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Ernst Lubitsch: "Das Weib des Pharao"

Bissige Herrschaftssatire

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Ernst Lubitsch: "Das Weib des Pharao"

Bissige Herrschaftssatire

Ernst Lubitsch: "Das Weib des Pharao"

Stummfilm auf ARTE - Das Weib des Pharao - 23/09/11

Ernst Lubitsch: "Das Weib des Pharao"

Viragierte restaurierte Fassung, 98 Min., Deutschland 1921


Die Welt-Uraufführung der restaurierten Version fand am 17. September 2011 im Neuen Museum in Berlin mit dem WDR-Rundfunkorchester statt! Auf arte.tv/pharao und im Arte Live Web konnten Sie das FilmKonzert live miterleben. Jetzt ist das außergewöhnliche FilmKonzert auch weiterhin abrufbar. Und nach dem Film ist vor dem Film: Die TV-Premiere ist auf ARTE am 26. September 2011 um 23.45 Uhr.
Stimmen und Eindrücke direkt nach der Weltpremiere finden Sie in der Video-Rubrik!

Die Handlung


Ernst Lubitsch setzt in einem seiner letzten in Deutschland entstandenen Filme zu einer bissigen Herrschaftssatire an, angesiedelt in einem orientalischen Phantasieland.
Der äthiopische König Samlak (Paul Wegener) dient dem mächtigen Pharao Amenes (Emil Jannings) seine Tochter Makeda an, um mit einer Heirat den Frieden zwischen den Ländern zu sichern.

Was als politischer Schachzug geplant war, endet in Liebeshändel. Statt für Makeda interessiert sich der alte Pharao für ihre schöne Sklavin Theonis, die sich längst in den jungen Ägypter Ramphis verliebt hat.
Der enttäuschte Samlak erklärt daraufhin Amenes den Krieg. Der Pharao unterliegt und scheint tot, aber nur scheinbar, und so ist das Glück von Theonis und Ramphis auch nur von begrenzter Dauer …


Zur Fassung


Der Film war lange Zeit nur in gekürzten schwarz-weiß-Kopien zu sehen, bis er in einer großen Restaurierungsaktion von Bundesarchiv-Filmarchiv und Filmmuseum München von der auf Filmbearbeitungen spezialisierten Firma ‚Alpha-Omega’ digital restauriert wurde. Grundlage waren zwei viragierte Nitrokopien aus dem russischen Staatsarchiv Gosfilmofond und George-Eastman-House, USA.

Fehlende Handlungsteile ergänzen nun erklärende Titel, vor allem sind die ursprünglichen Farben wiederhergestellt, die die dramatische Wirkung des Monumentalfilms unterstützen.
Dazu wurde die überlieferte Originalmusik, erhalten in der Akademie der Künste, Berlin, neu eingerichtet und mit dem WDR Rundfunkorchester Köln eingespielt.


Aus einer zeitgenössischen Kritik


„Großfilm. Draußen vor dem Ufapalast am Zoo Reihen von Autos. Im Zuschauerraum halb Berlin. Die Geistigen und die Verdienten. Der Film von Lubitsch hat seit der Amerikareise an Anziehungskraft noch gewonnen.
Bei der Valuta! Langsam setzt das Spiel ein. Mit heiteren Momenten, die nicht gerade neue Filmhumore entwickeln. Aber schon gegen den zweiten Akt wird die Spannung mit großem Aufwand aller Filmmittel und vieler Mittel der Kunst erzwungen.
Pharaonenreich einer unbestimmten Epoche. Deutlich die ganze Umwelt nur bunter Mantel für eine Liebesgeschichte starken Stils. Eine Griechensklavin wird Königin.
Ein Thron zerbricht darüber. Krieg rast durch das Land. Massenszenen von unerhörter Wirkung. Wenn das Heer der Äthiopier die Ägypter überfällt, übertönte das Klatschen des Publikums die Musik. All dies Einsetzen von Kunst, von Masse, von Aufmachung erzeugt starke Bilder, die in aller Welt Beifall finden werden.“
(Quelle: Berliner Lokal-Anzeiger, Nr. 125, 15.3.1922)

Die Musik


Hörprobe aus dem 1. Akt:



..............................................................................................................................................................

Regie................................................
Ernst Lubitsch
Buch................................................
Hanns Kräly, Norbert Falk,
Kamera ...........................................
Theodor Sparkuhl, Alfred Hansen
Darsteller..........................................
Emil Jannings (Pharao Amenes), Harry Liedtke (Ramphis),
Dagny Servaes (Theonis), Paul Wegener (Samlak)
Originalmusik ..................................
Eduard Künneke
Filmrestaurierung..............................

Alpha-Omega digital GmbH, München, in Zusammenarbeit mit
Filmmuseum München und Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin
Archivbeistellung Musik.....................
Akademie der Künste, Berlin
Musikrechte......................................
Ries und Erler, Berlin
Einspielung ......................................
WDR Rundfunkorchester Köln
Dirigat und Synchroneinrichtung........
Frank Strobel
Musikproduktion (WDR) ...................
Michael Breugst
Redaktion (ZDF/ARTE) .....................
Nina Goslar
Live-Premiere...................................

15.09.2011 (WDR Sendesaal)
17.09.2011 (Neues Museum Berlin)
TV-Premiere auf ARTE.....................26.09.2011 um 23.45 Uhr


Eine Koproduktion von Alpha-Omega digital GmbH, WDR Rundfunkorchester Köln, ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE

Erstellt: 04-08-11
Letzte Änderung: 23-09-11