mit den Stimmen von Mike Myers, Eddie Murphy, Cameron Diaz, Antonio Banderas, John Cleese, Julie Andrews, Rupert Everett, Jennifer Saunders
Synopsis: Nachdem Shrek der Oger es bereits erfolgreich mit einem feuerspeienden Drachen und dem bösen Lord Farquaad aufgenommen und dafür die schöne Prinzessin Fiona zur Frau bekommen hat, muss er nun die größte Herausforderung seines Lebens meistern: das Zusammentreffen mit seiner neuen Familie... Nach der Rückkehr aus den Flitterwochen erhält das junge Paar eine Einladung von König Harold und Königin Lilian, die noch nichts über ihren Schwiegersohn wissen. Der Esel begleitet die Reisenden auf ihrem Weg ins Königreich Fort Fort Loin, wo die Vorbereitungen der Feierlichkeiten zu Ehren des Brautpaares schon in vollem Gange sind...
Neben den bereits vertrauten Stimmen von Mike Myers, Eddie Murphy und Cameron Diaz sind auch neue zu hören, und was für welche: Antonio Banderas spricht den Gestiefelten Kater mit Zorromanieren, John Cleese und Julie Andrews leihen dem pikierten Königspaar ihre Stimmen und auch Rupert Everett und Jennifer Saunders sind ein herrlich versnobtes Doppel. Trotz der virtuosen und leider recht hässlichen Graphik und einiger Längen in den Musikszenen verliert der Film nie seinen Rhythmus, und die haarstäubenden Parodien werden beinahe zur künstlerischen Ausdrucksform erhoben: In einer der ersten Szenen muss Prinz Charmant größte Abenteuer bestehen, um die Prinzessin zu befreien. Als er den Kerker erreicht, nimmt er seinen Helm ab und schüttelt in Zeitlupe sein blondes Haar – jede Ähnlichkeit mit einem griechischen Krieger, der sich zur Zeit an der Eroberung Trojas versucht, wäre natürlich rein zufällig...
Die ganze „Ami-Kultur“ wird hier unter die Lupe genommen – von live im Fernsehen übertragenen Verfolgungsjagden über Justin Timberlake, Transvestiten und Katzengras bis hin zum ultrakapitalistischen Hochgefühl, das einem das glücklichmachende Möbelstück verspricht. Man kann sich diesen Film wieder und wieder ansehen, denn genau wie der erste Teil wimmelt er nur so von kleinen Details und Anspielungen. Natürlich versucht Dreamworks, unseren naiven Kleinen Hunderte von Merchandisingprodukten anzudrehen, doch man sollte die etwas aggressive Werbung einmal vergessen, den Lachtränen freien Lauf lassen und sich einfach von den Abenteuern dieser sympathischen, geradezu rührend traurigen Gestalten (siehe die Eseldrachenbabys) mitreißen lassen.
Denn „Shrek“ erzeugt nicht nur pure Heiterkeit, sondern regt mit seiner fröhlichen Anarcho-Art auch zum Nachdenken über einige ultramoderne Auswüchse der heutigen Gesellschaft bezüglich solcher Begriffe wie Schönheit, Kinderträume und Liebe an. Zum Glück befreit das Lachen von solch trüben Gedanken.
Delphine Valloire








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