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KurzSchluss

"KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

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Mittwoch 14. März 2007, um 00.10 Uhr - 03/03/07

Tanzfilm

Eine Spurensuche im Deutschen Tanzarchiv Köln

Das “Deutsche Tanzarchiv Köln” beherbergt eine der größten Sammlungen internationaler Tanzfilme europaweit. Es wird von Forschern und Tanzinteressierten aus der ganzen Welt besucht. Neben Dokumentationen über Tanz, Aufzeichnungen von Bühnenstücken und filmischen Neuzinszenierungen findet man hier vor allem sog. “Tanzvideos”: Video- und Tanzfilmproduktionen, die nicht mehr für einen statischen Betrachter, sondern für den dynamischen Blick der Kamera entwickelt wurden.

Auf den internationalen Tanzfilmfestivals laufen diese Filme unter der Kategorie “Screen Choreography”. Sie haben den Anspruch, bewegte Bilder mit den Körperbewegungen der Tänzer zu einer künstlerischen Einheit zu verschmelzen. Inhaltlich reicht das Spektrum von abstrakten Bewegungsstudien, Animationsfilmen, Musikclips, kurze Spielfilme, sowie experimentelle Dokumentationen und künstlerische Montagen, die ganz unterschiedichen Erzählweisen und Techniken miteinander verbinden.

Kurzschluss besucht die Videothek des Archivs und stellt Highlights und Exoten der internationalen Tanzfilmszene vor, darunter Gewinner des Deutschen Videotanzpreises, der vom Deutschen Tanzarchiv in’s Leben gerufen wurde. Gezeigt werden auch Kostbarkeiten des renommierten „Dance Screen Festivals“. Es findet alle zwei Jahre statt und ist zur Zeit das wichtigste Forum für den „Tanz mit der Kamera“.

Der Blick auf die Produktionen der letzten Jahre zeigt, wie vielfältig die Ausdrucksmöglichkeiten des Tanzvideos sind. In Animationen, Musikclips und sogar kurzen Spielfilmen wird der Dialog zwischen Tanz und Kamera immer wieder neu erprobt.

Deutsches Tanzarchiv in Köln

Motion Control
Motion Control
Motion Control, 2001
9 Minuten
Regie: David Anderson
Tanz/Choreographie: Liz Aggiss
Musik: Billy Cowie
Die Arbeiten des Teams Aggiss/Cowie gehören zum Besten, was der „Tanz mit der Kamera“ derzeit zu bieten hat.
Artscouncil.org.uk
Anarchicdance.com

A Study in Choreography for Camera
A Study in Choreography for Camera
A Study in Choreography for Camera,1945
3 Minuten
Regie: Maya Deren zusammen mit Talley Beatty
Der Stummfilm „A Study in Choreography for Camera” - ein Kleinod in der Geschichte des Tanzfilms. Die amerikanische Regisseurin Maya Deren gründete mit ihrer Arbeit das Genre “Kameratanz”.
Obwohl nur ein Tänzer zu sehen ist, nennt Deren den Film auch „pas de deux“. Der unsichtbare Partner in diesem Tanz-Duett ist die Kamera.
Re-voir.com

Burnt
Burnt
Burnt, 1998
10 Minuten
Regie: Holger Gruß
Choreographie: Vera Sander
Ein kühles Bürogebäude ist der Schauplatz von „Burnt“: Eine Frau phantasiert sich in eine erotische Dreiecksbeziehung –in eine Geschichte über Macht und Ohnmacht.
Der Film gewinnt 1998 den Deutschen Videotanzpreis.
Sk-kultur.de

Meditation No. 509
Meditation No. 509
Meditation No. 509, 2005
3 Minuten
Regie: Frank N
Tanz: Geraldo Si
Frank N arbeitet mit digitaler Bildbearbeitung. Die Gesten des Tänzers werden zu Formen, die sich langsam wie Schriftzeichen in’s Bild eingravieren.
Noexitfilm.de

Fora Dentro
Fora Dentro
Fora Dentro, 2004
7 Minuten
Regie: Wiebke Pöpel
Tanz/Choreographie: Nicole Andréé
Fora Dentro - hier löst sich der ursprüngliche Tanz vollständig auf. Die Bewegungen werden zerlegt und neu zusammengesetzt. Der Schnitt bestimmt die Choreographie.

Birds
Birds
Birds, 2000
10 minuten
Regie: David Hinton
Choreographie: Yolande Snaith
“Birds” - ausschließlich aus Archivbildern zusammengesetzt. Schnitt und Sound lassen die Tiere zu Tänzern werden.
Auch „Birds“ ist ein Preisträger des „Dance Screen Festivals“.
Artscouncil.org.uk

Gold
Gold
Gold, 2004
10 Minuten
Regie: Rachel Davis
Choreographie: Hanna Gillgren
Der britische Film Gold verbindet choreographierte Bewegungen und dokumentarische Beobachtung.
Das Portrait zweier junger Kunstturnerinnen gewann 2005 den hochdotierten ersten Preis beim renommierten Festival „Dance Screen“.
Spectacle.co.uk

Anitra’s Mirror
Anitra’s Mirror
Anitra’s Mirror, 2002
1 Minute
Regie u. Choreographie: Stefanie Klemm
Anitra’s Mirror: Der kürzeste Tanzfilm aller Zeiten. Er beantwortet die Frage nach der „echten Kamerachoreographie“ mit Ironie.
Blueboxfilm.ch


The smallest Things
The smallest Things
The smallest Things, 2004
10 Minuten
Choreographie: Sara Crow
Regie: Jamie Paul Quantrill

Erstellt: 02-03-07
Letzte Änderung: 03-03-07