Lakshmi and Me
(Lakshmi und Ich)
Indien/USA/Dänemark/Finnland, 2008, 59 Min.
Regie: Nishtha Jain
Ein brisanter und reflektierter Film über Klassenschranken, Frauenrechte, Tradition und Moderne in Indien.
Ausschnitt 1 (in Englisch)
Ausschnitt 2 (in Englisch)„Welche Sünde habe ich begangen, dass ich als Frau geboren wurde?“ fragt sich Lakshmi laut. Sie ist 21 Jahre alt und arbeitet zehn Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, als Hausmädchen in Mumbai (ehemals Bombay). Einer ihrer Arbeitgeber ist die Filmemacherin Nishtha Jain, die eines Tages damit beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre Beziehung zu drehen. Nishtha filmt Lakshmi zu Hause und bei der Arbeit in verschiedenen Haushalten.
„Lakshmi and Me“ erzählt von der Beziehung zwischen Nishtha Jain und ihrem Hausmädchen, ein Verhältnis, das einerseits vertraut aber dennoch kompliziert ist. Die jahrhunderte alte, traditionelle Kastenzugehörigkeit und kulturelle, wie soziale Unterschiede stehen zwischen den beiden.
In einem Zeitraum von eineinhalb Jahren finden dramatische Veränderungen statt. Als Lakshmi krank wird, gegen den Willen ihres Vaters heiratet und schwanger wird, steht ihr Jain die ganze Zeit bei. Als die Filmemacherin immer tiefer in Lakshmis Leben hineingezogen wird, ist sie gezwungen, Dinge zu hinterfragen, die sie bislang für selbstverständlich hielt. Wo sind die Grenzen zwischen Film, Freundschaft und ihrem Arbeitsverhältnis?
6 Yards to Democracy
Indien 2007, 55 Min.
Regie: Nishtha Jain
Frauen in der indischen Stadt Lucknow und ihr entschlos- sener Kampf um ein würde- volles Leben.
Ausschnitt (in Englisch)Verspottet und alleingelassen. Provinzen indischer Demokra- tie. Um sich Wählerstimmen zu sichern, verteilten Kommunalpolitiker in den Armenvierteln der indischen Stadt Lucknow kostenlose Saris. Es kam zu einer Massenpanik, 22 Frauen starben im Gedränge, Hunderte wurden schwer verletzt. Dies ist der Ausgangspunkt für die Geschichte der Frauen in den Vororten, die verzweifelt für ein würdevolles Leben kämpfen.
Ohne Vorwarnung werden ihre Wohnhütten abgerissen, Verwaltungsbeamte belächeln ihre Eingaben für die Errichtung einer Kanalisation, ungehört bleiben ihre Bitten um den gesicherten Zugang zu sauberem Wasser. Zumutungen, Demütigungen, leere Versprechungen: schonungslose Blicke auf den Alltag der Unberührbaren und Verachteten am äußersten Rand der indischen Gesellschaft. Armutsbekämpfung scheint nicht mehr auf der Agenda der Verwaltungs-behörden zu stehen. Die Regisseurin stellt den skandalösen Zuständen Bilder von archaischer Schönheit entgegen: Leuchtende Saris, die sich sanft im Wind bewegen; bunte, fast unwirkliche Tupfer auf der Unterseite einer demokrati-schen Gemeinschaft.







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