- 20.40 Uhr
Spielfilm, Frankreich/Italien 1962
Regie: Louis Malle; Buch: Louis Malle, Jean-Paul Rappenau, Jean Ferry; Kamera: Henri Decaë; Schnitt: Kenout Peltier; Musiker: Fiorenzo Carpi; Produktion: Progéfi, C.I.P.R.A.
Mit: Brigitte Bardot - (Jill), Marcello Mastroianni - (Fabio), Nicolas Bataille - (Edmond), Jacqueline Doyen - (Juliette), Eléonore Hirt - (Cecile, Jills Mutter), Ursula Kubler - (Carla), Gregor von Rezzori - (Gricha), Dirk Sanders - (Dick), Paul Soreze - (Maxime), Gloria France - (Anna), Antoine Roblot - (Alain), Christian de Tillière - (Albert), Jeanne Allard - (Haushälterin), Jacques Gheusi - (Bazy)
Die wohlerzogene Jill, die mit ihrer Mutter in Genf lebt, fährt mit einem ihrer Tanzpartner nach Paris. Dort arbeitet sie zunächst als Fotomodell für eine Modezeitschrift, dann geht sie zum Film und wird ein gefeierter Star. Fortan wird sie auf Schritt und Tritt von Journalisten verfolgt, für ein Privatleben bleibt da kein Freiraum mehr.Die junge Jill lebt mit ihrer Mutter ein sorgenfreies Leben am Genfer See. Sie schwärmt für den Journalisten und Regisseur Fabio, doch der beachtet sie nicht. Enttäuscht begleitet Jill einen Freund nach Paris. Dort wird sie als Fotomodell entdeckt und avanciert auch beim Film schnell zum umjubelten Star. Doch der Preis für ihre Bekanntheit und ihren Ruhm ist. hoch. Jill wird auf Schritt und Tritt von Reportern und Fotografen verfolgt, und ihr Privatleben wird gnadenlos vor der Öffentlichkeit ausgebreitet. Aber auch die hemmungslosen Sympathiebekundungen ihrer Fans zerren an den Nerven der jungen Frau. Jill gerät in eine emotionale Krise und versucht, sich das Leben zu nehmen. In dieser Situation trifft sie ihre Jugendliebe Fabio wieder, der ihr seine Hilfe anbietet. Doch die Katastrophe ist nicht mehr abwendbar.
In "Privatleben" zeigt Regisseur Louis Malle, wie schwer das Leben der Stars auf der Flucht vor den Paparazzi sein kann. Das Drehbuch greift die eigenen Erfahrungen Brigitte Bardots auf und ist fast eine Art Selbsttherapie der Hauptdarstellerin. Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Der formal bemerkenswerte Film huldigt einem damals neuartigen Bardot-Mythos: indem er die Skandal-Heldin zum Opfer der sensationsgierigen Gesellschaft erklärt, verkündet er ihre persönliche Unschuld."
- 22.15 Uhr
Stereo- 16:9- 92 Min.
Dokumentarfilm, Frankreich 2002, Synchronfassung
Regie: Pierre Philippe
Das eindringliche Porträt von Pierre Philippe beleuchtet die Ausbildung, das Privatleben, die Zweifel, die Pläne und die ständige Flucht des erfolgreichen Filmemachers Louis Malle.Pierre Philippe zeichnet ein Porträt des widersprüchlichen Menschen und Filmemachers Louis Malle, dessen Schaffen immer unmittelbar mit seiner Zeit verbunden war. Der Film beleuchtet Louis Malles Ausbildung, sein Privatleben, seine Zweifel, seine Pläne und seine Rastlosigkeit, die ihm unter anderem zu einer erfolgreichen Karriere als Dokumentarfilmer verhalf. Gezeigt werden ein ausführliches Gespräch zwischen Jean-Claude Carrière und Louis Malle und eine Auswahl an Filmausschnitten, ein Einblick in das schriftstellerische Schaffen des Regisseurs und Stellungnahmen von vertrauten Mitarbeitern - wie Jean-Claude Carrière, Volker Schlöndorff und Alexandra Stewart. Pierre Philippe verwendet in seinem Film unter anderem Ausschnitte aus folgenden Filmen: "Fahrstuhl zum Schafott", "Die Liebenden", "Zazie in der Metro", "Vive le Tour", "Das Irrlicht", "Viva Maria", "Black Moon", "Auf Wiedersehen, Kinder" und "Eine Komödie im Mai".
- 23.50 Uhr
Kurzfilm, Frankreich 1966, Originalfassung mit Untertiteln
Regie: Louis Malle
Ein Kurzfilm über die Tour de France, kein Film über den Radsport, sondern ein Dokument der Menschlichkeit.Stimmungsbilder von der Tour de France. Louis Malle beobachtet Zuschauer und Radsportler: Fahrer, die stürzen, aufgeben, des Dopings überführt werden, den Triumph am Ziel feiern. Jeder Fahrer erzählt seine Sicht des Rennens, berichtet von den schwierigen Anstiegen in den Bergen und der Anstrengung alle Kräfte zu mobilisieren. Dieser Kurzfilm über die Tour de France ist kein Film über den Radsport, sondern ein Dokument der Menschlichkeit. Der Regisseur Louis Malle sagt selbst über seinen Film: "Die Tour de France ist Teil meiner Kindheit. Sie hat mich schon immer fasziniert. Der Radsport ist vielleicht der härteste Sport überhaupt - und diese Härte habe ich gefilmt: Unfälle, Stürze, die unglaublichen Anstrengungen, wenn sich die Fahrer die Pässe hoch kämpfen; man kann ihnen die Qualen vom Gesicht ablesen. Und dann die Zirkusatmosphäre, die die Tour de France umgibt."







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