Synopsis: Niederlande, Delft, im 17. Jahrhundert: Die von Kunst faszinierte junge Grit (Scarlett Johansson) beginnt im chaotischen Haushalt des Meisters Jan Vermeer (Colin Firth) zu arbeiten. Bald schon steht sie für ihn Modell. Eine Vertrautheit zwischen dem großen Meister und seinem Modell entsteht, die der eifersüchtigen Ehefrau keine Ruhe lässt.
Peter Webber gelingt es, zwischen Grit und Jan Vermeer eine Stimmung zu zaubern, die voller Erotik ist. Sie begegnen sich mit Blicken und Gesten, die seltenen körperlichen Berührungen sind fast zufällig und immer flüchtig, zu Sex kommt es nie. Und doch – oder vielleicht gerade deshalb – knistert und lodert es beständig. Wir werden sensibel für kleinste Gesten, und üben uns mit Grit in Bescheidenheit.
Webber hat bei seinem Regiedebüt gut daran getan, die gleichnamige Bestsellervorlage von Tracy Chevallier von allen potentiellen Kitschfallen zu befreien, und sich ganz auf leise Töne zu konzentrieren – eine Gratwanderung, die er mit Bravour gemeistert hat.
Von Vermeers Leben selbst ist nicht viel überliefert. Auch weiß bis heute niemand, ob das Mädchen mit dem Perlenohrring Vermeers Tochter, eine Magd oder vielleicht doch eine Geliebte ist. Der Film versucht sich an einer möglichen Deutung, die die Aura des Rätsels jedoch weiterhin bestehen lässt.
Nana A.T. Rebhan
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Das Mädchen mit dem Perlenohrring
Großbritannien/Luxemburg 2003, 95 Min.
Regie: Peter Webber
Mit Scarlett Johansson, Colin Firth, Tom Wilkinson








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