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18.12.04 UM 20.45 UHR : Die Höhle von Chauvet - 22/12/04

Die Höhle von Chauvet

Abenteuer ARTE


Anlässlich des zehnten Jahrestages der Entdeckung der Höhle von Chauvet lädt ARTE im Dezember zu abenteuerlichen Reisen ins Innere der Erde ein. Im Südosten Frankreichs entdeckten der Prähistoriker Jean Clottes und sein Team im Dezember 1994 die ältesten bis heute erhaltenen Höhlenmalereien. Emotionen, Zweifel und Herausforderungen - der Zuschauer erlebt die faszinierenden Momente des sensationellen Fundes und kann die Kunstschätze der Chauvet-Höhle aus direkter Nähe bewundern. Ein Rundgang ist der Öffentlichkeit ansonsten verwehrt.

chauvet_inter2.imageDataAm 18. Dezember 1994 in der Ardèche im Südosten Frankreichs: ein paar Höhlenforscher trauen ihren Augen nicht. Sie haben soeben eine sensationelle Entdeckung gemacht - die Höhle von Chauvet mit den bis dato ältesten, bekannten Höhlenmalereien. Rund 300 Zeichnungen von Pferden, Büffeln, Mammuts, Löwen und Nashörnern zieren die Wände. Sie sind etwa 35.000 Jahre alt. Die Schätze in der Chauvet-Höhle zu bewundern, ist der Öffentlichkeit verwehrt. Deshalb lädt ARTE ein, bei einem Rundgang durch die Höhle mit dem Wissenschaftler Jean Clottes und seinem Team die prähistorischen Kunstschätze zu entdecken und zu bestaunen. Ein Filmteam begleitete den bekannten Prähistoriker Jean Clottes und sein Team 1999 bei ihren Untersuchungen der Höhle von Chauvet schaute ihm und den anderen Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit über die Schulter. Mit Hilfe modernster Computertechnologie untersuchten sie die steinzeitlichen Malereien und interpretierten diese. So kommentieren Jean Clottes und seine Kollegen Dominique Baffier und Valérie Feruglio, beide Spezialisten für altsteinzeitliche Kunst, unter anderem den 27.000 Jahre alten Fußabdruck eines Kindes, eine Ansammlung der Knochen von über 100 Bären und Überreste von Pflanzen und Holzkohle in einer Bodenprobe. Das packende Filmdokument macht deutlich, welche Emotionen, Zweifel und Herausforderungen die Entdeckung der Höhle von Chauvet mit sich bringt.
Diese Dokumentation führt durch die verschiedenen Kammern der Höhle von Chauvet bis zur "Sixtinischen Kapelle des Cro-Magnon". Überall sind Spuren von Menschen und Tieren zu finden, die der Prähistoriker Jean Clottes für den Zuschauer entschlüsselt. Die Analyse belegt, dass die Aurignac-Menschen, die vor etwa 35.000 Jahren lebten, schnitzen und zeichnen konnten. Sie nutzten die riesige Höhlenwand, um beeindruckende, illusionistische Reliefs darauf zu schaffen. Da die Höhle sehr gut erhalten ist, lassen sich die Techniken der Künstler sehr gut nachvollziehen, ihre Gesten erahnen und vor allem die benutzten Instrumente nachbilden. Es ist schwer, sich der Faszination dieser Höhle zu entziehen, unsere Kenntnisse über die Ursprünge des Menschen, seiner Kultur und seines Denkens neu zu verstehen. Sie stellt uns gleichzeitig aber auch vor zahlreiche neue Rätsel.

Wiederholung am Sonntag, 19. Dezember 2004 um 14.00 Uhr.
Die Höhle von Chauvet   
107 Min. 
Dokumentation, Frankreich 2003, Synchronfassung, ARTE F,
Erstausstrahlung
Von: Pierre Oscar Lévy
 

Erstellt: 17-12-04
Letzte Änderung: 22-12-04