
Der 28-jährige Papi ist vor über einem Jahr aus dem Kongo geflohen und lebt nun mit anderen Asylanwärtern in einem besetzten Haus in Paris. Er erwartet die Ankunft seiner Ehefrau Blandine, die vor dem kongolesischen Militär aus Brazzaville geflohen ist. Als Papi Blandine am Flughafen abholen will, kann er sie nicht entdecken und, obwohl sie ihm telefonisch ihre Ankunft mitgeteilt hat, erhält er die Auskunft, dass seine Frau nicht für den Flug registriert war. Doch Blandine wurde mit weiteren illegal nach Frankreich einreisenden Passagieren direkt aus dem Flugzeug in Gewahrsam genommen, über mehrere Tage eingesperrt und soll nun zwangsabgeschoben werden. Bei ihrem überstürzten Abtransport mit dem Flughafenbus wird ihr Bein eingequetscht und ein junger, idealistischer Assistent der Ausländerbehörde, der Zeuge ihrer unwürdigen Behandlung wird, setzt sich dafür ein, dass sie eine Zulassung auf einen Asylantrag erhält. Währendessen bleibt Papi ahnungslos über den Verbleib seiner Frau. Erst als Blandine freigelassen wird, erfährt er ihren Aufenthaltsort und holt sie zu sich ins Haus. Doch Blandine findet keine Worte für ihre Erlebnisse in der Abschiebehaft und schweigt tagelang. Papi kümmert sich um sie, kocht für sie und versorgt ihre Wunde, aber mehr Nähe gesteht sie ihm nicht zu. Als ihre Unterkunft abgerissen werden soll, wird Blandine aktiv, monologisch erzählt sie all das ihr bei der Ankunft in Frankreich Widerfahrene: die Erniedrigungen, die Gewalt der Polizisten, den Rassismus, ihre Verletzung, die Übermacht der Bürokratie. Durch das bloße Aussprechen befreit verlässt Blandine zum ersten Mal mit Papi ihre Wohnstätte. Als Paar unter Paaren streifen sie durch die nächtliche Stadt.





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