mit Gérard Depardieu und Cécile De France
Cannes 2006 - Offizieller Wettbewerb
- Im Gespräch mit dem Regisseur Xavier Giannoli und den Schauspielern Cécile De France und Gérard Depardieu

Xavier Giannoli (Regisseur)
...über die Idee zum Film00:00:41, mp3 Real Media
...über das Gesangstalent von Gérard Depardieu00:00:35, mp3 Real Media
...über seine Inspiration zum Film 00:00:13, mp3 Real Media
...über die Zusammenarbeit mit Cécile de France 00:00:15, mp3 Real Media
Cécile De France (Marion)
...über den Film "Chanson d'amour"
Gérard Depardieu (Alain Moreau)
...über den Film "Chanson d'amour"Synopsis: Alain Moreau tritt als Sänger bei Tanzveranstaltungen, in Nachtclubs und bei Betriebsratsfeiern auf. Eines Abends trifft er Marion und verliebt sich auf der Stelle in sie.
Kritik: 1998 gewann Xavier Giannoli mit „L’Interview“ die Goldene Palme für den besten Kurzfilm. Nun war er mit seinem dritten Kinofilm „Chanson d'amour" ("Quand j’étais chanteur“) wieder im Rennen von Cannes dabei. Der Kinofreund und begeisterte Fan von Gérard Depardieu träumte davon, seinem Idol eine maßgeschneiderte Rolle anbieten zu können, in der auch sein Faible für französische Chansons zum Tragen kommt. Auf diesem Gebiet nämlich hat Giannoli im Sänger und Komponisten Christophe, der seit Jahren sein Nachbar ist, einen bedeutenden Fürsprecher und Helfer. Es scheint, als habe der junge Regisseur seine Leidenschaft für die Musik und das Kino von ihm übernommen. Darüber hinaus hat die tiefe Menschlichkeit in Jean Renoirs Filmen Xavier Giannoli nachhaltig geprägt.
Diese beiden Bezugspunkte also, Christophe und Jean Renoir, erlauben es, die Intention dieses neuen Films zu erhellen, der letztendlich leider daneben geraten ist. Mit der Geschichte über Alain Moreau, einen etwas altmodischen singenden Alleinunterhalter, der sich in ein junges Ding verliebt, versucht Giannoli, über unsere zynische Gesellschaft und die vollständig verdorbene Welt, wie Renoir sie nannte, zu philosophieren. Doch anstatt dem Film einen Gehalt zu geben, wird das Thema Würde, das sich als roter Faden durch das gesamte Werk ziehen sollte, immer weiter aufgerieben. Im Bemühen, einen etwas unbeholfenen und ach so sensiblen Typen auf ein moralisches Podest zu heben, wird es schließlich mit einem Handstreich ganz fortgewischt. Obwohl Gérard Depardieu hier das perfekte Bild eines verliebten Umherziehenden abgibt und mit Bravour das breitgefächerte Chansonrepertoire zum Besten gibt und obwohl Cécile de France mit großer Leichtigkeit in einer etwas gemesseneren Rolle als sonst daherkommt, ist die Wirkung des Films doch wie die einer leeren Tanzfläche. Olivier Bombarda






per E-Mail verschicken
So ansprechend wie
Facebook
Twitter
RSS

