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Ein Magazin von Claire Doutriaux

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Jeden Sonntag um 20 Uhr

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Sendung vom 23. Oktober 2005 - 23/10/05

die Sendung: "Sandmännchen"

"Sandmännchen"


Wir Deutschen lieben alle unser "Sandmännchen". Höchste Zeit, diese Sendung, die seit 46 Jahren im deutschen Fernsehen läuft, unseren französischen Freunden vorzustellen.

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Wir haben also einige Deutsche (die inzwischen groß geworden sind), nach ihren Kindheitserinnerungen an das Sandmännchen gefragt. Aber welches Sandmännchen meinen sie? Das ist eine deutsche Geschichte.

Eva: Das Sandmännchen war ein kleines, ein kleines Männchen, ein kleiner Mann mit einer Zipfelmütze und einem weißen langen Bart.


Steffi: …ne Mütze, ne spitze Mütze und ein Mäntelchen, ein paar Stiefel. Voll süß. Knopfaugen.

Hinrich: Das östliche Sandmännchen hat einen weißen, schmalen Kinnbart und eine ebenso gefärbte Zipfelmütze, glaub ich. Und ich hab zwei gesehen: Das Westsandmännchen im Westfernsehen und das Ostsandmännchen im Ostfernsehen. Und ich glaub, die waren ein bißchen versetzt.

Nikola: Der Westsandmann hat einen Hut. So’n Eisenbahnerhut

Maija: Also, das war in schwarzweiß. Das lag aber sicher daran, daß Oma einen Schwarzweißfernseher hatte und also in meiner Erinnerung hat es so einen Backenbart und eine, so eine Zipfelmütze und Knopfaugen glaub ich, so kleine Knopfaugen und ne Stupsnase und…

Nikola: Es gab zwei Sandmännchen weil es zwei Deutschland gab.

Eva: Ich habe das Sandmännchen jeden Abend gesehen, mit meiner Schwester zusammen und das war ein Augenblick wo die ganze Familie vorm Fernseher saß und darauf gewartet hat.

Sebastian: Als ich klein war, hab ich das Sandmännchen jeden Tag gesehen, ja.

Stephanie: Und man sah also das Sandmännchen, das angeflogen kam…

Marco: …mal mit einem Helikopter, mal mit einem fliegenden Schlitten, mal auf Schlittschuhen…

Eva: …und manchmal kam’s auch in ner Rakete. Je nachdem.

Hinrich:  Manchmal, glaube ich, auf einem fliegenden Teppich. Also viel durch die Luft. Beim Westsandmännchen erinnere ich mich in der Tat mehr an die Luft, durch die es geflogen kommt und beim Ostsandmännchen erinnere ich mich wie es mit dem Traktor kommt oder mit einem Laster oder ich glaube auch mal mit der Straßenbahn.

Nikola: Und nun liebe Kinder, gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht, sagt er dann…

Speaker:  nun liebe Kinder, gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht…

Stephanie: …und erzählt den Kindern eine Geschichte bevor sie schlafengehen und bevor es ihnen dann die Träume bringt.

Eva: Manchmal kam Pittiplatsch und Schnatterinchen…

Steffi: …oder der Fuchs und die Elster oder halt der Plumps oder…

Nikola: …Piggeldy und Frederic weiß ich noch, Pummie.

Sebastian: …und Mobbie. Das war’n Geschichten, die ich sehr gemocht hab.

Jeanette: Als ich noch ganz klein war, musste ich immer nach dem Sandmännchen, also um 7 Uhr ins Bett gehen und ich erinnere mich noch dran, daß ich immer mir die Hand vor die Augen gehalten hab oder halten wollte, weil ich Angst hatte, dass der Sandmann mir auch Sand in die Augen streut.

Sebastian: Ich hab meistens den Trick angewandt, dass ich die Augen zugemacht hab, wenn das Sandmännchen den Schlafsand verstreut hat. Aber meistens hat’s schon funktioniert, ja.

Eva: Der Sand hatte eine so eine magische Wirkung. Sobald der Sand verstreut wurde, wurde man müde und musste eigentlich ins Bett gehen.

Nikola: Ich kann mich noch an das Lied erinnern. Soll ich mal?

Nikola: (singt)Kommt ein Wölkchen angeflogen…

Hinrich: (singt) lalala

Jeanette: (singt) Kommt ein Wölkchen…

Hinrich: Ostsandmännchen. Text weiß ich nicht mehr.

Stephanie: (singt) Sandmann…

Marco: (singt) Sandmann, lieber Sandmann…

Sebastian: (singt) Sandmann...

Eva: (singt) Sandmann…

Jeanette: Heute gibt’s soweit ich das weiß nur noch das Ostsandmännchen.

Eva: Was uns natürlich auch ein bisschen stolz macht.

Steffi: Das ist wenigstens eine Sache, die bei uns besser war.


Erstellt: 20-10-05
Letzte Änderung: 18-03-11


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