Schriftgröße: + -
Home > Film > 3D-Tag

3D-Tag

ARTE zeigt Alfred Hitchcocks "Bei Anruf Mord" und Jack Arnolds Horrorfilm "Der Schrecken vom Amazonas" als 3D-Version.

> 3D-Tag > Der Schrecken vom Amazonas

3D-Tag

ARTE zeigt Alfred Hitchcocks "Bei Anruf Mord" und Jack Arnolds Horrorfilm "Der Schrecken vom Amazonas" als 3D-Version.

3D-Tag

Samstag, den 28. August um 23.35 Uhr - 26/08/10

Der Schrecken vom Amazonas

Atemlose Spannung in 3D: Eine Expedition begibt sich auf die Suche nach einem urzeitlichen, schuppengepanzerten Ungeheuer in einem Nebenfluss des Amazonas. Das Wesen, halb Mensch, halb Amphibie, entgeht allen Fallen, bis es sich in die junge Lebensgefährtin und Assistentin des Expeditionsleiters verliebt. In 3D realisierter Abenteuerfilm mit raffinierten Gruseleffekten und Unterwasseraufnahmen.


Previous imageNext image

Bei Ausgrabungen im Amazonasgebiet wird eine versteinerte Klaue mit Schwimmhäuten entdeckt. Daraufhin rüstet der Forscher Dr. David Reed, eine weitere Expedition aus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Reeds Freundin Kay Lawrence schließt sich der Forschungsreise ebenfalls an. Mit einem kleinen Dampfer machen sie sich auf den Weg in unerforschtes Terrain, bis zur sogenannten Schwarzen Lagune. Als die Forschergruppe dort ankommt, ist sie längst nicht mehr allein im Urwald. Ihnen folgt eine Kreatur, ein unheimlicher Kiemenmensch, der sowohl an Land, wie auch unter Wasser atmen kann und den Eindringlingen keineswegs wohlgesonnen ist.

Die hübsche Kay Lawrence hat es dem Monster jedoch angetan. Als sie in einem weißen Badeanzug durch die Lagune schwimmt, beobachtet das Biest sie fasziniert und folgt ihr durchs Wasser. Nachdem das Forscherteam der Kreatur gewahr geworden ist, versucht sie, diese einzufangen. Diverse Versuche misslingen und kosten Menschenleben. Als sich die Überlebenden letztlich entschließen, die Expedition abzubrechen, finden sie den Ausgang der Lagune blockiert.

Beim Versuch, einen Weg zur Flucht freizumachen, werden die Expeditionsteilnehmer vom Kiemenmenschen angegriffen. Dieser entführt Kay schließlich in seine Höhle. Bei der folgenden Befreiungsaktion soll nicht nur die hübsche Kay gerettet, sondern auch das unheimliche Amphibienwesen getötet und in den Tiefen der Schwarzen Lagune versenkt werden …
                  
Raffinierte Unterwasseraufnahmen und naiv-gruselige Schauereffekte prägen diesen Abenteuerfilm, der seinerzeit in 3D hergestellt wurde. Der „Kiemenmensch“ aus Jack Arnolds „Der Schrecken vom Amazonas“ wurde schnell zum Kultmonster. Auch in den Fortsetzungen des Films „Die Rache des Ungeheuers“ (1954) und „Das Ungeheuer ist unter uns“ (1956) ist er zu sehen – in letzterem jedoch nur zweidimensional.

Jack Arnolds "Der Schrecken vom Amazonas" wurde ursprünglich im stereoskopischen Polarisationsverfahren aufgenommen. Bei der Projektion wird hierfür eine metallisierte Leinwand benötigt, die in der Lage ist, das polarisierte Licht zurückzustrahlen. Zudem müssen zwei mechanisch gekoppelte Projektoren beide Filmstreifen, einen mit den Bildinformationen für das linke und einen mit jenen für das rechte Auge, bildgenau vorführen. Zur Vereinfachung der Projektion wurde der Film schon früh in das farbanaglyphe 3D-Verfahren umkopiert, das mit nur einem Filmstreifen auskommt und die Projektion auf eine normale Kinoleinwand zulässt. In dieser Form bietet sich der Film auch für Fernsehausstrahlungen an.

Der Mann hinter "Der Schrecken des Amazonas", Jack Arnold, gilt als Ikone des B-Movies. Er ist Regisseur zahlloser Kinofilme und Folgen diverser populärer Fersehserien der 70er und 80er Jahre.

Berühmt wurde der 1916 in New Haven, Connecticut als Sohn russischer Einwanderer geborene Arnold vor allem aber durch eine Handvoll Filme aus den 50er Jahren, allesamt Horror- und Science-Fiction-Produktionen. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen neben "Der Schrecken vom Amazonas" insbesondere „Gefahr aus dem Weltall", „Tarantula“ und „Die unglaubliche Geschichte des Mr. C", die heute Kultstatus haben.

Jack Arnolds Filme atmen den Zeitgeist der 50er Jahre. Im ersten Moment oberflächlich wirkende, banale Genregeschichten sind durchsetzt mit Anspielungen auf die Gefahren der unkontrollierten Wissenschaft und des Wettrüstens, die sich auch in den Ängsten der amerikanischen Bevölkerung widerspiegelten.

Der 1992 in Kalifornien verstorbene Jack Arnold besaß wie nicht viele das Talent, mit wenigen und einfachsten Mitteln spannendes, unterhaltsames und durchaus hintergründiges Kino zu machen.

Der Schrecken vom Amazonas
Samstag 28. August 2010 um 23.35 Uhr
Keine Wiederholungen
(Usa, 1954, 75mn)
ZDF

Erstellt: 20-07-10
Letzte Änderung: 26-08-10