vor den Augen der Weltöffentlichkeit statt, dagegen waren die bewaffneten Auseinandersetzungen im Nachbarland Laos eine der größten Geheimoperationen in der Geschichte des amerikanischen Geheimdienstes CIA. Bis heute ist ungeklärt, wie vielen Menschen er das Leben gekostet hat, und bis heute dauern seine Nachwehen an. Denn 30 Jahre nach Ende des Vietnamkrieges liefern Überbleibsel der geheimen CIA-Armee sich noch immer vereinzelte Gefechte mit den kommunistischen laotischen Regierungstruppen. |
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Mittwoch, 17. Februar 2010
| 21:10 |
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Erinnere mich
Das Mädchen und das FotoDie Geschichte eines Bildes, das die Welt bewegte |
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Dossier
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Mittwoch, 17. Februar 2010 um 21.10 UhrWiederholungen:
1972 geht ein Foto um die Welt: Es zeigt die neunjährige Vietnamesin Kim Phúc, die mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihr nacktes Leben läuft. Bei dem Versuch, einem Napalmbombenangriff zu entkommen, erleidet sie schwerste Verbrennungen. Innerhalb von Tagen ist Kim Phúcs Foto in allen Zeitungen, und bis heute ist das Bild ein Sinnbild für die Unmenschlichkeit des Krieges. Die Dokumentation von Marc Wiese erzählt, wie die bislang weitgehend unbekannte Geschichte des Mädchens auf dem Foto weiterging. Es ist der 8. Juni 1972. In Vietnam tobt ein grausamer Krieg. Kim Phúc sucht mit ihrer Familie Schutz in einem Tempel, als ein Angriff auf das kleine Dorf Tran Bang beginnt. Kurz darauf soll der Tempel bombardiert werden. Die Neunjährige flüchtet mit anderen Kindern aus dem Dorf und gerät mitten in den Napalmangriff. Ihre beiden Cousins sterben. Kim brennt sich der Phosphor in die Haut. In diesem Augenblick drückt der AP-Fotograf Nick Ut auf den Auslöser. Das Bild wird zu einem berühmtesten Foto des Vietnamkriegs. Die Dokumentation - gedreht an Originalschauplätzen - zeigt die Geschichte des weltbekannten Fotos, seine Entstehung und seine bisher unbekannten Hintergründe. Außerdem veranschaulicht sie, wie ein einziges Bild das Leben aller Beteiligten verändert hat. "Das Mädchen und das Foto" ist auf der 23. FIPA in Biarritz für den Hauptpreis Fipa d'or in der Sektion "Creative documentaries" nominiert. |
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