Synopsis: Nascimento, angehender Vater und Offizier einer berüchtigten Eliteeinheit, ist am Ende – immer häufiger überfallen ihn während seines täglichen Einsatzes gegen die Drogenbosse in den Slums von Rio Panikattacken. Damit sein Kommando ihn gehen lässt, muss Nascimento schnellst möglich einen Nachfolger finden – ist es der draufgängerische Matias oder der intelligente und umsichtige Neto, die es mit der Brutalität, Entschlossenheit und kaltblütigen Intelligenz ihres Ausbilders aufnehmen können? Kritik: Als seien Drogenkrieg und Folter in den brasilianischen Favelas und vor allem das Ausmaß des Korruptionssumpfes in den Reihen der brasilianischem Polizei keinem Ausländer begreiflich zu machen, stellt der junge brasilianische Regisseur José Padilha seinem Publikum von der ersten Minute einen Erzähler zur Seite; einen äußerst kompetenten dazu: Capitao Nascimento kennt sie alle, die Autoteileschieber bei der Polizei, die Sergeanten, die sich mit ihren Chefs die eingetriebenen Schmiergelder der illegalen Wettbüros, den Wegzoll fürs Wegsehen bei den Drogengeschäften und das Geschäft mit den privaten Abschleppdiensten teilen . Kein Wunder angesichts ihrer chronischer Unterbezahlung und einer miserablen Ausbildung. Doch wenn dieses System dazu führt, dass die wenigen Aufrechten, die noch etwas zum Positiven verändern wollen, von ihren eigenen Vorgesetzten dafür bestraft werden, ist ein perverser Endpunkt dieser Entwicklung erreicht.
Zu den abgestraften Idealisten gehören auch die beiden jungen Rekruten Matias und Neto. Letzterer ist ein Farbiger – ihm, dem wegen seiner Hautfarbe in der brasilianischen Gesellschaft von Geburt an Benachteiligten, gilt die besondere Aufmerksamkeit des Erzählers: Neto, der eigentlich Anwalt werden möchte und Jura studiert, hat sich mit der naturgemäß seinen Studiengang beherrschenden brasilianischen Oberschicht in Gestalt der schönen Maria angefreundet. Ein unverzeihlicher Fehler – findet Nascimento: denn gerade Brasiliens ‚Jeunesse Dorée’ gehört zu den Hauptabnehmern der lokalen Drogenbosse; während sie damit indirekt die waffentechnische Überlegenheit der Bosse finanziert, demonstriert sie tagsüber gegen die überzogene Polizeigewalt. Aus Sicht des Erzählers liegt hierin einer der Hauptgründe für das Scheitern der Polizei. Netos Wegsehen dabei ist auch seine Achillesferse, was seine Eignung zum Elitepolizisten angeht. Doch weil Nascimento dringend einen Nachfolger braucht, dürfen die beiden den härtesten Drill der Welt im Dschungelcamp antreten. Hier wird der Wille der Kandidaten gebrochen, ihnen jeder Skrupel gegen den Einsatz von Gewalt und Folter abtrainiert, bis nur noch ein winziges Häuflein übrig geblieben ist. ![]() | |
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Martin Rosefeldt
Zum Regisseur : José Padilha - Geboren am 1.8.1967 in Rio de Janeiro. Er studierte dort Betriebswirtschaft und Politische Ökonomie, dann in Oxford Englische Literatur und Internationale Politikwissenschaft. Er hat seit 1999 mehrere Dokumentarfilme zu sozial relevanten Themen produziert und 2002 mit dem vielfach ausgezeichneten Doku mentarfilm ÔNIBUS 174 auch ein international beachtetes Regiedebüt vorgelegt. TROPA DE ELITE ist sein Debüt als Spielfilmregisseur.







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Der brasilianische Wettbewerbs-Beitrag „Tropa de Elite“ erzählt vom brutalen Kampf einer brasilianischen Eliteeinheit gegen die in den Slums von Rio regierenden Drogenbosse. 
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