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Dokumentarreihe vom 21. bis 25. November 2005, jeweils um 20.15 Uhr

Abenteuer Mittelalter

Leben im 15. Jahrhundert


Doku-Reihe von Susanne Aernecke
ARTE/MDR, Docstation, Deutschland 2005, 5 x 26 Min., Erstausstrahlung


Sechs Wochen lang ohne fließendes Wasser, ohne Heizung und ohne Fernsehgerät: Im Mai 2005 machen sich zwölf Menschen auf den Weg in die Vergangenheit. 600 Jahre zurück führt sie ihre Reise, eine Zeitreise in das späte Mittelalter. Als Knechte und Mägde wollen sie dem alten Gemäuer von Schloss Burgk in Thüringen neues Leben einhauchen und dort unter genau den Bedingungen leben, wie sie im Jahre 1419 geherrscht haben.


>> Montag 21. November 2005, um 20.15 Uhr
Folge 1: Gehorchen und Arbeiten


>> Dienstag 22. November 2005, um 20.15 Uhr
Folge 2: Hungern und Streiten


>> Mittwoch 23. November 2005, um 20.15 Uhr
Folge 3: Kämpfen und Schwitzen


>> Donnerstag 24. November 2005, um 20.15 Uhr
Folge 4: Beten und Baden


>> Freitag 25. November 2005, um 20.15 Uhr
Folge 5: Das Festmahl

Das Projekt wurde unterstützt von der Mitteldeutschen Medienförderung.

Das Leben der einfachen Leute im Mittelalter besteht vor allem aus harter Arbeit. Jeden Morgen beginnt der Tag mit dem Versorgen der Tiere, Wasser holen, Stube kehren und einem gemeinsamen kargen Imbiss in der Küche. Die Küche ist der zentrale Ort auf der Burg. Hier wird nicht nur das Essen gekocht, das Feuer im Herd – es muss immer brennen – dient auch zum Wärmen.

Der Küchenmeister ist zwar nicht von adliger Herkunft, aber dafür der Herr über Küche und Herd. Er leitet das Gesinde bei den alltäglichen Arbeiten an und sorgt dafür, dass alles möglichst zur Zufriedenheit des gestrengen Burgvogts läuft. Der gehört zum Adel und verwaltet der Burg, die Wehranlage und Wirtschaftsbetrieb zugleich ist. Die Knechte führen Reparaturen, Bauarbeiten aus Holz oder den Transport von Steinen durch, die Frauen sind mit Brot backen und dem Herstellen von anderen Nahrungsmitteln beschäftigt.

Eine Menagerie im Zwinger der Burg mit Ziegen, Schafen, Gänsen, Hühnern und Enten gehört ebenso zur Grundausstattung wie ein Fischteich. Gemüse und Kräuter werden im Garten angebaut. Weitere Arbeitsstätten außerhalb der Burg sind der Fluss, zum Wasser holen und Fischen, sowie der dichte Wald zum Holz und Beeren sammeln.

Wenige Tage nach dem Einzug des Gesindes kommt ein weiterer Zeitreisender hinzu. Ein Knappe, der vom Burgvogt zum Ritter ausgebildet werden soll. Für das Gesinde bedeutet das nur wenig Grund zur Freude. In ihren ersten Tagen im Mittelalter haben sie die vielen Aufgaben, die auf sie zukamen, kaum bewältigen können. Seit Tagen haben sie nichts Vernünftiges gegessen, die Lebensmittelvorräte gehen zur Neige. Mit dem Herstellen von neuer Nahrung kommen sie kaum nach.

In der Woche darauf macht ein Dominikaner-Mönch auf Schloss Burgk Station. Zu diesem Anlass lässt der Burgherr ein großes Fest ausrichten. Nun wächst der Burgbesatzung die Arbeit endgültig über den Kopf. Verstärkung muss her. Eine weitere Magd und ihr Sohn ziehen ein, damit das Unmögliche doch noch gelingt.

Erstellt: 18-11-05
Letzte Änderung: 21-11-05