Als Jim das Paar nach dem Krieg in deren Domizil im Schwarzwald besucht, zeigt sich, dass die Ehe der beiden nicht glücklich verläuft und Catherine enttäuscht von der Beziehung ist. Zugleich flammt die alte Leidenschaft zwischen ihr und Jim wieder auf. Um seine Frau und den Freund nicht ganz zu verlieren, duldet Jules das Liebesverhältnis, das - zu Catherines großer Trauer - kinderlos bleibt. Als Jim nach Paris zurückkehrt, ahnt Catherine, dass sie ihn für immer verlieren wird. Als sich die drei Freunde Jahre später zufällig in Paris wieder begegnen, haben sich die Vorzeichen ihrer Beziehung geändert...
ZUSATZINFORMATION
Der Film ist nicht nur die feinsinnig gesponnene Schilderung einer Ménage à trois, er ist vor allem auch ein komplexes, schillerndes Spiel mit verschiedenen Erzählebenen, mit Widersprüchen und Parallelen, wie sie typisch sind, für die Werke Truffauts.
Wie auch in anderen seiner Filme bedient sich Truffaut in "Jules und Jim" dem Stilmittel des parallelen Kommentars, der sowohl ironische Distanz als auch ein kontrastives Element zu den Bildern schafft, dabei aber nie die Leichtigkeit der Inszenierung beeinträchtigt. Truffaut selbst bezeichnete seinen Film, der einer seiner berühmtesten werden sollte, als "heiter" - trotz des tragischen Endes.
Für Jeanne Moreau und Oskar Werner, die beide später weitere Filme mit Truffaut drehten, stellte "Jules und Jim" eine Neuorientierung innerhalb ihrer Karriere dar: Truffaut war derjenige Filmemacher, der als erster ihre schauspielerische Persönlichkeit entdeckte und angemessen in Szene setzte.
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