Das alles mischt Jan Sardi in seinem Regiedebut bunt zusammen. Er bringt einen turbulenten, atmosphärisch dichten Einstieg und ruht sich dann auf seinen Lorbeeren aus. Bereits nach der Exposition ist die Geschichte absolut vorhersehbar, und wird konventionell abgespult. Sicher, Jan Sardi achtet auf viele nette Details der 50er Jahre, mit Hilfe deren man sich in ein lauschiges Retro-Ambiente á la Lasse Hallströms CHOCOLAT einkuscheln kann. Doch der Film ist etwa genauso spannend wie ein Kaffeeklatsch.
Nach den anfänglichen Turbulenzen löst sich früher als später jegliches handfestes Problem im Sinne der Comedia dell’Arte in Wohlgefallen auf. Selbst Connie, die blond gefärbte, überdrehte Freundin Ginos kehrt zu ihrer Naturhaarfarbe zurück und wird damit auch innerlich irritierend ruhig und gefestigt. Aber nicht nur im Dekor und im Ambiente lehnt sich Jan Sardi an den 50er Jahren an, sondern auch thematisch. Rücksichtnahme und Opfer sind seine beiden großen Themen, die in der Beziehung der beiden Brüder in der Fremde eine große Rolle spielen.
EINE ITALIENISCHE HOCHZEIT ist ein typisches sommerliches Feel-Good-Movie. Am besten sollte man den Film während einer lauen Sommernacht im Open Air Kino mit einer (mitgebrachten) Flasche Vino Rosso begießen.
Nana A.T. Rebhan
Australien 2003, 102 Min.
Buch und Regie: Jan Sardi
Mit Giovanni Ribisi, Adam Garcia, Amelia Warner, Silvia De Santis








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