Rose ist Anfang 40 und allein erziehende Mutter von drei - wie man meinen sollte - er- wachsenen Söhnen: Bernd, 23, verdient tagsüber im Copyshop und abends in einer Kneipe Geld für die Familie dazu, Axi, 21, wird in einer Bank ausge- bildet, und der Jüngste, Stan, wird bald 18, drückt sich vor dem Abitur und möchte lieber kiffen und Karriere als DJ machen. Rose hat als Haus- besetzerin Anfang der 80er Jahre ein durchaus wildes Leben geführt, das aber mit einem Schlag vorbei war, als sie sich vor mehr als zehn Jahren von Jürgen, dem Vater der drei Jungs, trennte. Seitdem hatten sie keinen Kontakt mehr. Rose zog damals mit ihren drei Söhnen in das Haus des Großvaters und verdient inzwischen ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Groschenromanen. Und dann gibt es noch ihren neuen Freund Gerhard. Sie traut sich nicht, ihn den Söhnen vorzustellen, und weiß selbst nicht, ob er der Richtige ist.Das trotz aller Differenzen symbiotische Verhältnis zwischen Rose und den Söhnen gerät in Gefahr, als Jürgen, ihr Ex, unvermittelt bei Axi in der Bank auftaucht, um einen Kredit aufzunehmen. Jürgen erkennt seinen Sohn nicht, und Axi verrät nicht, dass er weiß, wer Jürgen ist. Zu Hause konfrontiert er seine Mutter aber mit dem Wunsch, den Vater doch endlich einmal einzuladen. Rose hat keine Lust, ihren Ex wieder zu treffen und die Söhne und ihr Leben von ihm durcheinander bringen zu lassen. Doch als Jürgen uneingeladen zu Besuch kommt, passiert genau das...
Regisseur Alain Gsponer er- zählt das Drama einer starken Mutter, die es nicht schafft ihre Söhne loszulassen, mit subtiler Komik und großem Gespür für die Familienkonstellationen. Er hat die Geschichte, die mitten aus dem Leben stammt, wun- derbar umgesetzt. "Rose" hatte bei den Internationalen Hofer Filmtagen 2005 seine viel gefeierte Premiere und Regis- seur Alain Gsponer erhielt dafür den "Eastman Förderpreis für Nachwuchstalente". 2006 lief "Rose" bei der Berlinale in der Sektion "Deutsches Kino". Alain Gsponer und Alex Buresch, beide Absolventen der Ludwigsburger Filmakademie, setzen bei "Rose" ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort, die sie mit dem mehrfach preisgekrönten Film "Kiki & Tiger" begonnen haben. Alain Gsponers gewann beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden 2006 für sein jüngstes Projekt "Das wahre Leben!", mit Katja Riemann und Ulrich Noethen in den Hauptrollen, den Nachwuchs-Regiepreis "MFG-Star". Die Jurorin Nina Grosse begründete ihre Entscheidung damit, dass sie selten so sehr bekannte deutsche Schauspieler so neu und so gut gesehen habe - eine geglückte Gratwanderung zwischen Tragik und Komik. Alex Buresch hat das Drehbuch für "Das wahre Leben!" geschrieben und wurde mit dem MFG Drehbuchpreis ausgezeichnet. Zudem arbeitet Buresch als Regisseur, Dramaturg und als Regieassistent in Schauspiel- und Opernproduktionen.
Corinna Harfouch, die Rose souverän lebendig werden lässt, war bereits in der DDR eine bedeutende Bühnen- und Kinodarstellern und wurde nach der Wende ein Star des deutschen Kinos. In "gefährliche Freunde" (1996) spielte sie an der Seite von Jürgen Vogel und erhielt dafür 1997 den Grimme-Preis. Für ihre Rolle in "Irren ist männlich" (1996) wurde sie mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt. Neben Til Schweiger war sie in Thomas Jahns Kino-Hit "Knockin' On Heavens Door" (1994) zu sehen. An der Seite von Götz George spielte sie in Nico Hoffmanns "Solo für Klarinette" (1998). Weitere Kino-Erfolge, in denen sie mitwirkte, sind: "Der Untergang" (2004), "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" (2002), für den sie den Deutschen Filmpreis gewann, "Elementarteilchen" (2006) und "Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders" (2006). Auf ARTE wird sie demnächst auch in "Wut" (2006) zu sehen sein. Volker Bruch arbeitete auch für "Das wahre Leben!" (2007) mit Alain Gsponers zusammen. In diesem Jahr wird er neben Til Schweiger und Jan Josef Liefers in "Der Rote Baron" auf die Kinoleinwand kommen. Zurzeit steht Volker Bruch für den Fernseh-Dreiteiler "Beste Zeit", unter der Regie von Markus H. Rosenmüller vor der Kamera. Parallel finden die Dreharbeiten zu dem TV-Film "Das Opfer", unter der Regie von Nils Willbrandt, statt.
Tom Lass, Jahrgang 1983, machte vor allem durch Komödien auf sich aufmerksam. Auf der Kinoleinwand war er in "Harte Jungs (2000) und "Knallharte Jungs" (2002) zu sehen. Im Fernsehen trat er in "Schulmädchen"(2004) und "Nikola" (2004) auf. Der Öster- reicher Harald Schrott ist dem Fernsehpublikum vor allem durch seine Auftritte in "Polizeiruf 110", "Doppelter Einsatz" Der Österreicher Harald Schrott ist dem Fernsehpublikum vor allem durch seine Auftritte in "Polizeiruf 110", "Doppelter Einsatz" und "Tatort" bekannt. Im Kino war er in Lars Büchels "Erbsen auf halb sechs" (2003) zu erleben. Rose (93 Min. )
Deutschland 2005, ARTE/BR
Regie: Alain Gsponer, Drehbuch: Alex Buresch, Kamera: Matthias Fleischer, Musik: Marius Lange, Kostueme: Frederike Tabea May, Redaktion: Cornelia Ackers, Sabine Holtgreve, Jochen Kölsch, Schnitt: Mike Schaerer; Ausstattung: Eva Stiebler; Ton: Carsten Arnolds, Produktion: Teamworx, Produzent: Nico Hofmann, Christian Rohde
Mit: Corinna Harfouch (Rose), Jürgen Tonkel (Jürgen), Volker Bruch (Axi), Jacob Matschenz (Stan), Torben Liebrecht (Bernd), Harald Schrott (Gerhard), Ana Schudt (Petra), Lily Tschörtner (Verena), Christian Schneller (Herr Wünsch)






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