4. Juli 2020: Am Vorabend der ersten bemannten Marsmission kommen die Astronauten des größten Abenteuers der Menschheit mit Freunden und Wegbegleitern zu einem großen Abschiedsfest zusammen. Da sind Luke Graham, der als erster Mensch den Mars betreten soll, seine Drei-Mann-Crew und die Astronauten, die von der Raumstation aus die Mission koordinieren: Haudegen Woody Blake, seine Frau Terri Fisher und Technikass Phil Ohlmyer. Unter die Aufbruchsstimmung mischt sich auch Wehmut, denn einer wird nicht mit dabei sein: Jim McConnell. Der hatte Zeit seines Lebens nur einen Traum - die Erforschung des Roten Planeten. Doch der designierte "erste Mann auf dem Mars" musste aufgrund der tödlichen Erkrankung seiner Frau Maggie vorübergehend aus dem NASA-Programm aussteigen und gilt seitdem als psychisch labil.
13 Monate später sind Luke Graham und sein Drei-Mann-Team auf dem Mars gelandet. Zielstrebig treiben sie ihre Forschungsarbeiten voran, als ein verheerender Windsturm sie überrascht. Unter ohrenbetäubendem Lärm werden die Crewmitglieder getötet; Luke gelingt es mit letzter Kraft, eine kryptische Nachricht an die besorgten Wissenschaftler der Raumstation zu übermitteln. Dann bricht die Kommunikation ab.
Auf der Raumstation wird in Windeseile ein Rettungstrupp zusammengestellt. Woody Blake besteht darauf, dass Jim McConnell ins Rettungsteam aufgenommen wird. Doch die lange Reise zum Roten Planeten erweist sich als mühsam: Technische Probleme und Meteoritenschauer erschweren die Rettungsmission, so dass die Crew gezwungen wird, ihr beschädigtes Raumschiff vor dem Eintritt in die Marsatmosphäre zu verlassen und - unter Verlust eines der Crewmitglieder - auf ein vorgeschicktes unbemanntes Raumschiff umzusatteln. Schließlich gelingt es der verbliebenen Mannschaft, auf dem Mars zu landen, wo das eigentliche Abenteuer beginnt, das sie zu den Ursprüngen der Menschheit führen wird ...
Gespickt mit Filmzitaten über Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" (1968) bis hin zu Steven Spielbergs "Unheimliche Begegnung der dritten Art" (1977) sticht in Brian De Palmas "Mission to Mars" vor allem der Einsatz der "entfesselten" Kamera hervor: Die Situation der Schwerelosigkeit im All wird auf diese Weise für das Auge des Zuschauers erlebbar gemacht. Beeindruckend ist auch die visuelle Entschleunigung dramatischer Szenen, welche dem Film stellenweise eine opernhafte Qualität verleiht.
Brian Russell De Palma wurde am 11. September 1940 in Newark, New Jersey geboren und wuchs in Philadelphia auf. Er studierte Physik, Theaterwissenschaften und Kunst an der Columbia University und begann dort bereits mit Kurzfilmen zu experimentieren, bevor er auf das Sarah Lawrence College in Bronxville, New York wechselte und sein Examen machte. 1969 machte De Palma seinen ersten abendfüllenden Spielfilm "The Wedding Party", eine Hommage an sein Idol Jean-Luc Godard. Mit dem Psychothriller "Die Schwestern des Bösen" landete der Regisseur 1973 seinen ersten Kassenerfolg. Weitere bekannte Filme des mittlerweile über 70-jährigen De Palma sind "Carrie - Des Satans jüngste Tochter" (1976), einer mittlerweile zum Kultfilm avancierten Stephen King-Verfilmung, das Remake des Gangsterfilmklassikers "Scarface" (1983), das Gangsterdrama "Die Unbestechlichen" (1987) sowie "Mission: Impossible" (1996) und "Spiel auf Zeit" (1998). Für seinen letzten Film, das Irakkriegs-Drama "Redacted", wurde Brian De Palma auf dem Internationalen Filmfestival von Venedig 2007 mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie ausgezeichnet.
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Mission to Mars
Spielfilm, USA 2000, ARTE F
Regie: Brian De Palma; Buch: Jim Thomas, Graham Yost, John G. Thomas; Kamera: Stephen H. Burum; Schnitt: Paul Hirsch; Musik: Ennio Morricone; Produzent: Tom Jacobson; Produktion: Touchstone Pictures, Spyglass Entertainment, Jacobson Company, The Red Horizon Productions
Mit: Gary Sinise - (Jim McConnell), Tim Robbins - (Woody Blake), Don Cheadle - (Luke Graham), Connie Nielsen - (Terri Fisher), Jerry O'Connell - (Phil Ohlmyer), Kim Delaney - (Maggie), Peter Outerbridge - (Sergei Kirov)






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