Mit: Joaquim Phoenix, Reese Witherspoon, Ginnifer Goodwin, Robert Patrick, John Carter Cash
Synopsis: Walk the line erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte der Countrylegende Johnny Cash, konzentriert sich dabei jedoch auf wenige Jahrzehnte von den fünfziger Jahren bis 1968.
Kritik: Dieser Film funktioniert deshalb so gut, weil Regisseur James Mangold mit Joaquim Phoenix die hundertprozentige Besetzung für seinen Johnny Cash gefunden hat. Genau genommen sieht dieser J.R. Cash nicht einmal besonders ähnlich; sondern eher seinem Zeitgenossen Elvis Presley – der ebenfalls in einer kurzen Szene zu sehen ist. Aber das macht nichts, denn Joaquim Phoenix ist ein hervorragender Schauspieler, der es versteht, selbst das dämonische Funkeln in den Augen der Legende auf seine Interpretation zu übertragen.
Eine große Mutprobe war es, alle im Film zu sehenden Konzertszenen von Phoenix und Reese Witherspoon selbst singen zu lassen. Die Rechnung von James Mangold geht fantastisch auf. Diese Momente verleihen Walk the line den viel beschworenen Authentizitätsbonus. Die beiden singen als ginge es um ihr Leben und wurden für diese beachtliche Leistung jeweils bereits mit einem Golden Globe als bester männlicher/weiblicher Hauptdarsteller in einem Musikfilm ausgezeichnet. Ein netter Vorbote für die demnächst anstehenden Oscarauszeichnungen... Reese Witherspoon – die in Filmen wie Natürlich blond (I + II) und Sweet Home Alabama zu sehen war - gibt June Carter, um deren Liebe Johnny Cash jahrelang kämpfte. An der Seite von Phoenix gelingt der jungen Schauspielerin die beste Performance ihrer Karriere.
Walk the line zeigt nicht nur die Sonnenseite der Karriere des weltbekannten Musikers, sondern konzentriert sich streckenweise auf dessen Drogenmissbrauch, die Probleme mit seinem Vater, der ihm keine Anerkennung schenkt und seiner unerhörten Liebe zu June Carter. Leider erzählt Mangold, - der sich auf die beiden Biographien „The Man in Black“ und „Cash: An Autobiographie“ stützt – konventionell chronologisch. Die vielen Konzertpassagen sind zwar für Fans eine wahre Freude, wirken aber etwas antiquiert in Szene gesetzt. Oft fühlt man sich an den vor kurzem im Kino gestarteten Film RAY – über das Leben von Ray Charles – erinnert. Als gäbe es ein Musikfilmschema, an dem sich alle Musikfilmregisseure abarbeiten. Ansonsten aber kann sich Walk the line durchaus sehen lassen. Die filmische Klammer bildet das Konzert „Johnny Cash at Folsom Prison,“ bei dem sein bekanntestes und bestes Live-Album entstand.Walk the line hat sogar einige kurze magische Momente, etwa wenn „Johnny “ seine berühmten Worte mit seiner dunklen, rauchigen Stimme spricht: „Hello, I am Johnny Cash.“
Nana A.T. Rebhan
- Soundfiles zu Walk the Line

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Walk the line
USA 2005, 135 Min.
Regie: James Mangold
Mit: Joaquim Phoenix, Reese Witherspoon, Ginnifer Goodwin, Robert Patrick, John Carter Cash







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