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Freedom

ARTE erinnert an das dunkle Kapitel der Sklaverei und stellt Persönlichkeiten ins Licht, die mit Mut und Engagement für Freiheit und Gleichheit eintraten. Was ist geblieben von Kings Traum eines Amerikas ohne Rassenbarrieren? Wie leben Schwarze und Weiße heute in den USA zusammen?

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ARTE erinnert an das dunkle Kapitel der Sklaverei und stellt Persönlichkeiten ins Licht, die mit Mut und Engagement für Freiheit und Gleichheit eintraten. Was (...)

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Dienstag, 17. Juni 2008 um 22.20 Uhr, Wiederholung am 19. Juni um 03.00 Uhr

Wattstax

Veranstaltet wurde "Wattstax", das legendäre Konzert schwarzer Musiker 1972 im Los Angeles Memorial Coliseum, zum Jahrestag der Watts-Unruhen, die im August 1965 im gleichnamigen Stadtteil von Los Angeles ausgebrochen waren. Auf der Bühne jagten sich die musikalischen Highlights von Funk über Gospel und Soul bis zum Blues: Rufus Thomas, Isaac Hayes, Albert King und The Staple Singers, um nur einige zu nennen. Das Publikum in den Rängen vermittelt mit extravaganten Frisuren, bunter Kleidung und atemberaubenden Tanzeinlagen einen fantastischen Eindruck vom Geist der 70er-Jahre.
Zu Beginn des Konzerts verlas der damals blutjunge Reverend Jesse Jackson mit erhobener Faust seinen Text "I am", und das Publikum ging auf beeindruckende Art mit.

© Everett Collection
Im Anschluss an die Aufzeichnung des Konzerts drehte Filmemacher Mel Stuart eine Reihe von Aufnahmen in Watts. Er fing auf der Straße, in Kneipen, Kirchen und Friseursalons Äußerungen und Gespräche der Bewohner des Viertels über ihren Alltag und ihre Wünsche ein. Im Wechsel mit den Musikszenen verleihen die dabei angesprochenen Themen - das Leben der Gemeinschaft, afroamerikanische Identität, Religion und Geschlechterbeziehungen - dem Film eine hohe soziologische und politische Brisanz. Als Kontrapunkt fungiert Richard Pryor. In bissigen und politisch völlig unkorrekten humoristischen Einlagen nimmt der damals noch am Anfang seiner Karriere stehende Stand-up-Comedian Rassismus und afroamerikanische Archetypen aufs Korn.

"Wattstax" bildet ein einzigartiges Zeugnis der amerikanischen Geschichte. Der Film dokumentiert genau den Zeitpunkt, als die Bürgerrechtsbewegung das Selbstbewusstsein der schwarzen Bevölkerung entfacht hatte, bevor sich viele Träume in Luft auflösten. Das Festival "Wattstax" steht für das Aufblühen einer populären Kultur, die sich andernorts in Literatur und Film äußerte und die hier auf unnachahmliche Weise in Musik, Sprache, Aussehen, Kleidung und Humor zum Ausdruck kommt.
"Wattstax" war 1974 für den Golden Globe als bester Dokumentarfilm nominiert.


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Wattstax
Dokumentarfilm von Mel Stuart
ARTE France, USA 1973, 99 Min.
Wiederholung am 19. Juni um 03.00 Uhr

Erstellt: 27-05-08
Letzte Änderung: 16-06-08


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