Von Uri Schneider - ARTE GEIE/ One World Productions – Deutschland 2007
Es ist nicht der erste Einsatz der deutschen Bundeswehr in einem Krisengebiet, doch es ist die bisher schwierigste Mission: die Aktion gegen den Waffenschmuggel an die Islamisten der Hizbollah im Libanon. Mit zwei Fregatten und vier Schnellbooten patrouilliert die deutsche Marine seit sechs Monaten vor den Küsten Libanons und setzt damit die UN-Resolution 1701 um, mit ihr wurde im vergangenen Jahr der Krieg zwischen den Hizbollah-Milizen und der israelischen Armee im Südlibanon beendet. Für die Marine eine heikle Aufgabe, denn Gefahr lauert auf hoher See, außerhalb der libanesischen Hoheitsgewässer. Jedes Fischerboot könnte ein Terrorkommando sein. Kann der Waffenschmuggel über den Seeweg tatsächlich verhindert werden? Wie sicher können die Marineeinheiten sein, dass auf einem Handelsschiff mit 3 500 Containern nicht doch ein paar Dutzend Raketen versteckt sind? ARTE-Reporter Uri Schneider ist diesen Fragen an Bord der Fregatte „Brandenburg“ nachgegangen.
Türkei : Staudamm bedroht Kulturschätze von Hasankeyf
Von Michael Enger ARTE GEIE – Deutschland 2007
Video - 22'
Ende März gaben die Regierungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt, dass sie nun endgültig den Exportgarantieren für den Bau des Ilisu-Staudamms in den kurdischen Gebieten der Türkei zugestimmt hätten. Durch den Damm sollen die unter Denkmalschutz stehende, über 10 000 Jahre alte Stadt Hasankeyf und dreihundert weitere archäologische Stätten für immer in den Fluten eines gigantischen Stausees versenkt werden. Einzigartige Kulturschätze gehen für immer verloren, mindestens 55.000 Menschen werden aus ihrer Heimat vertrieben. „ Der Bau des Staudamms ist eine Verletzung aller Prinzipien, an die die Menschen in der EU glauben, so Bianca Jagger, Trägerin des Alternativen Nobelpreises. Die übergroße Mehrheit der Menschen vor Ort lehnt den Staudamm ab. Die Kurden sind nie ausreichend über das Projekt informiert worden, 72 Organisationen engagieren sich mittlerweile in der „Initiative zur Rettung von Hasankeyf“. Die angeblichen Nachbesserungen im Projekt und die angekündigten Rettungsaktionen für Teile des bedrohten Kulturerbes betrachten die Gegner nur als Augenwischerei. In ihrer grundsätzlichen Kritik werden die Stadtbewohner auch von Experten unterstützt, einige meinen, dass auch energiepolitisch der Staudamm nicht notwendig sei. Wasserexperten sehen internationale Standards, die für Anrainer an grenzüberschreitenden Flüssen gelten, bei diesem Staudammprojekt verletzt. Türkische Medien und deutsche Ministerien meldeten nach der Zusage für die Exportgarantien, „Irak und Syrien wurden von der Türkei umfassend über den Damm unterrichtet“. Dem widerspricht der Wasserminister des kurdischen Nordirak, weder er noch der Minister für Wasserressourcen in Bagdad seien konsultiert worden. Beide Politiker lehnen den Ilisu-Staudamm ab.
Ortstermin – Kambodscha 2/2
Von Michel Dumont und Jean François Renoux ARTE GEIE – Frankreich 2007
Zwei Wochen lang widmet sich die Rubrik „Ortstermin“ dem Bophana-Zentrum für audiovisuelle Ressourcen in Kambodscha, das zu Ehren einer unter dem Rote-Khmer-Regime hingerichteten ehemaligen Gefangenen gegründet wurde.Gerald bildet als AV-Techniker seine kambodschanischen Kollegen in Auswertung und Digitalisierung von Archivmaterial aus, das dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.








Deutsche Marine vor den Küsten Libanons
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