Eine dramatische Ehegeschichte: Nach 27 vermeintlich glücklichen Ehejahren erfährt Maja, dass ihr Ehemann Helmut sie betrügt und gerade Vater geworden ist.Maja und ihr Mann Helmut haben sich in ihrer 27-jährigen Ehe mit einem zweigeteilten Leben gut eingerichtet. Helmut wurde in Tübingen Literaturprofessor. Maja wohnt in Berlin und übersetzt italienische Architekturbücher. Alles scheint in Ordnung. In ihrer umbrischen Mühle feiert Helmut seinen 55. Geburtstag. Sohn Andrej überrascht ihn und Maja mit der Nachricht, dass sie Großeltern werden. Dieses Geburtstagsgeschenk löst bei Helmut einige Verwirrung aus. Was Maja auf sein Problem mit dem Älterwerden schiebt, entpuppt sich jedoch bald als ein Liebesverrat.
Wieder zurück in Berlin enthüllt Helmut Maja, dass er an seinem Geburtstag selbst Vater eines Sohnes geworden ist. Für Maja bricht eine Welt zusammen. Einen Seitensprung mit einer viel jüngeren Frau, das hätte sie vielleicht noch verkraftet, aber Helmuts Geliebte Claire ist 43 Jahre alt. Maja ahnt, dass Helmuts Geständnis nur ein Teil der Wahrheit ist. Schritt für Schritt kommt sie seinem Doppelleben auf die Spur. Maja gerät mit ihrer Angst vor dem fremden Kind, ihrer Verzweiflung und der Eifersucht auf die andere Frau in eine Achterbahn der Gefühle. Sie vertraut sich ihrer Freundin Christine an und erwägt die Scheidung. Helmut ist hin- und hergerissen. Da ist das Kind, das er sich so sehr von Claire gewünscht hatte. Und da ist seine Liebe zu Maja. Helmut muss sich entscheiden. Er sucht Rat bei seinem Freund Bert, Christines Ehemann. Auch Andrej mischt sich ein und verlangt von seinem Vater eine Entscheidung für Maja. Helmut und Maja loten die Gefühlswelt ihrer 27 gemeinsamen Jahre neu
aus. Doch wie soll es weitergehen? Zuerst ergreift Maja die Initiative und macht sich auf den Weg in Helmuts zweite Welt. Sie fährt nach Tübingen. Nach der Begegnung mit ihrer Rivalin flieht Maja in ihre umbrische Mühle. Auch Helmut macht sich auf den Weg nach Italien."Es gibt nie nur eine Geschichte, sondern immer viele. Je nachdem, wer sie erzählt. Seine Geschichte klingt anders als meine, und um sieben Uhr abends klingen sie anders, als um neun Uhr morgens. "Wer liebt, hat Recht" heißt es. Er hat Recht! Ich habe Recht...!" (Maja)
Regisseur Matti Geschonneck wurde 1952 in Potsdam-Babelsberg geboren und ist der Sohn des Schauspielers und Schriftstellers Erwin Geschonneck. Von 1974 bis 1978 studierte Matti Geschonneck Regie und Schauspiel am Filminstitut in Moskau. Hoch gelobt für seine Fähigkeit, differenzierte psychische Grenzsituationen jenseits aller Klischees zu realisieren, hat er bei zahlreichen Filmen Regie geführt sowie verschiedene Drehbücher für die Reihen "Polizeiruf 110" und "Tatort" geschrieben. Unter seiner Regie entstanden unter anderem die Filme "Der Rosenmörder" (1998), "Reise in die Nacht - Albtraum eines Sommers" (1998), "Ganz unten, ganz oben" (1999), "Jenseits der Liebe" (2000, mit Robert Atzorn in der Hauptrolle) und "Späte Rache" (2001).
Iris Berben gehört zu den populärsten deutschen Schauspielerinnen. Sie begann ihre Karriere 1967/68 mit Kurzfilmen an der Hamburger Kunsthochschule. Mit 18 spielte sie ihre erste Rolle in dem Spielfilm "Detektive". Es folgten zahlreiche Film- und Fernsehrollen. Ihr komisches Talent bewies sie unter anderem 1976 neben Ingrid Steeger in Michael Pfleghars bekannter Fernsehserie "Himmlische Töchter". Seit Mitte der 90er Jahre spielt sie die Kommissarin Rosa Roth in der gleichnamigen ZDF-Fernsehreihe. Außerdem wirkte sie in zahlreichen Fernseh- und Kinofilmen mit, unter anderem in "Sommerliebe" (1994) von Iris Gusner, "Andrea und Marie" (1997) von Martin Enlen, "Bin ich schön?" (1997) von Doris Dörrie und in "Faust und Mephisto" (2001) von Rainer Matsutani. 1987 wurde sie für ihre schauspielerischen Leistungen mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet, 1989 bekam sie den Bambi.
Robert Atzorn begann seine Karriere 1969 am Theater in Esslingen. Sechs Jahre lang spielte er auf renommierten Bühnen unter anderem "Hamlet", "Egmont" und "Faust". Zu seinen Filmen gehört unter anderem "Aus dem Leben der Marionetten" (1979) unter der Regie von Ingmar Bergmann. Mit Serien wie "Oh Gott Herr Pfarrer", für die er 1988 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet wurde, und "Unser Lehrer Doktor Specht", für die er 1993 den Telestar erhielt, wurde er einem großen Publikum bekannt. Im Jahr 2000 stand er in Dieter Wedels "Die Affäre Semmeling" vor der Kamera und in "Jenseits der Liebe" stellt er einen Germanistikprofessor dar, der den Mörder seines im Krieg hingerichteten Vaters sucht. Seit einigen Jahren spielt er den Kommissar im Hamburger "Tatort".
Freitag, 13. Mai 2005 um 20.45 Uhr:
Wer liebt, hat Recht
Deutschland 2002, ZDF/ARTE, Stereo, 16:9, 88 Min.
Regie: Matti Geschonneck; Buch: Hannah Hollinger; Kamera: Rudolf Blahacek; Schnitt: Petra Heymann; Musik: Stephan Zacharias; Produktion: Moovie The art of the entertainment GmbH, Kirch Media; Redaktion: Caroline von Senden
Mit: Iris Berben - (Maja), Robert Atzorn - (Helmut), Sibylle Canonica - (Claire), Ulrike Kriener - (Christine), Michael Gwisdek - (Bert), Christian Näthe - (Andrej), Erni Mangold - (Mutter Claire)






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