Spielfilm Italien 1960, 84 Min., Schwarz-weiß, deutschen Synchronfassung
Regie: Mario Bava; Drehbuch: Ennio De Concini, Mario Serandrei; Kamera: Mario Bava; Schnitt: Mario Serandrei; Musik: Roberto Nicolosi;
Mit: Barbara Steele, John Richardson, Andrea Checchi, Ivo Garrani, Arturo Dominici, Enrico Olivieri, Antonio Pierfederici, Tino Bianchi, Clara Bindi, Mario Passante, Renato Terra, Germana Dominici, u.a.
Im Jahre 1630 hält die Inquisition in Moldawien Gericht über die Prinzessin Asa Vajda und ihren Geliebten Igor Javutich. Während Javutich bereits tot in den Fesseln hängt, stehen Asa die Torturen noch bevor. Nachdem sie der Großinquisitor, ihr eigener Bruder, gleichfalls wegen Hexerei und Satanismus zu Tode verurteilt hat, wird sie ausgepeitscht und mit einem Hexenmal gebrandmarkt. Doch bevor ihr der Henker die eiserne Teufelsmaske vor das Gesicht nageln kann, verflucht Asa ihre ganze Familie und schwört zu den Lebenden zurückzukehren, um ihre Rache zu vollenden. Zwei Jahrhunderte später durchreisen der Arzt Dr. Kruvajan und sein Kollege Dr. Gorobec denselben Landstrich Moldawiens und stoßen zufällig auf das Grab der Prinzessin. Als Kruvajan die Teufelsmaske von Asas Gesicht entfernt, kann diese aus dem Totenreich zurückkehren und ihren späten, grausamen Rachefeldzug beginnen."Die Stunde wenn Dracula kommt" ist ein Horrorfilm der besonderen Art, eine übernatürliche Rachegeschichte, die die klassische Vampirthematik mit eigenen Gesetzmäßigkeiten variiert: In diesem Film dürsten die Vampire nicht einfach nach Blut, sondern - von Rache getrieben - nach der Lebensenergie ihrer Nachkommen. In einem unnachahmbaren visuellen Stil vereint Regisseur Mario Bava Elemente des expressionistischen Stummfilms mit einer quasi-barocken, schwelgerisch sinnlichen Bildsprache. Körnige Schwarz-Weiß-Bilder lassen eine fesselnde Welt nebelverschleierter, alter Gemäuer und Geheimgänge entstehen, in denen sich Geisterhaftes ereignet. Mit seinem Film erschuf Mario Bava ein Schlüsselwerk, das eine ganze Serie von Gothic-Horror-Produktionen prägte, welche im Folgenden das italienische Genrekino der 60er Jahre eroberten. ARTE zeigt Bavas Kultklassiker im Rahmen des neuen Sendeplatzes "Trash", der sich jeweils donnerstags gegen 00.30 Uhr nach "Tracks" dem Schrillen, Bunten, Gruseligen und Schrägen widmet, das die Filmwelt zu bieten hat.





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