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Kino-News

Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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Kinostart 05. August 2004 - 02/08/04

Lightning in a bottle

Ein Film von Antoine Fuqua
 
Synopsis: Am 7. Februar 2003 kamen unter dem Motto „Salute to the Blues“ die größten lebenden Blues-Legenden in der New Yorker Radio City Music Hall zusammen, und spielten mit bekannten Rock-, Rythm’n Blues- und Soul-Musikern einen ganzen Abend lang die Musik, in der sie alle tief verwurzelt sind. Von Robert Cray über Buddy Guy bis zu B.B. King, von Angélique Kidjo über Natalie Cole bis zu Solomon Burke – die Liste der fünfzig auftretenden Musiker ist ein Who’s who der jungen und alten Meister des Genres. Der auch von Martin Scorsese produzierte Konzertmitschnitt ist durch Archivaufnahmen von verstorbenen Blues-Größen wie Muddy Waters und Howlin’ Wolf ergänzt, und gleichzeitig erzählt der Film durch die Musik und ihre Musiker die Geschichte des Blues.
 
Der Trailer zum Film
 
Modem (Real Video)
ADSL (Real Video)
 
Kritik: Schon lange vor „Buena Vista Social Club“ gab es gute Musik-Dokumentarfilme, aber erst seit diesem weltweiten Erfolg ist dieses Filmgenre erfreulicherweise auch auf den Festivals stärker vertreten, wenn auch außer Konkurrenz. Für das DVD-Medium sind diese Filme natürlich wie geschaffen, aber wenn es sich um so aufwendig gedrehte und mit spürbarer Liebe zur Musik gemachte Produktionen handelt, wie bei „Lightning in a bottle“, dann ist es im Kino ein um so größeres Vergnügen. Der Blues ist Melancholie ohne Trauer, und wie gut er die ganze Bandbreite der Gefühle ausdrücken kann, gerade weil er seine musikalische Grundstruktur nie verlässt, sondern sie nur durch den individuellen Ausdruck variiert, das zeigen die hier versammelten Musiker so, dass man gern dabei gewesen wäre.
 
Aber nicht nur wegen der guten Blues-Musik und ihrer unzerstörbaren Lebensfreude, sondern auch, weil von dieser einzigartigen Begegnung mehrer Musikergenerationen, mit ganz unterschiedlichen Karrieren und Biografien, eine Magie ausgeht, von der sogar im Film noch etwas zu spüren ist. Zudem ist es nur mehr als fair und gerecht, dass hier endlich einmal die Musiker zu Ruhm und Ehre kommen, denen ein großer Teil der gesamten populären Musik so viel zu verdanken hat. Viele sind ja schon im fortgeschrittenen Alter, und mit dem für die Blues-Tonlage typischen Humor freuen sie sich lautstark über ihr Zusammenkommen, und besonders darüber, dass es diesmal nicht aus Anlass einer Beerdigung geschieht – es ist im Gegenteil ein Salute ans Leben.
 
Die Musikindustrie sucht verzweifelt nach einem Ausweg aus der Krise, in die sie sich selbst gebracht hat, weil eine kurzlebige, inflationäre Produktionsmaschinerie niemandem mehr die Chance lässt, zuzuhören und sich von Musik wirklich berühren zu lassen. Das passiert hier gleich vom ersten Moment an, wenn zwischen Robert Cray und der jungen Shemekia Copeland der Funke über springt, oder wenn B.B. King mit seiner „Lucille“ spielt. Das warme Licht des 35mm-Materials ist dabei ebenso wichtig, wie die Perfektion bei Kamera, Schnitt und Ton, so dass ein Musik-Dokumentarfilm entstanden ist, der dieser großartigen Musik und ihren Musikern in jeder Hinsicht gerecht wird. Danach wird man sofort den nächsten Plattenladen mit gut sortierter Blues-Abteilung aufsuchen.
 
Thomas Neuhauser
 
Executive Producer: Martin Scorsese
Drehbuch: Antoine Fuqua, Steve Jordan
Mitwirkende Musiker: Gregg Allman, Billy Boy Arnold, Clarence “Gatemouth” Brown, Ruth Brown, Solomon Burke, Chuck D, Bill Cosby, Nathalie Cole u.a.
USA 2003/ 2004

Erstellt: 02-08-04
Letzte Änderung: 02-08-04